
Open-Source-Software ist in deutschen Unternehmen weit verbreitet. Nun ist auch auf der Seite der Hardware-Seite ein solcher Trend zu beobachten. Dabei sind Baupläne für Prototypen frei zugänglich und können von jedem Nutzer verändert und weiterverbreitet werden. Zudem werden Standard-Komponenten und Materialien verwendet, die größtenteils leicht erhältlich sind. Daher eignet sich Open Source Hardware besonders dafür, kostengünstige und maßgeschneiderte Lösungen zu bauen sowie neue Ideen schneller testen und umsetzen zu können.
Raspberry Pi
Als Basis dieser Prototypen dienen oft Entwicklerboards wie der Raspberry Pi oder Arduino-Boards. Ursprünglich für den Hobby-Bereich entwickelt, hat beispielsweise die Raspberry Pi Foundation mit dem Raspberry Pi 4 auf die Nachfrage der Industrie nach Single-Board-Computern reagiert. Denn das neueste Modell verfügt über mehr Rechenleistung, leistungsfähiges GBit-LAN und Bluetooth 5. Fehlende Funktionen lassen sich durch Shields ergänzen, die einfach auf die Platine aufgesteckt werden. „Am meisten nachgefragt werden für den Raspberry Pi Shields für Power over Ethernet (PoE), Display- und Sound-Shields – bei den Arduino-Boards sind es Base-, Ethernet- und CAN-Bus-Erweiterungen. Das zeigt uns ganz klar, dass die Entwicklerboards für Unternehmen immer interessanter werden“, sagt Sven Pannewitz, Produktmanager Passive Components & Development Boards bei Reichelt Elektronik. Um die Computer noch besser für industrielle Anforderungen zu wappnen, sind vor allem im Bereich der Gehäuse neue Entwicklungen zu erwarten. Git, CI/CD-Pipelines, automatisierte Builds, Code-Reviews im Team: in der Softwareentwicklung seit Jahren Standard, in der SPS-Programmierung bisher kaum umsetzbar. ‣ weiterlesen
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Sensorik zum Nachrüsten
Die zunehmende Vernetzung von Geräten untereinander schreitet sowohl im privaten als auch im professionellen Bereich immer weiter voran. Ganz gleich, ob in Maschinenbau, Sicherheitstechnik, Automobilindustrie, Luftfahrt, Landwirtschaft oder Medizin – Anlagen und Maschinen werden mit Sensoren ausgestattet, deren gesammelte Daten als Basis für Geschäftsentscheidungen dienen. Daher ist der Bedarf an smarten Lösungen enorm gestiegen. Besonders gefragt sind laut Tobias Thelemann Näherungssensoren im Allgemeinen, welche als Füllstandssensoren oder zur Positionsbestimmung und Überwachung von Klappen sowie Verschlüssen eingesetzt werden. Vor allem Reed-Sensoren als Unterkategorie, die sich durch die Betätigung mittels eines Magnetfeldes auszeichnen, finden häufig Anwendung. Für die Industrie werden auch Messfühler auf Basis von LoRaWAN immer interessanter, da bei diesen die Anbindung per Kabel an die Kommunikationszentrale entfällt. Der Datenaustausch geschieht ausschließlich über Funk. Bisher eignen sich die Sensoren jedoch aus Kostengründen noch nicht für den flächendeckenden Einsatz.
Übertragung per 5G
Häufig verrichten Anlagen weit von der nächsten kabelgebundenen Infrastruktur entfernt ihren Dienst. Durch den neuen Mobilfunkstandard 5G könnten diese in Echtzeit mit Steuerleitzentralen kommunizieren. Kosten und Aufwand für die Wartung, Steuerung und Diagnose abgelegener Produktionsstätten könnten sich deutlich reduzieren lassen, wenn nicht bei jeder Kleinigkeit ein Mitarbeiter entsandt werden muss. Auch hier steht zu erwarten, dass sich diese Technologie etablieren wird. Maschinen kommunizieren, reagieren und steuern Prozesse. Nur ihr Licht wird oft noch als passive Komponente behandelt. Dabei zeigen SPS-Anbindung, IO-Link und Signalfunktionen: Intelligentes Licht kann längst mehr als leuchten. ‣ weiterlesen
Wie intelligent ist Licht?














