Schlegel hat mit 2BSecure ein System entwickelt, das offene Schnittstellen schützt. Wie funktioniert dies konkret?

2BSecure ist als kompakte Hardwarelösung konzipiert, die zwischen Schnittstelle und Endgerät installiert wird und ist für gängige USB-A-, USB-C- sowie Ethernet-Schnittstellen ausgelegt. Das System verfolgt einen präventiven Ansatz: Schnittstellen werden standardmäßig deaktiviert und lassen sich nur über Schlüsselschalter oder RFID durch autorisierte Personen gezielt freischalten. Nur berechtigte Personen können damit Ports aktivieren und Daten übertragen, der Zugriff wird dadurch kontrollierbar und Manipulationen können wirksam verhindert werden. Die Lösung schützt sowohl die Maschinensteuerung als auch sensible Daten im Netzwerk.

Ist für die Nutzung ein größerer Umrüstaufwand notwendig?

Nein, die Lösung ist bewusst einfach integrierbar ausgelegt. Sie kann sowohl in neuen Maschinen als auch in Bestandsanlagen eingesetzt werden und lässt sich ohne großen Aufwand in vorhandene Maschinen- und IT-Infrastrukturen einbinden. Damit folgt sie dem Prinzip ‚Security by Design‘.

Inwiefern spielten gesetzliche Vorgaben bei der Entwicklung eine Rolle?

Die regulatorischen Anforderungen durch die neue Maschinenverordnung oder der CRA waren ein wesentlicher Treiber, weil beide nachweisbare Schutzmaßnahmen gegen unbefugte Zugriffe und Manipulationen verlangen. Durch die kontrollierte Absicherung physischer Schnittstellen kann 2BSecure dazu beitragen, diese Anforderungen technisch umzusetzen und Risiken nachweisbar zu reduzieren.

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