Mit den Quoten ist es so eine Sache. Stimmen sie, wird man schnell einmal zum Star, stimmen sie nicht, wird man abgesägt. Dieser beinharten, ausschließlich auf Zahlen und Fakten beruhenden Tatsache sind sich Fernsehmoderatoren genauso bewusst wie Unternehmer. Eine falsche Investition hier, eine unkluge Entscheidung da, und schon rasseln die Umsätze in den Keller. Auf den einmal verdienten Lorbeeren ausruhen spielt es aber auch nicht, denn Stillstand bedeutet bekanntermaßen automatisch Rückschritt. Das Geheimrezept für eine relativ sichere Überfahrt in Richtung Erfolg lautet also: Innovation. Eine Tatsache, der sich auch die österreichischen Firmen zunehmend bewusst werden. So konnte laut Michael Renelt von der Wirtschaftskammer Österreich die Forschungsquote in den heimatlichen Gefilden in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden. Schätzungen der Statistik Austria zufolge wurden im letzten Jahr rund 6,83Mrd. E in Forschung und Entwicklung investiert. Das entspricht zwar nach wie vor erst einer Forschungsquote von 2,54%, aber wir kommen damit den für spätestens 2010 angepeilten 3% schon ziemlich nahe. Einschließlich der aus dem Ausland finanzierten F&E werden rund 62% der heimischen Forschungsausgaben von der Wirtschaft finanziert. Als forschungsfreudigste Branchen taten sich in den letzten Jahren die Elektro- und Elektronikindustrie, gefolgt von der Maschinen- und Metallwaren-Industrie, der chemischen Industrie und der Fahrzeugindustrie hervor. Bei den Unternehmen selbst gilt hierzulande Siemens als höchst spendabel in Sachen Forschung und Entwicklung. Im letzten Geschäftsjahr wurden insgesamt 871,9Mio. E in neue Lösungs- und Denkansätze investiert. Das entspricht einer Steigerung von 14,3% gegenüber 2005/2006. Heuer sollen in jedem Geschäftsbereich der Siemens AG Österreich eigenständige Innovationsprojekte durchgeführt werden. Schließlich strebt man in den nächsten fünf Jahren außer bei der Biometrie und bei der Entwicklung moderner Mautsysteme noch bei drei weiteren Themen die Headquarter-Kompetenz in CEE an. (Sandra Winter)
Die Quoten steigen
\“Forschung ist die Umwandlung von Geld in Wissen, Innovation ist die Umwandlung von Wissen in Geld.\“ (Alfred Oberholz)
Sandra Winter – Edelfeder
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