Bosch Rexroth ist im Geschäftsjahr 2014 gewachsen und erzielte einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro. Bereinigt um die Pneumatikaktivitäten, die zum 1. Januar 2014 verkauft worden sind, steigerte das Unternehmen den vergleichbaren Umsatz des Vorjahres damit um 3,5%. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth, sagte auf der Jahrespressekonferenz des Antriebs- und Steuerungsspezialisten: \“Durch neue Produkte haben wir 2014 einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum von Bosch Rexroth geleistet.\“ Dem Unternehmen sei es gelungen, trotz des schwachen Marktes seinen Umsatz zu steigern. Für das Geschäftsjahr 2015 rechnet Tragl nicht mit konjunkturellem Rückenwind: \“Europa erholt sich nur langsam, und wichtige Wachstumsmärkte wie Brasilien zeigen keine Impulse. Für uns als führenden Anbieter von Komponenten und Systemen für mobile Arbeitsmaschinen wird es auch 2015 in China schwierig, da die Baumaschinenbranche dort erneut rückläufig ist.\“ Das Wachstum in den USA zeigt sich dagegen stabil. Zudem kann Bosch Rexroth durch den Einstieg beim südafrikanischen Vertriebspartner Hytec eine gute Startposition in Afrika vorweisen. \“2015 setzen wir den eingeschlagen Kurs fort. Auch in diesem Jahr arbeiten wir intensiv an der Wettbewerbsfähigkeit aller Bereiche\“, sagte Tragl. Bosch Rexroth setzt auf drei technologische Markttrends: Energieeffizienz, Maschinensicherheit und Vernetzung. Beim Thema Vernetzung, der sogenannten Industrie 4.0, sieht sich das Unternehmen als technologieübergreifenden Leitanbieter. \“Alle Technologien müssen Industrie-4.0-fähig werden\“, ist Tragl überzeugt. Ein Beispiel dafür ist das modular aufgebaute Hydraulikaggregat ABPAC. Es erfasst alle Betriebszustände, wertet sie aus und gibt konkrete Handlungsanweisungen bei Verschleiß. Über offene Schnittstellen können Wartungstechniker per Smartphone die Zustandsinformationen des Aggregates überall und jederzeit auslesen. In Europa konnte Bosch Rexroth seinen Umsatz im vergangenen Jahr in Summe um 4,6% steigern. In den Ländern außerhalb Deutschlands sogar um mehr als acht Prozent. Grund dafür ist ein starkes Wachstum in den Niederlanden, Großbritannien und Italien. In Deutschland dagegen stagnierte der Umsatz entsprechend der allgemeinen schwachen Marktentwicklung. Die Umsatzentwicklung in den USA verlief erneut erfreulich, so dass Bosch Rexroth auf dem amerikanischen Kontinent um mehr als drei Prozent wachsen konnte, trotz deutlicher Umsatzrückgänge in Brasilien. Und auch andere wichtige Wachstumsmärkte schwächelten 2014. \“Vor allem in China und Russland war das Umfeld für die Investitionsgüterindustrie schwierig. Wir erwarten hier auch in diesem Jahr keine nennenswerten Impulse\“, sagte Tragl. Die Betrachtung nach Marktsegmenten zeigt besonders im Bereich der industriellen Anwendungen Umsatzsteigerungen. Hier wuchs der Antriebs- und Steuerungshersteller vor allem in den Branchen Elektronik und Halbleiter, Automotive und Werkzeugmaschinen sowie Energietechnik, Marine und Offshore. Bosch Rexroth konnte in diesen wichtigen Branchen Marktanteile gewinnen. Mit Investitionen in Höhe von rund 112 Millionen Euro ist die Investitionsquote im Verhältnis zum Umsatz stabil geblieben. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen 2014 bei 340 Millionen Euro. Das entspricht mehr als 6% des Umsatzes und liegt damit traditionell über dem Branchendurchschnitt. \“Wir setzen weiterhin auf Innovationen. Auf der SPS/IPC/Drives 2014 und der Hannover Messe 2015 haben wir so viele Neuprodukte in den Markt eingeführt wie lange nicht\“, sagte Tragl. Bosch Rexroth beschäftigte 2014 weltweit rund 33.700 Mitarbeiter, davon rund 16.800 Mitarbeiter in Deutschland. Über 170 junge Menschen haben vergangenes Jahr eine Ausbildung oder ein Duales Studium bei Bosch Rexroth begonnen.
Bosch Rexroth steigert Umsatz trotz schwacher Märkte
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