1Digitale Dokumentation konsequent aufbauen: Betriebsanleitungen, Konformitätserklärungen und technische Unterlagen vollständig auf digitale Formate umstellen. Gleichzeitig Prozesse für eine langfristige, revisionssichere Ablage (mindestens zehn Jahre) definieren.

2 Security frühzeitig integrieren: Security-Anforderungen bereits in der Entwicklungsphase berücksichtigen – vom sicheren Software-Design über klar geregelte Update-Prozesse bis hin zum Schutz vor Korrumpierung. Security-by-Design ist ein zentraler Erfolgsfaktor der MVO.

3Hochrisikoprodukte identifizieren: Prüfen, ob Maschinen in eine Hochrisikokategorie gemäß MVO fallen. Falls ja: Bewertungen und Prüfungen durch benannte Stellen frühzeitig einplanen, um Verzögerungen beim Inverkehrbringen zu vermeiden.

4Betreiberprozesse klar strukturieren: Abläufe etablieren, die eine jederzeit verfügbare technische Dokumentation sicherstellen. Änderungen und Eingriffe an Maschinen müssen sauber bewertet werden – insbesondere hinsichtlich möglicher ‚wesentlicher Veränderungen‘ und der damit verbundenen neuen Herstellerpflichten.

5Teams gezielt qualifizieren: Mitarbeitende aus Entwicklung, Service und Betrieb im Umgang mit Cyberrisiken, sicherheitsrelevanten Updates und den zentralen Anforderungen der Maschinenverordnung schulen. Knowhow ist entscheidend, um Safety und Security dauerhaft sicherzustellen.

Unterstützung bei der Umsetzung

Damit Unternehmen die neuen Anforderungen effizient und rechtskonform umsetzen können, bietet Pilz gezielte Unterstützung: Die Schulung ‚Safety meets Security‘ vermittelt regulatorische Grundlagen sowie das Zusammenspiel von funktionaler Sicherheit und Industrial Security. ‚Grundlagen Industrial Security‘ behandelt Begriffe, Anforderungen, Schwachstellen und Bedrohungen in der industriellen Automatisierung. ‚CESA – Certified Expert for Security in Automation‘ vermittelt vertieftes Wissen zu Sicherheitsstandards und -maßnahmen mit dem Ziel, Risiken durch Manipulationen und Cyberangriffe zu reduzieren.

Ergänzend unterstützen die Consulting Services entlang des gesamten Lebenszyklus der Maschinensicherheit – vom Sicherheitsdesign bis zur Abnahme sowie bei internationalen Konformitätsbewertungsverfahren. Ein Schwerpunkt liegt auf der CE-Kennzeichnung: Begleitung in allen Phasen des CE-Prozesses für neue und umgebaute Maschinen in der EU, einschließlich Risikobeurteilung, Sicherheitskonzept und -design, Umsetzung, Validierung und technischer Dokumentation. Bei Bedarf übernimmt Pilz die Rolle des Bevollmächtigten.

Konkretisiert den Schutz vor Korrumpierung

Die Norm prEN50742 ‚Sicherheit von Maschinen – Schutz vor Korrumpierung‘ konkretisiert die Anforderungen der Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 und bietet Orientierung für die Berücksichtigung von Security-Aspekten über den Maschinenlebenszyklus hinweg. Pilz wirkt an der Ausarbeitung der Norm mit und unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung: Mit der Dienstleistung Security Evaluation of Machinery werden Security-Risiken und Schwachstellen von Maschinen und Anlagen systematisch identifiziert. Darauf aufbauend bewertet Security Assessment of Machinery die Auswirkungen der Schwachstellen detailliert und definiert geeignete Maßnahmen zur Risikominderung für eine normgerechte und wirtschaftliche Umsetzung der Security-Anforderungen.

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