
Mit der SafetyBridge Technology hat Phoenix Contact früh ein Sicherheitskonzept etabliert, das funktionale Sicherheit ohne klassische Safety-SPS ermöglicht. Die Idee dahinter: Sichere Signale werden über bestehende Standardnetzwerke übertragen, während zertifizierte Module die Sicherheitslogik, Protokollabsicherung und Diagnose übernehmen. Netzwerk und Standardsteuerung fungieren dabei als Black Channel.
Der Hintergrund für die Einführung war ein typisches Maschinenbau-Szenario: In vielen Anlagen fallen nur wenige, dafür räumlich verteilte sichere Signale an – etwa von Not-Halt-Tastern, Schutztüren oder Lichtgittern. Klassische Relaislösungen stoßen hier schnell an Grenzen, weil Verdrahtungsaufwand und Diagnosemöglichkeiten unzureichend sind. Der Einsatz kompletter Safety-Steuerungen mit eigenem Safety-Bus wäre dagegen oft überdimensioniert. Genau diese Lücke sollte SBT schließen. Automatisierungstechnik von Beckhoff ermöglicht die effiziente Entwicklung ressourcenschonender Verpackungsmaschinen, verkürzt Konstruktionszeiten und senkt Kosten – für innovative Lösungen und nachhaltige Produktionsprozesse. ‣ weiterlesen
Vorsprung im Packaging
Seit der Markteinführung wurde die Technologie kontinuierlich ausgebaut. Mit der aktuellen Generation SBT V3 stehen vor allem Skalierbarkeit, Engineering und Integration im Fokus. So kann ein Logikmodul heute bis zu 16 Satelliten anbinden. Die Sicherheitsapplikation wird per Safeconf erstellt und in das Modul geladen. Ergänzend erleichtern Integrationsbausteine die Einbindung in gängige IEC61131-3-basierte Steuerungsumgebungen. Auch Ankopplungs- oder Nicht-Safety-Fehler, die die Anlagenverfügbarkeit beeinflussen, lassen sich gezielt erkennen und diagnostizieren.
Bewährt in Retrofit, Modularisierung und verteilten Anlagen
Bewährt hat sich SafetyBridge insbesondere in drei Einsatzfeldern: in weitläufigen Anlagen mit verteilten Sicherheitssignalen, in mobilen oder bewegten Maschinen sowie bei Retrofit- und Erweiterungsprojekten. Gerade dort spielt die Möglichkeit, vorhandene Steuerungen und Netzwerke weiter zu nutzen, ihre wirtschaftlichen Vorteile aus. Anwender schätzen zudem die reduzierte Installation durch dezentrale sichere I/O-Module sowie die durchgängige Transparenz von Status- und Diagnosedaten bis in Steuerung und HMI.
Für die Zukunft setzt Phoenix Contact auf eine weitere Vereinfachung von Engineering, Integration und Diagnose. Gleichzeitig gewinnt die Technologie im Kontext von Modularisierung, Retrofit und Remote-Service an Bedeutung. Unverändert bleibt dabei das Grundprinzip: Die Sicherheit entsteht in den SBT-Modulen – nicht im Transportnetzwerk und nicht in der Standardsteuerung.















