Als NCTE den Aufbau des Drehmomentsensors verbessert hat, um die Drehmomentmesswelle eines berührungslosen Sensorsystems unempflindlich gegenüber axialen Bewegungen zu gestalten, hat die Firma NCTE neben der Kompensation axialer Bewegungen unbeabsichtigt eine berührungslose Positionssensortechnologie entwickelt. Sie ist in der Lage, Bewegungen von 1mm oder weniger (mit einer Auflösung von 1µm) bis hin zu 1m und mehr (mit einer Auflösung von 40µm) linear und absolut zu messen. Die erste Sensorlösung für lineare Positionen von NCTE überwachte die Bewegungen (in einem Bereich von 20mm bis 40mm) von Bohrwellen, Druckluftventilen, hand-betriebenen Schaltern und Näherungsschaltern. Die Sensorlösung wird als SR (für Short Range = kurzer Messbereich) bezeichnet. Schon kurz nachdem die ersten SR-Linearsensorprodukte versendet wurden, fragten die Kunden, ob die Technologie auch für größere Messbereiche angewendet werden kann, z.B. bei Kolben von Druckluftzylindern oder in der Hubhydraulik. Grundmessprinzip Das Grundmessprinzip des SR-Positionssensors beruht auf einer permanenten magnetischen Kodierung des Messobjektes, dessen Bewegungen überwacht und gemessen werden sollen. Nahezu jede Bauform kann dauerhaft mit einem patentierten Magnetisierungsprozess kodiert werden, solange ferromagnetisches Material verwendet wird. Viele Standardindustriestähle erfüllen diese Anforderungen. Der Kodierungsprozess dauert weniger als 30s (abhängig von der Objektgröße) und muss nicht erneuert werden. Es gibt keine speziellen Anforderungen an die Beschaffenheit der Metalloberfläche (d.h. sie kann z.B. lackiert oder mit Öl bedeckt sein). Begrenzter Messbereich Der Messbereich der SR-Sensorkodierung wurde absichtlich auf 25mm begrenzt, um eine möglichst hohe Signalauflösung (besser als 0,05% der Gesamtbreite) und eine gute Gleichtaktunterdrückung zu gewährleisten. Der Aufbau der dauerhaften magnetischen Kodierung kann über den gesamten Umfang der Wellen (über den 25mm axialen Messbereich) aufgebracht werden oder sich auf einen Teil des Umfangs (Segment) beschränken. Als die Anforderungen an den Messbereich auf mehr als 25mm gestiegen sind, entschieden sich die Ingenieure, ein SR-Messelement nach dem anderen auf dem ausgewählten Objekt zu platzieren, bis der gewünschte Messbereich erreicht ist. Am Beispiel eines Messbereichs von 250mm in einem linearen Messsystem (um die Bewegung des Kolbens eines Druckluftzylinders zu überwachen) wurden zehn SR-Messzellen aufeinander folgend platziert. Die Einheit zur Detektierung der Signale (auch Sekundärsensormodul genannt) kann nun innerhalb der zehn SR-Sensorzellen präzise die aktuelle Position bestimmen. Allerdings kann das Sekundärsensormodul den Unterschied zwischen den zehn identisch aufgebauten magnetisch kodierten SR-Messzellstrukturen nicht ermitteln. Somit ist eine absolute Messung und Positionserkennung laut Spezifikation (Positionserkennung auch nach Power on/off) nicht möglich. Aus diesem Grund wird über den gesamten Messbereich eine zweite magnetisch kodierte Sensorspur angebracht. Wird z.B. die erste SR-Messstrecke auf einer Seite des Umfangs (0-6h) über die gesamte Länge des Messbereichs platziert, so wird die zweite Sensorspur auf der gegenüberliegenden Seite (6-0h) angebracht. Aufgrund der unterschiedlichen Magnetsignalmuster der beiden Sensorspuren kann somit jederzeit und in jedem Zustand die exakte Position berechnet werden. Anordnung der Messzellen Die maximale Länge des linearen Sensorsystems wird durch die erzielbare Signalauflösung bestimmt. Je niedriger der Signal-Rausch-Abstand des Signals ist, desto mehr SR-Sensorzellen können nebeneinander angeordnet werden, da sich die SR-Messzellen deutlich voneinander abgrenzen sollten. Zurzeit können mehr als hundert SR-Messzellen in einem Sensorsystem nebeneinander angeordnet werden. Sie ermöglichen somit die Abdeckung eines Gesamtmessbereichs von 2.500mm. Wenn für die erreichbare Signalauflösung jeder einzelnen Messzelle ein Wert von 10µm verwendet wird, kann ein Messbereich von 2.500mm in einer 18Bit-Signalauflösung erfasst werden. Die Auflösung hängt von der Komplexität der verwendeten Elek-tronik ab. Sekundärmodule benötigen wenig Platz Der Platzbedarf der beiden Sekundärsensormodule beträgt 17,5mm Länge. Die Kosten für die spezifischen Komponenten, die für diese Sensorlösung benötigt werden (Signalerkennungseinheit, SCSP-Elektronik, magnetische Kodierung) hängen von der gewünschten Sensorsystemleistung (einschließlich des absoluten linearen Messbereichs), den umgebungsmäßigen Anforderungen der spezifischen Applikation (d.h. Arbeitstemperaturbereich) und den Herstellungsmengen ab. Betrachtet man bisher bekannte, oft kompliziertere Messtechnologien, so sind die linearen Positionssensorsysteme oft eine gute Lösung. Kasten: Leistungen des Sensorsystems: – Absolute lineare Positionsmessung – Es sind weder mechanische Änderungen am bereits existierenden Messkörper nötig, noch wird etwas auf der Welle angebracht. – Es kann in bestehenden Hydraulik- /Pneumatikzylindern angewendet werden. – Hohe Signalbandbreite von bis zu 29kHz – Unempfindlich gegen Schmutz, Wasser und Öl – Kein Einfluss von Stößen und Vibrationen – Arbeitstemperaturbereich (-50 bis +210°C) – Geringer Stromverbrauch von weniger als 50mA (bei +5V Einzelversorgung) – Hohe Durchlaufleistung bei Massenproduktion und geringe Sensorsystemkomplexität – Serienproduktionstauglich – Geringer Platzbedarf
Messen linearer Positionen: Berührungsloses Sensorsystem
-
Neue Füllstandslösung für geschlossene Schmelzöfen
OndoSense hat ein Messsystem zur Füllstandskontrolle von bis zu 1.600° heißen Aluminium-, Stahl- oder Kupferschmelzen in geschlossenen Öfen entwickelt: Mit der neuen OndoSense FurnaceProtect Radarlösung kann der Füllstand…
-
M16-Winkelstecker für Ströme bis 25A
Hummel erweitert sein Portfolio an kompakten M16-Steckverbindern um einen flach dimensionierten Winkelstecker.
-
Online konfigurierbarer 19“-Industrie-PC
Mit dem Controlmaster 1023 4HE IPC bietet ICO einen online konfigurierbaren 19“-Industrie-PC, der Prozessorleistung, Erweiterbarkeit und ein kompaktes 4HE-Rackformat verbindet.
-
Umspritzte Steckverbinder mit Push/Pull-Verriegelung
Mit den M12-Push/Pull-Steckverbindern in Steckerausführung mit Innenverriegelung erweitert Escha sein Portfolio industrieller Verbindungstechnik für anspruchsvolle Anwendungen.
-
Qualitätskontrolle mit Null-Fehler-Strategie
Die Maschine prüft sich selbst
Automatisierte Prüfsysteme stellen in der Fertigung sicher, dass auch ohne menschliches Zutun alles…
-
KI und digitaler Zwilling werden am meisten genutzt
Deutsche Industrieunternehmen setzen bereits auf die Möglichkeiten, die Industrie 4.0 bietet.
-
Kunststoffverarbeitung
Euromap 78 ohne zusätzlichen Schaltschrank: Dezentrale Sicherheit für komplexe Spritzgusszellen
Die Anbindung von Spritzgussmaschinen an externe Sicherheitseinrichtungen ist über Euromap 78 klar geregelt.…
-
Industrial IoT
Ganzheitlicher Engineering-Ansatz für individuelle IoT- und Tracking-Lösungen
Rosenberger verfolgt mit Smart Engineering einen anwendungsorientierten Entwicklungsansatz für industrielle IoT-Lösungen.
-
Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Mai: +1,9% zum Vormonat
Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen…
-
Exporte im Mai: +0,9% zum April
Im Mai sind die deutschen Exporte gegenüber April kalender- und saisonbereinigt um 0,9%…
-
Hersteller von Extruderabzügen setzt auf Präzisionspotentiometer
Poti am Band
Band- und Raupenabzüge sorgen nach dem Extrusionsprozess für die reibungslose Weiterverarbeitung von Kunststoffrohren…
-
Weg- und Winkelmessung für anspruchsvolle Maschinen
Prozesssicherheit im Zehntelbereich
Was zählt in anspruchsvollen Maschinen und Anlagen? Robustheit, Geschwindigkeit, Langlebigkeit – und vor…
-
Elektro- und Digitalindustrie: höchstes Auftragsplus seit zwei Jahren
Die Nachfrage in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie hat sich zuletzt spürbar weiter…
-
Ziehl-Abegg investiert zusätzlich 90Mio.€
Ziehl-Abegg setzt seinen Wachstumskurs mit einer der größten Investitionsoffensiven der Unternehmensgeschichte fort.
-
Ein Überblick über Kriterien, Entwicklungen und Herausforderungen der Standardisierung
Welches industrielle Netzwerk ist das beste?
Die Frage nach dem ‚besten‘ industriellen Kommunikationsnetzwerk beschäftigt seit Jahrzehnten Ingenieure, Automatisierungsexperten sowie…
-
Neuer Geschäftsführer bei Inosoft
Thomas Helmbold (r.) übernimmt die Geschäftsführung der Inosoft AG in der Schweiz und…
-
Siemens PLM Connection 2026 in Seeheim
KI prägt die PLM-Community – Zahlen und Keynotes im Rückblick
Rund 430 angemeldete Mitgliedsfirmen, 29 Aussteller und mehr als 90 Vorträge, Roundtables und…
-
Fördertechnik & Intralogistik
120 Motorrollen unter einer IP-Adresse steuern
Hunderte Motorrollen, zahlreiche IP-Adressen und hoher Engineering-Aufwand gehören in großen Förderanlagen oft zum…
-
HMI
Panel-PC-Plattform bündelt HMI und Steuerung
Wachendorff Prozesstechnik erweitert seine Match-Produktfamilie um Match Control, eine Plattform für Panel-PCs, die…
-
Sensorik
Smart-Measurement-Sensoren wachsen um Miniatur- und Hochleistungsvarianten
Contrinex erweitert sein Portfolio an Smart-Measurement-Sensoren um Miniaturausführungen sowie Varianten mit ActivStone-Beschichtung für…
-
Elektrische Verbindungstechnik
PTFE-Einzeladern für anspruchsvolle Industrie- und Automotive-Anwendungen
Habia erweitert sein Portfolio an Hochleistungskabeln um PTFE-isolierte Einzeladern für anspruchsvolle elektrische Anwendungen.…
-
Marktanalyse von HMS Networks
Industrial Ethernet steigt auf 79%
Jährliche Marktanalyse von HMS Networks für industrielle Netzwerke 2026 sieht Industrial Ethernet in…
-
Ein mit SensoJoints entwickelter Greifer sammelt für das EU-Projekt SeaClear2.0 Müll auf dem Meeresboden
SensoJoints als Gamechanger in der Unterwasserrobotik
Für das von der EU finanzierte Projekt SeaClear2.0 zur Sauberhaltung der Weltmeere mittels…
-
Was Industrieunternehmen bei Bedarfsplanung, Komponentenanalyse und Beschaffung jetzt beachten sollten
Mit vier Tipps die Speicherknappheit meistern
Die Speicherknappheit stellt Unternehmen vor Herausforderungen. System-D, Spezialdistributor für Industrial Storage, rät zu…
das könnte sie auch interessieren
-
CPO Dr. Wilma Kauke im Interview: Wie Lapp Führung und Unternehmenskultur neu denkt
Zwischen KI, Krisen und Fachkräftemangel
-
Hilscher kombiniert Industrial Ethernet, IIoT und CRA-Readiness auf NetX-90-Basis
Neue CifX-PC-Karten für sichere Industriekommunikation
-
Vorzeigeprojekt bei SGAC mit Rittal, Rittal Automation Systems und Eplan
Digitale Exzellenz in China
-
Für sichere Schaltbefehle
Befehls- und Meldegeräte mit externen Kontaktgebern
















