SPS: Art-Kon-Tor bezeichnet sich als Business-to-Business Agentur, da stellt sich natürlich die Frage, was unterscheidet das von der klassischen Werbeagentur. Meyer: Eine Menge (lacht). SPS: Erklären Sie doch mal den Unterschied. Meyer: Wir sind auch als klassische Allround-Agentur gestartet, wie das wahrscheinlich auch jede andere Agentur macht. Und irgendwann setzt dann das Denken ein, weil die Kunden nach den Spezialitäten fragen und die Antwort darauf ist dann meist: alles was Sie wollen. Und irgendwann fühlt man sich nicht mehr wohl in seiner Haut. Weil es A, nicht glaubhaft ist, alles zu machen und B, da man auch immer nur in bestimmten Teilbereichen gut ist. Das hat vielleicht auch etwas mit unserer Ausbildung und unserer Herkunft zu tun. Auf diese haben wir uns damals besonnen und uns daraufhin positioniert. Mittlerweile gibt es uns jetzt schon seit 21 Jahren und unsere Herkunft ist durch Technik geprägt und kommt aus dem Ingenieursgeist und auch aus dem Design. Zeiss, Technik, Ingenieursstudium, Designstudium – das ergibt eine wunderbare Mischung. Und natürlich kommt auch noch das Jenaer Umfeld dazu. Das universitäre Umfeld und auch die Mischung daraus. Man sagt sich dann, dass was man gut kann, da ist man gut. Und irgendwann konzentriert man sich dann auf einen bestimmten Bereich. Und so kam vor Jahren der Entschluss, dass wir uns richtig outen und positionieren. Und daher der Zusatz Art-Kon-Tor die \’Business To Business\‘ Agentur. Agentur darum, damit man noch als Agentur wahrgenommen wird. Das Besondere bei uns eigentlich die Mischung, die eine große Rolle spielt. SPS: Das sind bei Ihnen vier unterschiedliche Bereiche, die aber wieder eine gemeinsame Klammer haben. Können Sie diese Bereiche kurz erläutern und erklären, wo sie hier Synergien sehen? Denn sonst könnte man auch sagen, das sind hier vier Themen, also könnte man auch vier Unternehmen machen. Meyer: Es sind vier einzelne GmbHs bzw. vier einzelne Firmen oder auch drei Bereiche und einen Zusatzbereich. Ich fange mal relativ weit vorne an in der Wertschöpfungskette, auch wenn es die kleinste Firma ist. Die Art-Kon-Tor Changeprozesse: dort machen wir sehr viele Workshops und Strategieentwicklung, wo wir relativ weit vorne in der Kette sind, wenn um Beratung und Entscheidungen in Unternehmen geht. SPS: Geht es hier ganz generell um Unternehmensstrategien oder Marketingstrategien? Meyer: Es geht speziell um Unternehmensstrategie und auch im weitesten Sinne um Unternehmensberatung. Es sind strategische Themen die mit Produkten und Unternehmen zu tun haben, aber wir bezeichnen uns nicht als Unternehmensberatung. Überall dort wo Veränderungsprozesse in Unternehmen, bei Produkten, in Dienstleistungen eine Rolle spielen, da kommen die Art-Kon-Tor Changeprozesse ins Spiel. SPS: Können die kurz alle vier Bereiche vorstellen? Meyer: Dann gibt es noch die Art-Kon-Tor Produktentwicklung, hier ist Andreas Martin Geschäftsführer, die Art-Kon-Tor Kommunikation und die Art-Kon-Tor Seriensysteme, die mit in den Bereich Art-Kon-Tor Produktentwicklung gehört. Deswegen sind es eigentlich drei, letztendlich aber vier Bereiche. SPS: Seriensysteme heißt dann auch den Bau und die Herstellung? Martin: Genau, es liegt hier ja nahe, dass wenn man so intensiv an der Entwicklung von Produkten beteiligt ist, diese im Kompetenzbereich dann von der ersten Idee bis zum Prototyp betreut. Da steckt man also weit drin, hier ist also auch das ganze Engineering ein Thema gewesen, die Preisgestaltung und die Kosten. Da liegt es also nahe, wenn die Stückzahlen ausufern, dass wir uns hier auch um die Realisation der Serie kümmern. SPS: Um auf das Thema Synergie zurückzukommen, gibt es Kunden, die verschiedene Dienstleistungen aus den verschiedenen Bereichen in Anspruch nehmen? Meyer: Es gibt Kunden die schätzen es, so wie Art-Kon-Tor aufgebaut ist. Das sind verständlicherweise mittelständische bis größere Unternehmen, die Schnittstellen minimieren wollen. Unternehmen, die so denken, wie wir aufgestellt sind und es im Endeffekt schätzen. Jenoptik oder Zeiss z.B. Entweder man schätzt es auf ganz spezielle einzelne Bereiche zuzugreifen, ohne die anderen betrachten zu müssen oder ich kann die gesamte Linie mitnutzen. Martin: Ich möchte hier noch ergänzen: Die Idee, die dahinter steckt, ist eigentlich relativ simpel. Wenn wir uns als Agentur in die Lage versetzen wollen für den Kunden möglichst umfassend zu arbeiten, dann ist es ja so: Um in jedem Bereich arbeiten zu können, um Schnittstellen zu bieten, dann ist es ja naheliegend, das man nicht nur das Unternehmen an sich, in seinem Auftritt in seiner Marktpräsenz betreut und weiter entwickelt, sondern dass eben auch die Produkte eine Rolle spielen. Das ist eigentlich das Außergewöhnliche, dass wir es im Investitionsgüterbereich tun. Dort sind wir wirklich Spezialisten und behaupten nicht wir können alles, sondern wir können eine Handvoll Branchen bedienen und das gut. Denn am Ende ist es ja ein Großes und Ganzes, was irgendwie einen homogenen Gesamtcharakter haben sollte. Da spielt natürlich der gestalterische, der werbliche, der technische und natürlich der strategische Aspekt mit rein. Und wir sind genau so aufgestellt. Wir haben zu allen Kompetenzbereichen, die unsere Kunden selbst haben, auch unseren eigenen Kompetenzbereich und sind so in der Lage dort wirklich umfassend zu beraten. Das ist immer der Synergieeffekt, der für den Kunden erst einmal vordergründig nutzbringend ist. Denn ist ja auch eine Prozesskette, denn ich entwickle ein Produkt mit dem Kunden gemeinsam. Das heißt, ich stecke im Thema drin und ich kenne alles über das Produkt. Was liegt näher, als das dann auch zu vermarkten!? SPS: Da gehört eine Strategie dazu… Martin: Genau, das kann ja bis zu einer Produktbroschüre gehen, um es mal ganz naiv zu sagen. Und das andere ist, dass es uns auch im Prozess sehr hilfreich ist. Das heißt, wenn das Produkt dann eben vermarktet werden soll, dann kann man hier intern auch schon von den Kompetenzen sprichwörtlich partizipieren, in dem man sich einfach mal einen Mitarbeiter beiseite nimmt, der das Produkt mitentwickelt hat. Das Wissen ist also schon im Haus und kann so auch genutzt werden. SPS: Gerade im B2B Bereich ist das durchaus naheliegend. Die nächste Frage wäre zu unserem Themenschwerpunkt, \’Industrie Design\‘. Es gibt nicht viele Agenturen die so, wie Sie aufgestellt sind. Wie kam es dazu, speziell in diesen Bereich Industrie Design einzusteigen? Meyer: Sie haben es nun relativ weit auseinandergenommen betrachtet, im Großen und Ganzen betrachtet ist es das mit Sicherheit auch. Auf der einen Seite haben wir es mit Marketing zu tun, auf der anderen Seite haben wir die Vertriebsleute – schon diese sind meilenweit auseinander. Und dann kommen noch die Ingenieure und Entwickler hinzu, das ist eigentlich ein Dreigestirn, was in der Regel relativ wenig miteinander zu tun hat. Trotzdem, so wie wir jetzt aufgestellt sind, ist nicht nur eine Konsequenz aus unserer Sicht, sondern auch weil der Markt das so will. Es wird erwartet und gefordert. Wir haben uns immer am Markt orientiert und haben natürlich auch immer unsere Vorstellungen mit rein gebracht. Warum muss es immer nur Spezial-Agenturen geben? Warum bietet nicht einfach eine Agentur in eingeschränkter Ebene, die komplette Linie an? Und das hat uns immer geärgert und daraus ist dann die ganze Art-Kon-Tor-Gruppe entstanden. Diese bildet die einzelnen Bereiche interaktiv ab. SPS: Kam das durch ein konkretes Projekt oder ein bestehender Kunde oder war das Denken schon so von Anfang an? Martin: Wir arbeiten bestimmt schon ca. 17 Jahre in dieser Konstellation zusammen. Es kommt aber auch – wenn wir es naiv formulieren – aus Herr Meyers und meiner Interessenlage heraus. Wir haben beide einen technischen Beruf erlernt und haben danach ein Studium zum Industriedesigner absolviert, das heißt, wir hatten sowohl das technische wie auch das gestalterische Verständnis und dann kaum auch noch hinzu, dass wir eines der ersten Unternehmen waren, das nach der Wende mit viel Pioniergeist gegründet wurde. Dass da nicht sofort die Akzeptanz da war, für alle möglichen Dinge oder Spezialthemen wie Produktdesign, war klar. Man musste da einfach weit gefächerter akquirieren und hat dadurch auch weit gefächerte Aufträge bekommen. Das liegt in der Natur der Sache. Man hat am Anfang mal ein Produktdesign gemacht, und dann hat man eben auch ein Logo entwickeln müssen, weil es gestalterisch Notwendig war und auch die Anfragen so kamen. Das heißt, wir mussten relativ breit agieren und haben dann aber irgendwann gesagt, als wir uns das leisten konnten und Kunden und Budget da waren, dass wir jetzt eine Fokussierung und Spezialisierung machen. Damit wir erkannt werden und etwas besonderes anbieten können. Und darum hat diese Grundüberzeugung und Grundeinstellung unsere Wesen entwickelt. Wir schauen aber auch über den Tellerrand hinaus und sagen, OK Produktdesign ist eine Sache die dem Unternehmen dient aber die Kommunikation des Produktes oder der Unternehmens selbst ist genauso wichtig. Man kann eigentlich schlecht überall eine Scheibe abschneiden: zu sagen das sind Segmente und da hole ich mir die Spezialagentur XY, dann brauche ich noch eine für Messebau, eine für Print und wieder eine andere macht die Web Geschichte und die neue Medien. Zum Schluss habe ich dann ein kunterbuntes Sammelsurium an Medien und Gestaltungsmitteln und an Möglichkeiten wo wir uns gesagt haben, das kann schon für ein mittelständisches Unternehmen, für die wir hauptsächlich arbeiten, eine großer Vorteil sein, wenn wir das alles aus einer Hand im Baukastensystem anbieten.
Vom Marketing bis zum Produktdesign (Teil 1)
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