Die M&A-Aktivitäten in der Maschinenbaubranche haben im Jahr 2014 ein Rekordniveau erreicht. Insgesamt summierten sich die 213 abgeschlossenen und angekündigten Mergers & Acquisitions (M&A) mit einem Mindestwert von 50Mio.USD zu einem Gesamtwert von 127Mrd.USD. 2013 standen zum selben Zeitpunkt 150 Transaktionen mit einem Volumen von 48Mrd.USD zu Buche. Mit Blick auf die Anzahl der Deals entsprach dies einem Plus von 40%, während das Deal-Volumen sogar um über 160% in die Höhe schoss, wie aus einer Studie von PwC. Der Studie zufolge wurden imv vergangenen Jahr 24 und damit mehr als doppelt so viele Mega-Deals wie im Vorjahr (11) abgeschlossen und angekündigt. Auffällig war dabei der hohe Anteil von Investoren aus der Eurozone. Aber auch chinesische Unternehmen waren weiterhin sehr aktiv, nachdem die Deal-Aktivität in China bereits zum Halbjahr das Vorjahresniveau übertroffen hatte. Martin Theben, Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PwC sagte: \“2014 war tatsächlich ein Rekordjahr für Fusionen und Übernahmen im Maschinen- und Anlagenbau. Auch wenn die europäischen Unternehmen sehr aktiv waren, sind sie weit entfernt von blindem Aktionismus. Vielmehr nutzen sie die günstigen Rahmenbedingungen, zum Beispiel den guten Zugang zu Finanzierungen, um jetzt gezielt auf ausländischen Märkten zu investieren\“. Aber auch chinesische Unternehmen waren weiterhin sehr aktiv, nachdem die Deal-Aktivität in China bereits zum Halbjahr das Vorjahresniveau übertroffen hatte. Das Gesamtjahr avancierte dann sogar zum Rekordjahr für Deals mit chinesischer Beteiligung. So waren allein chinesische Maschinenbauer mit 81 Transaktionen an rund 40 Prozent aller Deals weltweit beteiligt. Der Großteil der Transaktionen geht dabei auf chinesische Investoren zurück, die einheimische Unternehmen übernommen haben (72 von 81). Damit steht das Jahr 2014 für die chinesischen Akteure klar im Zeichen der horizontalen Konsolidierung. Demgegenüber gab es auch 2014 vergleichsweise wenige länderübergreifende Transaktionen mit Beteiligung chinesischer Unternehmen: 2014 waren es sieben, im Vorjahr fünf. \“Marktexpansion, Zugang zu neuen Technologien, Digitalisierung und das Heben von Synergieeffekten in der Wertschöpfungskette sind die entscheidenden Zukunftsthemen der Branche. Vor diesem Hintergrund und der fortschreitenden Konsolidierung der chinesischen Wirtschaft rechnen wir auch 2015 mit einer dynamischen Entwicklung des globalen M&A-Marktes im Maschinen- und Anlagenbau\“, merkt Martin Theben an. Zur Methodik der Studie: Die zugrundeliegenden Daten stammen von Thomson Reuters und umfassen nicht nur alle abgeschlossenen, sondern auch alle angekündigten und zurückgezogenen Deals der Branche. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass Deals auch aus kartellrechtlichen Gründen oft erst sehr lange nach ihrer Verkündung tatsächlich abgeschlossen sind. Die Analyse umfasst alle Zusammenschlüsse, Unternehmenskäufe und -verkäufe, Leveraged Buyouts, Privatisierungen und Übernahmen von Minderheitsanteilen mit einem Transaktionsvolumen ab 50 Mio. US-Dollar, die zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 31. Dezember 2014 angekündigt wurden.
2014: Rekordjahr für Fusionen und Übernahmen im Maschinenbau
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