Neue Zukaufswelle von Unternehmen im Mittelstand

Promecon hat sich mit den Indikatoren, die für eine neue Zukaufswelle im deutschen Mittelstand sprechen, auseinandergesetzt. Dabei hat sich gezeigt, dass die Häufigkeit von Unternehmenskäufen und -verkäufen zyklischen Schwankungen unterliegt. In Deutschland wurde die letzte Zukaufswelle zwischen Mitte 2005 und Mitte 2011 beobachtet. Ihren Höhepunkt hatte sie 2008 und flachte mit der Finanzkrise zunehmend ab. In den vergangenen zehn Jahren sind die Mergers-und-Acquisitions-Aktivitäten (M&A) insbesondere in Baden-Württemberg stärker gestiegenals in den restlichen Bundesländern. Einen großen Anteil an der positiven Entwicklung trägt dabei die Erholung der Automobil- und Maschinenbaubranche. Nicht nur die Anzahl der M&A-Aktivitäten nimmt zu, auch der durchschnittliche Transaktionswert pro getätigter Fusion und Übernahme steigt. Diese Indikatoren sprechen für eine neue Zukaufswelle in Deutschland, die hinsichtlich aktueller Trendbewegungen ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat. Der starke Ölpreisrutsch gepaart mit dem schwachen Euro wirken u.a. wie Konjunkturprogramme für die Wirtschaft. Für weitere Zugkraft sorgt das Wachstum in den USA und in China. Sofern keine Konjunktursorgen aufkommen, kann von einer weiteren Zunahme der M&A-Aktivität im Mittelstand ausgegangen werden.