Die Deutsche Messe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 ihre Position als weltweit führender Anbieter für Investitionsgütermessen gefestigt. \“2014 konnten wir unser Kerngeschäft stärken, im Ausland weiter Fahrt aufnehmen, wir haben das Unternehmen mit neuen Veranstaltungen breiter aufgestellt und unseren Vorsprung im digitalen Geschäft bestätigt\“, sagte der Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Dr. Wolfram von Fritsch, zur Vorlage der Bilanz am Montag in Hannover. Der Aufsichtsrat hatte den Jahresabschluss bei seiner Sitzung zuvor zur Kenntnis genommen. Die positiven Ergebnisse des Wachstums- und Effizienzprogramms 400pro stehen dabei für den richtigen Kurs des Unternehmens. \“Wir liegen für das Geschäftsjahr 2014 bei Umsatz und Ergebnis deutlich über den Vergleichsjahren 2010 und 2012. Für den Umsatz ist das von 2010 auf 2014 eine prozentuale Steigerung um 32%, das Jahresergebnis haben wir sogar um 65% verbessert\“, erläuterte von Fritsch. Die Deutsche Messe schließt das Geschäftsjahr 2014 mit einem Umsatz von 280,6 Millionen Euro (2012: 251,3 Millionen Euro; 2010: 211,8 Millionen Euro) ab. Als Ergebnis weist das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag von -9,6 Millionen Euro aus (2012: -19,8 Millionen Euro; 2010: -27,6 Millionen Euro). Von Fritsch: \“Vor allem aufgrund deutlicher Währungskursschwankungen haben wir die selbst gesteckten Umsatzziele nicht vollständig erreicht, durch Steigerung der Ertragskraft konnten wir dennoch unsere Ergebnisziele übertreffen. Wir kommen unserem Ziel immer näher, von 2017 an dauerhaft profitabel zu wirtschaften und Investitionen aus eigener Kraft finanzieren zu können.\“ Im Kerngeschäft, die internationalen Investitionsgütermessen, baute die Deutsche Messe ihre Stellung im vergangenen Jahr quantitativ wie qualitativ weiter aus. \“Wir sind mit klarem Abstand Marktführer bei internationalen Investitionsgütermessen mit einer Ausstellungsfläche von mehr als 100 000 Quadratmetern. Mit der CeBIT und der HANNOVER MESSE veranstaltet die Deutsche Messe zwei internationale Leitmessen, die als einzige umfassend die Megatrends \’Internet of Things\‘ und \’Industrie 4.0\‘ abbilden. Diese Themen sind in Hannover zu Hause\“, betonte von Fritsch. Die CeBIT fokussiert sich dabei auf die Digitalisierung von Unternehmen, Verwaltung und Gesellschaft. Die HANNOVER MESSE bildet die gesamte industrielle Wertschöpfungskette sowie die vernetzte Fabrik der Zukunft ab. 2014 war für die Deutsche Messe turnusbedingt ein schwächeres Veranstaltungsjahr. Sie richtete insgesamt 134 Messen und Kongresse aus, davon 58 im Ausland. Mehr als 41 000 Unternehmen präsentierten sich den 3,6 Millionen Besuchern. Der Auslandsumsatz 2014 stieg gegenüber dem Vergleichsjahr 2012 um 19% auf 64,6 Millionen Euro. Von Fritsch: \“Die Deutsche Messe hat auch 2014 das rasante Tempo im Ausland beibehalten. Wir haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als 50 neue Auslandsmessen in unser Programm aufgenommen und unseren Umsatz um mehr als 50% erhöht.\“ Beispiele aus dem Geschäftsjahr 2014 dafür sind in Russland die ExpoDrev Russia, die LESPROM-URAL Professional und die ClimatAquaTex, in der Türkei die ICCI, in Indien die CeBIT India und PLUGGED IN sowie die IESS + Industrial Supply India, in China die Shanghai International Aviation & Space Fair und die HEAVY MACHINERY ASIA, in Kanada die CanWEA, in den USA die MDA NORTH AMERICA und in Italien die TPA ITALIA. \“Wir bauen auch weiterhin unsere Auslandsaktivitäten Schritt für Schritt aus, betreiben seit 2014 mit dem ICE in Jakarta, Indonesien, ein weiteres Messegelände und blicken verstärkt auf den nordamerikanischen Markt\“, erläuterte von Fritsch. Mit dem kanadischen Solarindustrieverband CanSIA schloss die Deutsche Messe im Dezember 2014 einen Kooperationsvertrag, wonach sie die Mehrheit an drei Solarmessen des Verbandes, Solar Canada, Solar Ontario und Solar West, übernimmt. Mittlerweile richtet die Deutsche Messe direkt oder von Tochtergesellschaften gesteuert zahlreiche Messen an anderen Standorten in Deutschland aus. \“Inzwischen veranstalten wir als Deutsche Messe AG – und auch unsere Tochterunternehmen spring Messemanagement und Fachausstellungen Heckmann – mehr als ein Dutzend Messen an zehn Standorten in Deutschland und treten als Gastveranstalter auf anderen Messegeländen auf. Wir sind nicht nur im Ausland schnell, sondern sind auch bei der innerdeutschen Expansion Vorreiter\“, sagte von Fritsch. Vorrangig sind dies Themen wie die Altenpflege, Dentalfachmessen, Veranstaltungen für industrielle Oberflächentechnologien und Personalfachmessen. Im digitalen Geschäft erzielte die Deutsche Messe 2014 einen Umsatz von 18 Millionen Euro. \“Wir nutzen digitale Chancen im Messewesen stärker als unsere Mitbewerber und haben unseren Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb bestätigt.\“ Das Tochterunternehmen event it betreut internationale Konzerne bei digitalem Teilnehmer- und Leadmanagement, beispielsweise Volkswagen Nutzfahrzeuge, Vodafone oder SAP. Ebenso trug die 2009 gegründete Tochtergesellschaft Deutsche Messe Interactive (DMI) dank eines weiteren Ausbaus des Portfolios im Bereich der online-basierten Geschäftsanbahnung substantiell zum Umsatz der Deutschen Messe bei. In den vergangenen Jahren legte die Deutsche Messe bei neuen Formaten zu. Individuelle Kundenevents und Incentives, die eine oder zwei Hallen nutzen, oder aber Tagungsbereiche, um einen Kongress und eine begleitende Ausstellung parallel ausrichten zu können, sind stark im Trend. Wichtig für den Erfolg ist die Infrastruktur des Messegeländes. \“Mit dem Neubau der Halle 19/20 können wir unseren Kunden noch bessere Angebote machen. Auch künftig werden wir die Spitzenstellung unseres Geländes durch Modernisierung sichern und in den nächsten Jahrzehnten Stück für Stück aus eigener Kraft investieren\“, sagte von Fritsch. Mit Blick auf das laufende Jahr sagte von Fritsch: \“Das Jahr 2015 startete mit sehr starken Messen. Im Abstand von jeweils gut vier Wochen begrüßten internationale Leitmessen wie die DOMOTEX, die CeBIT, die HANNOVER MESSE, die LIGNA und schließlich im Juni die INTERSCHUTZ hunderttausende Fachbesucher aus aller Welt auf dem Messegelände in Hannover. Alles deutet darauf hin, dass sich diese positive Tendenz bei den anstehenden Herbst-Messen wie beispielsweise infa, BIOTECHNICA und AGRITECHNICA fortsetzen wird.\“ Basierend auf dem aktuellen Planungsstand erwartet die Deutsche Messe für das Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von mehr als 320 Millionen Euro und einen Gewinn von mehr als fünf Millionen Euro.
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