Funktionale Erweiterungen der Hardware

Flexibilität ist für Phoenix Contact auch im Bereich der Hardware ein wichtiges Thema, wie Leidecker erläuterte: „Die Steuerungen der PLCnext-Control-Serie sind nach links funktional erweiterbar. So können nachträglich Hardwarefunktionen zugefügt werden – z.B. zusätzliche Ethernetports oder Kommunikationsschnittstellen, integriert in die SPS.“ Auf der Messe zeigte Phoenix Contact erstmals neue I/O-Module unter dem Namen Axioline Smart Elements. Sie erweitern das I/O-System Axioline um steckbare, systemunabhängige I/O-Elemente in einer kompakten Bauform, die eine Einsparung von bis zu 25 Prozent Platz im Schaltschrank im Vergleich zu marktgängigen I/O-Stationen bringt. „Entscheidend ist die hohe Modularität dieser I/O-Module im System“, erläuterte Leidecker. „Sie sind so aufgebaut, dass der Anwender zukünftig seine gewünschten I/O-Funktionalitäten mittels Adapter auf ein Trägermodul stecken kann und damit das geeignete I/O-Modul selbst zusammenstellen kann. Dieser flexible Stationsaufbau bietet zugleich auch Kosteneffizienz.“ Auch eine neue Kleinsteuerung mit dem Namen AXC F 1152 stellte Phoenix Contact auf der SPS vor. Beide Neuheiten stellen wir in den Kästen kurz vor.

Mit der neuen Steuerung Control AXC F 1152 baut Phoenix Contact seine offene Steuerungsplattform auf Basis von PLCnext Technology weiter aus. Sie ist die smarte Lösung zur Realisierung einfacher Applikationen mit PLCnext Technology. Wie alle PLCnext Steuerungen ermöglicht sie, ergänzend zu der klassischen SPS-Programmierung nach IEC61131, die Programmierung in Hochsprachen, wobei SPS-typische Echtzeit-Performance und Datenkonsistenz auch für Hochsprachen und modellbasierten Code sicherstellt sind. Die hochmodulare Profinet-Steuerung mit sicherer Anbindung zur Proficloud bildet die Kommunikationszentrale zur Vernetzung der Anlage. Sie vereint die Robustheit und Sicherheit einer klassischen SPS mit der Offenheit und Flexibilität der Welt smarter Devices.

Systemunabhängige I/Os

Zur SPS 2019 erweitert Phoenix Contact das Portfolio seines I/O-Systems Axioline um die steckbaren, systemunabhängigen I/O-Elemente Smart Elements in einer kompakten Bauform und mit bis zu 16 Kanälen. Die Elemente in Schutzart IP20 werden in ein Axioline F-Backplane gesteckt. Backplane-Module ermöglichen die Aufnahme von vier oder sechs Smart Elements und integrieren diese in den Lokalbus Axioline F. Aufgrund zweireihig angeordneter Steckplätze lassen sich zwei I/O-Elemente übereinander platzieren und somit unterschiedliche Funktionen auf 15mm Baubreite mit bis zu 32 Kanälen unterbringen. Die Auswahl und Kombination der I/O-Funktionalitäten sind durch den Anwender frei wählbar. Zur Markteinführung gibt es neben Standard-I/O-Funktionen auch einen vierkanaligen IO-Link-Master sowie Profisafe-Module für die Erfassung und Ausgabe sicherheitsgerichteter Signale. Weitere Funktionen lassen sich durch I/O-Module von Axioline F innerhalb einer Axioline-Station ergänzen. Für eine schnelle, mechanische Installation sorgt das doppelte und werkzeuglose Steckprinzip: Einfaches Stecken der I/O-Elemente in die Backplane-Module und dann Einstecken der Leiter mittels Push-in-Anschluss.

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