Was macht Keba bei der Integration von Robotern anders?

Wir betrachten Robotik als Bestandteil der Maschinenautomatisierung. Mit KeMotion innerhalb von Kemro X werden Robotikfunktionen gemeinsam mit Maschinensteuerung, Motion und Safety in einer Architektur umgesetzt. Roboterbewegungen, Maschinenachsen und Prozessabläufe können so innerhalb derselben Steuerungsumgebung koordiniert werden.

Für uns geht es aber um mehr als den eigentlichen Maschinenzyklus. Robotik muss über den Lebenszyklus der Anlage mitgedacht werden: von Projektierung und Simulation über Engineering und Inbetriebnahme bis zu Betrieb und Service. Eine Robotersteuerung sollte deshalb nicht nur danach beurteilt werden, ob der erste Testzyklus funktioniert, sondern auch danach, wie gut sich eine Lösung testen, wiederverwenden, anpassen und langfristig unterstützen lässt. Das Ökosystem rund um Kemro X und KeMotion ist darauf ausgelegt, diese Phasen zu unterstützen.

Bedeutet Integration, dass SPS und Robotik letztlich dieselbe Steuerungslogik verwenden?

Nein. Die SPS ist oft sehr stark zustandsgesteuert, bei der Robotik steht der Bewegungsablauf im Vordergrund. Diese Unterschiede bleiben bestehen. Entscheidend ist, beide Welten eng zu verbinden, Daten transparent auszutauschen und Robotikfunktionen aus dem Maschinenablauf heraus nutzen und mit den Nachbarprozessen perfekt abstimmen zu können.

Was bedeutet diese Architektur konkret für den Maschinenbauer?

Vor allem mehr Wiederverwendbarkeit im Engineering. Zustände, Diagnose, Kommunikation oder Bedienung müssen nicht für jedes Projekt neu mit der Robotik verbunden werden. Hinzu kommt die virtuelle Inbetriebnahme: Läuft die spätere Steuerungs- und Robotikapplikation bereits auf einem virtuellen Controller, lassen sich Bewegungsabläufe oder Taktzeiten prüfen, bevor die reale Maschine steht. So kann der OEM sein Prozess- und Applikationswissen über mehrere Maschinen und Projekte hinweg nutzen und die volle Flexibilität der Robotik einfach beherrschbar machen.

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