Die Jedermanns-SPS

 Die Steuerung ist laut Hersteller die derzeit kompakteste S7-SPS 
mit 4,3"-Touchpanel und integrierter Peripherie auf dem Markt.
Die Steuerung ist laut Hersteller die derzeit kompakteste S7-SPS mit 4,3″-Touchpanel und integrierter Peripherie auf dem Markt.Bild: Insevis Vertriebs GmbH

Wenn in Zeiten steigender Herstellungskosten Handbedienelemente kostenneutral durch ein Panel mit integrierter Steuerung und I/Os ersetzt werden sollen, bieten sich die kompakten Lösungen von Insevis an. Die Anwendungsbereiche reichen vom wirtschaftlichen Ersatz von Tafeln mit Handbedienelementen über nachträglich installierte Betriebsdatenerfassungsgeräte bis zu Nebenstellensteuerungen im Siemens-Steuerungsverbund mit Datenvorverarbeitung. Immer häufiger kommen Retrofit-Anwendungen durch Betriebselektriker von Endkunden hinzu, die zur Instandhaltung und Erweiterung der eigenen Betriebsmittel bekannte, nicht immer auf die neueste Version hochgerüstete Programmierumgebung bevorzugen und gern auch noch kleine Programmierarbeiten dem Simatic-Manager ausführen. Für Serienanwendungen bei kleinen Bauräumen ist der Vorteil von Kompaktgeräten unübersehbar. Die Integration von Vorrichtungen und Kleinsystemen in die vertikale Automatisierungslösung erfordert eine smarte abgesetzte Steuerung, die auch eine Bedienung vor Ort ermöglicht. Und das, ohne das System mechanisch und wirtschaftlich zu überfordern. Darüber hinaus sind die Geräte CRA-konform.

 Abgesetzte Peripherieversion mit 
Konfiguration der flexiblen Analogkanäle
Abgesetzte Peripherieversion mit Konfiguration der flexiblen AnalogkanäleBild: Insevis Vertriebs GmbH

Technische Highlights

Die kompakten S7-SPS mit Touchpanel und integrierter Peripherie bietet zwei Ethernet-Schnittstellen, die getrennt oder als Switch betrieben werden können. Darauf lassen sich die Protokolle S7-Kommunikation Put/Get (zur Kommunikation mit Siemens-CPUs und HMIs), ISO on TCP, UDP und Modbus TCP ausführen. Zusätzlich kann jede S7-CPU als CANopen Master 127 CAN-Slaves (intelligente Antriebe, I/O-Inseln, etc.) anbinden, über die RS232- und RS485-Schnittstelle per Modbus RTU und freies ASCII mit externen Geräten wie Energiemessern kommunizieren. Als Onboardperipherie stehen zwölf digitale Eingänge (konfigurierbar als 1kHz/100kHz Vor-/Rückwärtszähler, Frequenzmessung oder für vierfach Encodersignale) und zwölf weitere digitale Ein- und Ausgänge (bitweise umschaltbar, davon zwei Ausgänge als PWM uni- bzw. bidirektional konfigurierbar) zur Verfügung. Drei Analogkanäle können einzeln je als Ein- oder Ausgang verwendet und dazu für verschiedene Strom- und Spannungsnormsignale konfiguriert werden. Drei weitere Analogeingänge sind entweder für verschiedene Strom- und Spannungsnormsignale oder für Geber wie Dehnmessstreifen, PT100/1000 oder Thermoelemente Typ K, J oder N vorgesehen.

Dieses Modul gibt es auch als externe Erweiterung in 20mm Breite für die Hutschiene. Die Flexibilität der integrierten Peripherie ist für Kompaktgeräte wichtig. Mit einer umfangreichen und flexibel konfigurierbaren Peripheriebaugruppe lassen sich ganze Gerätegruppen kompakt und wirtschaftlich realisieren. Programmiert werden die S7-CPUs mit den Siemens-Programmiertools TIA-Portal und Simatic-Manager in AWL, KOP, FUP, S7-SCL, S7-Graph als S7-315-2PNDP. Die 8MB Ladespeicher und 1MB Arbeitsspeicher reichen für die gängigsten Anwenderprogramme aus. Profinet und Profibus sind als weitere Schnittstellen optional verfügbar. Das integrierte 4,3″-Touchpanel bietet kurze Umschaltzeiten und beinhaltet einen vierfach VNC-Server für 1:1-Remoteanzeigen. Es kann seine Seiten in unbegrenzt vielen Sprachen anzeigen, verfügt über Bildbausteine, Funktionsgrafen, ein umfangreiches Störmeldesystem, 64 Trendkanäle samt jeweils 655.000 Archivierungen und eine Rezepturverwaltung von bis zu 128 Rezepten mit je 256 Datensätzen aus jeweils 256 Elementen. Das proprietäre Betriebssystem verringert Virengefahr und sichert langfristige Liefer- und Updatesicherheit. Die kostenlose Visualisierungssoftware VisuStage entspricht vom Handling Siemens-WinCC-flexible und WinCC-TIA mit Erleichterungen bei der Projektierung. Bestehende WinCC-TIA-Projekte können zum großen Teil automatisch in das Herstellerformat konvertiert werden, Variablen werden samt Symbolik mit wenigen Mausklicks importiert. Eine Simulation der Visualisierung zusammen mit dem TIA-Projekt ist problemlos möglich.

Anbindung an Cloudsysteme

Der integrierte Webkonfigurator des IIot-Gateways erlaubt dem Betreiber die Konfiguration in einem Browser ohne zusätzliche Software, wie in der RAMI4.0 gefordert. Mit wenigen Klicks werden Daten mehrerer S7-Steuerungen aus der Maschinenebene per S7-Kommunikation über Put/Get, über Modbus-TCP oder über Modbus-RTU abgeholt. Diese Daten werden in verschiedenen Protokollen für die IT-Ebene bereitgestellt. Als OPC UA Server kann das Gateway selektierte Datenpunkte samt History bereitstellen oder per MQTT Client unterschiedliche Messages verbreiten bzw. sich dafür anmelden (publishing/subscribing). Eine