Für die Bahnplanung bedeutet dies, dass Bewegungen im Kontext des gesamten Automatisierungsprozesses betrachtet werden. Die Synchronisation von Fördertechnik und Roboterbewegung sowie die rechtzeitige Auslösung von Sensoren lassen sich nur durch die gemeinsame Betrachtung von Bewegungsplanung, Steuerungslogik und Anlagenverhalten vollumfänglich validieren.
Automatisierungsingenieure können so SPS-Programme testen, Prozessabläufe validieren und Bewegungsstrategien optimieren, bevor die reale Anlage verfügbar ist. Fehler werden bereits in der Entwicklung erkannt und behoben, was eine gemeinsame Arbeitsgrundlage für Konstruktion, Automatisierung und Inbetriebnahme schafft. Insbesondere bei Retrofit-Projekten oder neuen Produktvarianten können Änderungen im digitalen Zwilling abgesichert werden, bevor sie in die Produktion übernommen werden.
Frühe Validierung statt später Fehlersuche
Die Bahnplanung hat sich zu einer interdisziplinären Engineering-Disziplin entwickelt. Der digitale Zwilling erlaubt es, Bewegungen in frühen Projektphasen unter realitätsnahen Bedingungen zu analysieren. Durch die Verknüpfung von Bahnplanung, physikalischer Simulation und virtueller Inbetriebnahme werden neben Kollisionen auch dynamische Effekte, Prozesswechselwirkungen und steuerungstechnische Abhängigkeiten berücksichtigt. Die Optimierung der Bahnplanung wird somit von der realen Inbetriebnahme in die Entwicklungsphase vorgezogen, um die zuverlässige und effiziente Ausführung der Bewegungen unter tatsächlichen Produktionsbedingungen sicherzustellen.
















