Sechs von zehn Firmen haben eine fundierte IT-Sicherheitsstrategie, bei Großunternehmen sind es acht von zehn, die übrigen arbeiten an der Umsetzung. Ein Umdenken aus Sicht der IT-Entscheider sei vor allem in den Chefetagen zu erkennen. 38% sehen 2017 eine Verharmlosung der Gefahr von Cyberangriffen durch Vorstände und Geschäftsführer. 2015 bemängelte noch jeder zweite IT-Verantwortliche, dass die Risiken unterschätzt werden. Das sind Ergebnisse der ‚Potenzialanalyse Digital Security‘ von Sopra Steria Consulting, für die im April insgesamt 205 IT-Entscheider befragt wurden. Die digitale Sorglosigkeit sei damit in deutschen Unternehmen auf dem Rückzug. Jeder vierte IT-Entscheider wünscht sich weniger Risikobereitschaft bei ihrer Geschäftsleitung. Ebenso viele fordern dort ein stärkeres Bewusstsein, dass nicht nur große öffentliche Organisationen und bestimmte Branchen wie Banken, sondern praktisch jedes Unternehmen das Ziel von Cyberkriminellen werden kann. Den größten Nachholbedarf bei der Formulierung tragfähiger IT-Sicherheitskonzepte hätten die mittelständischen Unternehmen in Deutschland: Rund jeder zweite IT-Entscheider aus einem Unternehmen mit einer Größe zwischen 1.000 und 5.000 Mitarbeitern meldet, an einer ausgefeilten IT-Sicherheitsstrategie noch zu arbeiten. Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern sowie kleine Betriebe seien hier bereits weiter. Rund ein Drittel der IT-Entscheider (32%) gibt neuen Technologien auch dann eine Chance, wenn noch nicht alle IT-Risiken bekannt sind. In 38% der Unternehmen dürfen IT-Projekte erst starten, wenn ein Sicherheitskonzept der IT vorliegt, jede zweite Firma (49%) verlangt das spätestens vor dem Produktivgang einer Anwendung oder eines IT-Systems. Nur in 2% der Unternehmen ist ein IT-Sicherheitskonzept nicht zwingend vorgeschrieben (2015: 10%).
Sopra Steria: Deutsche Wirtschaft wappnet sich gegen Hackerangriffe
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