Die zumeist eingesetzten Messverfahren sind: Coriolis, Druckaufnahme, mechanisch-rotierend: (Flügelrad, Ovalrad, Zahnrad), magnetisch-induktiv, Schwebekörper, thermisch, Ultraschall, Verdrängungszähler, Wirkdruck, Vortex-Wirbelzähler. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt von der Beschaffenheit des Mediums, dem Messbereich und der Messgenauigkeit sowie von den individuellen Anforderungen ab. So eignen sich z.B. die magnetisch-induktiven Durchflussmessgeräte nur für leitfähige Medien und ein Durchflussmessgerät, das als Wirbelzähler arbeitet, kann keine Messung von Vor- und Rückfluss vornehmen. Sehr vielseitig: Ultraschall Aus messtechnischer Sicht wäre ein berührungsloses Messverfahren am günstigsten, da es keine Beeinflussung der Messgröße z.B. durch Druckabfall verursacht. Für den Anwender ist es zudem vorteilhaft, wenn keine Unterbrechung von Rohrleitungen durch die einzubauenden Messstrecken erfolgen. Es gibt allerdings nur ein Messverfahren mit dem sich dieser Wunsch erfüllen lässt: das Laufzeitdifferenzverfahren mit Ultraschall. Es benutzt zwei Sender/Empfängerköpfe, die Ultraschall sowohl in als auch gegen die Durchflussrichtung senden und empfangen. Da das Signal gegen die Durchflussrichtung mehr Zeit benötigt, erhält man mit der Laufzeitdifferenz einen Wert, der direkt proportional zur Durchflussgeschwindigkeit ist und multipliziert mit dem Rohrquerschnitt den Volumensdurchfluss ergibt. Da die beiden Sender/Empfängerköpfe nur auf der Rohraußenwand angebracht werden (Clamp on) entsteht kein Druckverlust, die Messung erfolgt berührungslos, wodurch zudem keine Hygienebeeinflussung entsteht. Ein weiterer Vorteil entsteht durch die Nachrüstung ohne den laufenden Prozess zu unterbrechen. Natürlich gibt es bestimmte Einsatzeinschränkungen. Diese können in geringen Durchflussraten oder mit Feststoff beladenen Medien bestehen. Bei einer geforderten höheren Messgenauigkeit, sind Ultraschall Inline-Messaufnehmer für den direkten Einbau in die Rohrleitung oder andere Verfahren am besten geeignet. Sehr robust: Schwebekörper Mechanische Messmethoden zur Durchflussmessung verlieren immer mehr an Bedeutung. Durch Weiterentwicklungen wird versucht diesem Trend entgegenzutreten. Als äußerst robust und preiswert erweist sich z.B. die Volumen-Durchflussmessung mit Hilfe von Schwebekörpern. Eine durch ein senkrecht eingebautes Rohr strömende Flüssigkeit oder Dampf bzw. Gas drückt hierbei den Schwebekörper in die Höhe. Auf einer Skala lässt sich dann der Durchfluss direkt ablesen oder elektronisch auswerten. Das einfache Prinzip hat jedoch seine Tücken, die sich in der Geräteauslegung niederschlagen. Die auf den Schwebekörper wirkenden Kräfte und die Eigenschaften des jeweiligen Mediums bewirken bestimmte Einschränkungen. Dadurch gilt die Skala für Schwebekörper-Durchflussmesser immer nur für ein bestimmtes Medium. Bei Gasen und Dämpfen ist die Skala außerdem nur für eine bestimmte Temperatur und einen bestimmten Druck gültig. Schließlich muss bei Flüssigkeiten die Viskosität des Mediums bei Betriebstemperatur bekannt sein. Hohe Viskosität bzw. ihre Veränderung bei unterschiedlichen Temperaturen, kann aber auch dazu führen, dass der Schwebekörper-Durchflussmesser nicht verwendet werden kann. Bei neuen Varianten sind unterschiedliche Einbaupositionen möglich Diese Modelle reduzieren außerdem die Einflüsse von Viskositätsschwankungen. (ghl)
Marktübersicht Durchfluss-/Strömungs- messsysteme
Durchfluss- und Strömungsmessungen spielen in vielen Branchen ein wichtige Rolle, sei es zur Verbrauchsabrechnung, in Herstellungsprozessen oder zur Gewährleistung der Produktqualität. Wie bei vielen Messgrößen gibt es auch hier unterschiedliche Messmethoden, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben. Unsere Marktübersicht soll Ihnen dabei helfen, das für Sie geeignete Messgerät herauszufinden.
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