Der Umsatz der Wago-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2009 um 16,1% gesunken. Während im Jahr 2008 noch 453Mio.E umgesetzt wurden, waren es im abgelaufenen Jahr 380Mio.E. Der Personalbestand konnte hingegen weitgehend konstant gehalten werden. So beschäftigte das Unternehmen 2009 4.882 Mitarbeiter, das sind sogar 0,7% mehr als im vorangegangenen Jahr 2008. Angesichts des weltwirtschaftlichen Umfeldes, unter dem das Ergebnis zustande gekommen ist, sprach der geschäftsführende Gesellschafter Sven Hohorst (Bild 1) von einer \“ordentlichen Mannschaftsleistung\“, die Schlimmeres verhindert habe. Globale Ausrichtung Wichtigster Einzelmarkt des Unternehmens bleibe Deutschland, die Bedeutung des asiatischen Marktes wachse jedoch enorm, so Hohorst. Auch die Investitionen blieben auf dem hohen Niveau von vor der Krise bei 41Mio.E bzw. 10,8%. Entsprechend viele innovative Produkte konnte Wago auf der Pressekonferenz der Fachpresse vorstellen. Für das laufende Jahr zeigte sich Hohorst vorsichtig optimistisch und verwies auf die positiven Monate Januar und Februar. Das Ziel formulierte er so: \“Wir wollen die Lücke zwischen 2008 und 2009 zu einem Gutteil wieder schließen!\“ Ethernet-Controller und -Koppler für die Industrie Zu den neu vorgestellten Produkten in Hannover gehört ein leistungsfähiger \’Ethernet-Controller 2.0\‘. Mit ihm werden SPS-Programme um bis zu 100% schneller als bisher abgearbeitet. Seine doppelt so große Speicherkapazität bietet mehr Platz für Programme und Web-Applikationen. Auch ein Feldbuskoppler für Ethernet ist neu im Sortiment. Er hat zwei Ethernet-Schnittstellen, die über einen integrierten Switch am Koppler bereitgestellt werden. Der Feldbuscontroller 750-881 lässt sich gut in IT-Strukturen einbinden und bildet hier das Bindeglied zwischen verschiedenen Signalen aus dem Feld und den IT-Anwendungen. Der Controller arbeitet mit höheren Taktfrequenzen und einer verbesserten Verarbeitungsstruktur. Die integrierte SPS (programmierbar nach IEC 61131-3) ist multitaskingfähig. Damit ist er um 100% schneller als sein Vorgänger. Dem Anwender stehen 1Mbyte Programmspeicher, 512kbyte Datenspeicher und 32kbyte Remanentspeicher zur Verfügung. Damit können auch größere SPS-Programme gespeichert sowie mehr Web-Seiten und Rezepturen abgelegt werden. Ein integrierter Switch vereinfacht die Vernetzung der Komponenten in Linientopologie. Dadurch kann auf separate Switches im Netzwerk weitgehend verzichtet werden. Die IP-Adresse lässt sich zusätzlich über DIP-Schalter einstellen, was die Inbetriebnahme vereinfacht. Der Controller unterstützt die üblichen Netzwerkprotokolle sowie Modbus/TCP und Ethernet/IP. Der Ethernet-Koppler (750-352) hat erstmals zwei Ethernet-Schnittstellen, die über einen integrierten Switch zur Verfügung gestellt werden. Mit einem DIP-Schalter kann das letzte Byte der IP-Adresse sowie der Bezug der IP-Adresse vorgegeben werden und erleichtert damit die Inbetriebnahme. Der Koppler unterstützt wie der Controller die Feldbuskommunikation mit Ethernet/IP und Modbus/TCP. Beide werden Anfang des 2. Quartals lieferfähig sein. Der Feldbuscontroller für Ethernet arbeitet nicht nur doppelt so schnell, er hat auch doppelt soviel Speicherkapazität wie sein Vorgänger. Netzgeräte und USV-Komponenten Wago hat das Stromversorgungssystem Epsitron innerhalb der Pro-Familie um einphasige Netzgeräte erweitert. Außerdem ergänzen 12Ah-Akku-Module und eine leistungsstärkere Ladeeinheit die unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV) des Systems. Wago bietet ab sofort auch einphasig gespeiste Netzgeräte in der Pro-Power-Klasse an. Die Netzgeräte stellen am Ausgang eine einstellbare Spannung von 24VDC, bei einem Ausgangsstrom von wahlweise 5A oder 10A, bereit. Der zweistufige PowerBoost liefert für 4s bis zu 200% der Nennausgangsleistung und für weitere 2s bis zu 150%. Dadurch wird eine häufig anzutreffende, kostspielige Überdimensionierung der Stromversorgung vermieden. Der ebenfalls integrierte TopBoost stellt für 25ms ein Vielfaches des Nennstroms bereit, sodass preisgünstige Leitungsschutzschalter zur Absicherung in den Laststromkreisen genutzt werden können. Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 92% und dem fernschaltbaren Stand-by-Modus helfen die Netzgeräte der Familie Epsitron Pro Power auch beim Energiesparen. Einen weitgehenden Schutz vor Strom- und damit Anlagenausfällen bieten die unterbrechungsfreien Stromversorgungen der Familie Epsitron-USV. Sie bestehen aus einer Lade- und Kontrolleinheit sowie einem oder mehreren Akku-Modulen. Die Akku-Module sind in drei Kapazitäten erhältlich: neben 3,2Ah und 7Ah jetzt auch mit 12Ah. Zusammen mit den Lade- und Kontrolleinheiten bis 10A und neuerdings bis 20A stellt Epsitron-USV die erforderliche Energie über mehrere Stunden bereit. Die Lade- und Kontrolleinheit sorgt für einen optimierten, temperaturgesteuerten Ladevorgang und verlängert damit die Lebensdauer der Akkus, was wiederum den Wartungsaufwand reduziert. Ausgestattet mit Display und RS-232-Schnittstelle lässt sich eine komplette Strom- und Spannungsüberwachung mit vielen Signalisierungsmöglichkeiten nutzen. Messklemme macht Energiedaten transparent Die 3-Phasen-Leistungsmessklemme von Wago ermöglicht die detaillierte Messung elektrischer Größen in einem dreiphasigen Versorgungsnetz. Sie bilden die Grundlage für die Einhaltung der DIN16001, die Anlagenbetreiber seit August 2009 dazu anhält, den Energieverbrauch im Rahmen eines Energiemanagementsystem kontinuierlich zu reduzieren. Die Leistungsmessklemme ist für das feldbusunabhängige I/O-System der Serie 750 verfügbar und ermöglicht die detaillierte Messung der elektrischen Größen eines dreiphasigen Versorgungsnetzes. Mit Hilfe der Messklemme werden über sechs Analog-/Digitalwandler in einem Zeitraster von etwa 16µs die Strom- und Spannungsgrößen aller drei Phasen erfasst. Aus diesen Effektivwerten berechnet die 3-Phasen-Leistungsmessklemme für jede Phase die Wirkleistung und den Energieverbrauch, wodurch sich weitere Werte wie die Scheinleistung und der Phasenverschiebungswinkel ableiten lassen. Zusätzliche Messgeräte werden überflüssig, weil umfangreiche Netzanalysen nun mittels Wago-I/O-System direkt über den Feldbus durchgeführt werden können. Anhand dieser Informationen bietet sich für Betreiber von Maschinen und Anlagen die Möglichkeit, die elektrische Versorgung gezielt zu regeln. Dadurch lässt sich einerseits der Energieverbrauch optimieren, andererseits kann die Hardware vor Schäden und Ausfällen geschützt werden. (kbn) HMI: Halle 11, Stand C64
Wieder Wachstum bei Wago: \“Ordentliche Mannschaftsleistung\“
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