Bereits in der Ausgabe 3 haben wir im Rahmen unserer Artikelserie zu 40 Jahren Geschichte der SPS einen Rückblick auf die Entwicklung der Produktpalette von B&R veröffentlicht. Um Wiederholungen zu vermeiden, beschränken wir uns an dieser Stelle im Wesentlichen auf die Entwicklung der deutschen Landesgesellschaft. Start im Jahr 1983 Gestartet ist man im Jahre 1983 als erste Landesgesellschaft des österreichischen Automatisierungsspezialisten Bernecker und Rainer, der nur vier Jahre zuvor gegründet worden war. Eines der ersten Produkte, das man erfolgreich auf den deutschen Markt brachte, war der UniCount, der noch bis vor kurzem ausgeliefert wurde. Auf Seiten der SPS ist man mit der Reihe Multicontrol gestartet. Schon mit dieser damaligen Steuerung waren die Weichen für das, was man mit den Produkten von B&R verbinden sollte, gestellt, erklärt mir Frank Winter in unserem Gespräch: \’Damals waren die meisten SPSen eine recht simple Sache. Sie hatte nur eine Schnittstelle für das Programmiergerät, ein paar digitale Ein- und Ausgänge und eingeschränkte analoge Ein- und Ausgänge. Unser ausgesprochenes strategisches Ziel war es von Anfang an, auf der Steuerung mehr zu bieten: Schnittstellenvielfalt und komplexe Analogwertverarbeitung haben die Multicontrol gekennzeichnet.\‘ Schon bald darauf kamen Midicontrol und Minicontrol auf den Markt, die hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit etwas eingeschränkt waren. Aber auch diese SPSen verfügten über das Alleinstellungsmerkmal der Wortverarbeitung und wurden erfolgreich auf dem deutschen Markt etabliert. \’Infolge der performanten Analogwertverarbeitung unserer Steuerungen waren wir in der Lage, die Positionierungen von Achsen zu realisieren. Das war mit der BitVerarbeitung damals gängiger Steuerungen nicht machbar.\‘ B&R-Steuerungen besaßen bereits Inkrementalgeberinterfaces, sodass man mit den analogen Ausgängen einen geschlossenen Regelkreis für Antriebsaufgaben realisieren konnte. \’Das waren immer die Stärken unserer Steuerungen: Wir haben Funktionen implementiert, die auf einer SPS nicht üblich waren und Sondergeräten vorbehalten waren.\‘ Basis des Erfolges Auf die Frage, was B&R auf dem stark umkämpften Steuerungsmarkt so erfolgreich gemacht hat, sagt Winter ohne zu zögern: \’Innovationen weit über dem Marktdurchschnitt, sowohl was die Technologien angeht, aber auch was das Verhältnis vom Hersteller zum Kunden betrifft.\‘ Daher sei es auch kein Wunder, dass viele Kunden von damals heute noch zu seinem Kundenstamm gehören. Mittlerweile residiert das Unternehmen, das ursprünglich mit zehn Mann in Frankfurt am Main gestartet war, in einem Bürogebäude in Bad Homburg und beschäftigt deutschlandweit rund 140 Mitarbeiter. Insbesondere auf das Wachstum in der Breite ist man stolz, weil man die Nähe zum Kunden als wichtigen Wettbewerbsfaktor sieht: So unterhält B&R mittlerweile 7 Technische Büros und 9 Vertriebsgesellschaften im gesamten Bundesgebiet. Erfolgreich auch im Automobilbau Für viele Anwender sind Referenzen im Automobilbau besonders wichtig, denn wer unter den strengen Augen dieser Kunden bestehen kann, wird auch im Maschinenbau den Anforderungen gerecht. Auf meine Frage danach fällt Winter die Antwort leicht: \’Bereits im Jahre 1983, also zum Startzeitpunkt, gab es die Aufgabenstellung eines Automobilbauers, einen Software-Regler – oder auch mehrere – auf dem Multicontrol-System verfügbar zu haben. Dieser kam dann wenig später in der Lackiererei des BMW-Werks München zum Einsatz. Für B&R war das der Einstieg in die Automobilindustrie. \’Bei vielen Autoherstellern in Deutschland, aber auch im Ausland, sind wir in diesem Bereich der Medientechnik mittlerweile gelistet. Aber auch im produktionsnahen Bereich sind wir sehr breit vertreten, z.B. mit unseren Power Panels, aber auch mit zahlreichen Maschinen und Anlagen, in denen Automatisierungstechnik von B&R arbeitet. Auch unsere Aprol-Prozessleittechnik wird mittlerweile in vielen Automobilwerken eingesetzt.\‘ Performance Die Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit des Produktes war also ein wesentlicher Baustein des Erfolges von B&R – auch in Deutschland: \’Das ging so weit, dass wir uns die Aufträge herausgepickt haben, die andere nicht oder nur mit einem riesigen Aufwand an Hardware erledigen konnten.\‘ Verfahrens-Know-how Inzwischen sind 25 Jahre vergangen, und die Automatisierungstechnik hat sich rasant entwickelt. Mit Innovationen immer mitten drin ist B&R nach wie vor. Hier ist ein Komplettsystem entstanden, dessen zentrale Komponente das Engineering-Tool \’Automation Studio\‘ darstellt. Hier laufen alle Fäden zusammen. Das Entwicklungswerkzeug nimmt dem Maschinen- und Anlagenbauer viele Programmieraufgaben ab. Wie weit kann das noch gehen, frage ich Frank Winter. \’Das Verfahrens-Know-how muss beim Kunden bleiben. Das ist unsere Denkweise, und das ist auch die Denkweise der Maschinen- und Anlagenhersteller. Diese müssen sich von ihrem Wettbewerb abheben können. Abheben können sie sich aber nur über Innovationen. Daher kann man Lösungen nicht vorkonfektionieren. Man kann aber die Tools in Hard- und Software entsprechend vorbereiten, sodass der Anwender alle anspruchsvollen Aufgaben damit realisieren kann – unter der Verfahrensregie des Anwenders. Und das tun wir!\‘ (kbn) Das Interview führte Kai Binder im März in Bad Homburg. HMI 2008:
25 Jahre B&R \’Innovationen weit über dem Durchschnitt\‘
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