Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe +3,1%

auftragseingangsindex 2
Bild: Statistisches Bundesamt

Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juni gegenüber Mai saison- und kalenderbereinigt um 3,1% gestiegen. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 0,5% niedriger als im Vormonat. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von April bis Juni um 1,3% höher als in den drei Monaten zuvor, ohne Großaufträge blieb er unverändert. Im Mai stieg der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber April um 0,3%. Diese Revision ergibt sich aus einer Anpassung bei der Preisbereinigung. Die Auslandsaufträge stiegen im Juni um 0,2%. Dabei fielen die Aufträge aus der Eurozone um 14,0% und die Aufträge von außerhalb der Eurozone stiegen um 10,2%. Die Inlandsaufträge stiegen um 7,8%.

Die positive Entwicklung des Auftragseingangs ist zu einem großen Teil auf die deutlichen Anstiege im Maschinenbau (+12,7%) und in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+22,7%) zurückzuführen. In beiden Bereichen meldete eine Reihe von Betrieben Großaufträge. Auch der Zuwachs in der Automobilindustrie (+3,8%) wirkte sich positiv auf das Gesamtergebnis aus. Im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) hingegen sanken die Auftragseingänge um 41,7% gegenüber dem hohen Niveau des Vormonats. Bei den Investitionsgütern lag der Auftragseingang im Juni um 6,4% höher und bei den Konsumgütern um 4,2% höher als im Vormonat. Bei den Vorleistungsgütern fiel er um 2,5%.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Juni saison- und kalenderbereinigt 1,3% niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2025 war der Umsatz kalenderbereinigt 0,4% niedriger. Für Mai ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 0,2% gegenüber April. Auch hier ergibt sich die Revision aus einer Anpassung bei der Preisbereinigung.