
Die Sensor- und Messtechnikbranche hat sich im Jahr 2025 leicht stabilisiert und zeigt zum Jahresende eine moderate Aufwärtsentwicklung. Laut aktueller Umfrage des AMA Verbands stieg der Umsatz im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal um 1% und lag 11% über dem Wert des Vorjahresquartals. Auch der Auftragseingang entwickelte sich mit einem Plus von 2% leicht positiv. Mit einem Book-to-Bill-Verhältnis von 0,96 bleibt die Nachfrage insgesamt verhalten, zeigt jedoch eine stabile Tendenz. Kurzarbeit spielte im vierten Quartal kaum eine Rolle, was auf eine robuste Beschäftigungssituation hinweist. Die Exportquote der Branche lag 2025 bei 50%. Europa bleibt mit einem Anteil von 31% ein zentraler Absatzmarkt. Gleichzeitig richten viele Unternehmen ihren Blick verstärkt auf die Sicherung bestehender Märkte sowie den Ausbau internationaler Partnerschaften. Für das Jahr 2026 blickt die Branche vorsichtig optimistisch nach vorn. Im Mittelpunkt stehen die Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität, die Stärkung der Innovationskraft sowie der schrittweise Ausbau der Cyber-Resilienz, um den wachsenden technologischen und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.
Im Hinblick auf die internationale Expansion gewinnt Indien an Bedeutung. Vor dem Hintergrund möglicher Handelsabkommen zwischen der EU und Indien planen 48% der befragten Unternehmen, ihre bestehenden Aktivitäten dort auszubauen. Weitere 19% erwägen einen Markteintritt oder eine Intensivierung ihres Engagements. Gleichzeitig sieht rund ein Viertel derzeit keinen konkreten Handlungsbedarf. Insgesamt zeigt sich, dass der indische Markt zunehmend in den Fokus rückt, Investitionsentscheidungen jedoch stark von regulatorischen und handelspolitischen Rahmenbedingungen abhängen.
















