Weidmüller Connectivity Symposium 2006: Zukunft und Trends der Verbindungstechnik

Der Wandel der Verbindungstechnik stand im Mittelpunkt des Connectivity Symposiums 2006 von Weidmüller. Während der zweitägigen Veranstaltung mit neun Fachvorträgen diskutierten Experten aus Forschung und Entwicklung sowie der Industrie über technologische Trends und die Zukunft der Verbindungstechnik im weltweiten Markt. Das Weidmüller Connectivity Symposium bot mit den unterschiedlichen Referenten eine länder- und firmenbergreifende Kommunikationsplattform für Themen aus der Verbindungstechnik. Connectivity als High-Tech \“Die Kombination der Begriffe \“drahtlos\“ und \“Verbindungstechnik\“ hätte vor 10 oder 20 Jahren kaum jemand im industriellen Umfeld wirklich ernst genommen\“, erklärte Thomas H. Hagen, Vorstand der Weidmüller-Gruppe zur Eröffnung der Veranstaltung. Neben Ethernet und der drahtlosen Verbindungstechnik für Daten und Signale nannte er die zunehmende Dezentralisierung mit ihren neuen Geräten und die Veränderung des Schaltschranks selbst – in Gestalt und Funktionalität – als aktuelle Trends der Industrie. Zudem gewännen die industrielle Kommunikationstechnik sowie die bedarfsgerechte Wartung an Bedeutung. Diese Trends zeigen laut dem Weidmüller-Vorstand: \“Connectivity ist mehr als Stecker und Buchse, Connectivity ist High-Tech.\“ Denn Verbindung dürfe nicht mehr als reines Komponentengeschäft mit Steckverbindern verstanden werden. Es gehe um die Vernetzung, die Sicherstellung von Energieverteilung, Signal- und Datenübertragung in industriellen Netzwerken und dezentraler Automation. Intelligente Dezentralisation Wie die Umrüstung eines konventionellen Maschinenkonzepts auf dezentrale Strukturen aussehen kann, beschrieb Klaus-J. Riemen, Leiter der Elektrokonstruktion der Wemhöner-Pressen. Vor der Umrüstung wurde die Anlage über zwei Schaltschränke per SPS gesteuert. Mit einem neuen dezentralen Maschinenkonzept sollten die Schaltschränke verringert und die Kabellängen reduziert werden. Dazu wurden die beiden vorhandenen Schaltschränke in Gruppen eingeteilt, sodass die Baugruppen schnell wieder gefunden werden konnten. Letztlich bildeten sich sieben neue Schaltschränke. \“Wir müssen also nicht nur die Peripherie nach außen verlagern, sondern auch die Intelligenz\“, sagte Klaus-J. Riemen. Im ersten Ansatzpunkt sollten alle Antriebe ins Feld gebracht werden. Aber bei einer so großen Anlage wie dieser – mit knapp 170 Motoren, 1.000 Ausgängen, 1.700 Eingängen – gab es einige Probleme. Denn die Schaltschränke sollten zwar kleiner, \“aber die Kosten um Gottes Willen nicht größer\“ werden, erzählte Riemen. Durch die sieben neuen Schaltschränke für einzelne Bereiche der Anlage finde man sich viel schneller zurecht – auch in den Dokumentationsunterlagen: \“Bei der Fehlersuche hat man nicht mehr einen dicken Ordner, sondern fünf kleine.\“ Dezentrale Energie-, Daten- und Signalverteilung