Die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie sind zuletzt so stark gewachsen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Im August beliefen sich die Exporte auf 11,7Mrd.E und lagen damit 39% über ihrem entsprechenden Vorjahreswert. \“Diese Zuwachsrate ist die höchste seit dem Allzeithoch im Mai 2000\“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Zwischen Januar und August dieses Jahres sind die Elektroexporte um 24% gegenüber Vorjahr gestiegen. Sie erreichten damit ein Volumen von 90Mrd.E. \“Dies entspricht 97% des 2008-er Vor-Krisen-Niveaus\“, so Dr. Gontermann. Die stärksten Impulse für das Exportgeschäft kommen nach wie vor aus Südostasien und Lateinamerika. Dorthin wurden in den ersten acht Monaten über 40% mehr exportiert als vor einem Jahr. Dr. Gontermann weiter: \“Mittlerweile setzen die Firmen ein Fünftel ihrer Auslandslieferungen in Asien ab. Vor fünf Jahren waren es 15%.\“ Zwar sind die Exporterwartungen der Elektrounternehmen im September erneut leicht zurückgegangen. Zuvor waren sie allerdings bis Juni 2010 dreizehnmal in Folge gestiegen. Mitverantwortlich für den Rückgang dürfte der wiedererstarkte Euro sein. Seit Sommer hat er, gemessen an den Währungen der zehn wichtigsten außereuropäischen Handelspartner der Elektroindustrie, um fünf Prozent aufgewertet.
ZVEI: Exporte fast wieder auf Vorkrisen-Niveau
ZVEI e.V.
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