SE Tylose (Wiesbaden), Teil der Shin‑Etsu‑Gruppe, hat seine Instandhaltung mit SAP PM und dem Argvis Maintenance Portal vollständig digitalisiert und damit einen früheren „Flickenteppich“ aus Excel, Access, Eigenentwicklungen, IBM Notes und papierbasierten Abläufen abgelöst. Hintergrund sind über 30.000 instandhaltungsrelevante Aggregate, rund 70 Mitarbeitende und hohe Anforderungen durch GMP/FDA, Prüfpflichten und komplexe Stillstandsplanung – bei gleichzeitig fehlender Transparenz und Auswertbarkeit der Daten.
Ziel war eine einheitliche, SAP-integrierte CMMS-Plattform: SAP PM wurde zum zentralen Rückgrat ausgebaut (u. a. Störmeldungen, Auftragsplanung, Ressourcenmanagement, Prüfzyklen, Lebenslaufakten), Argvis liefert eine nutzerfreundliche, mobile Oberfläche. Umgesetzt wurde agil mit starkem Nutzerfokus (Scrum, Sprints, Feedbackschleifen), um Akzeptanz und Datenqualität sicherzustellen.
Seit dem Go‑Live Ende 2025 werden Störmeldungen mobil erfasst, Prüfpläne automatisiert und GMP-Dokumentationen lückenlos nachvollziehbar. Medienbrüche, doppelte Datenpflege und Papierformulare wurden weitgehend eliminiert; Prozesse wie Ersatzteilmanagement, Stillstandsplanung und Prüfmittelverfolgung laufen effizienter, und Kosten sind direkt in die SAP-Geschäftsprozesse eingebunden.
Als nächste Schritte sind IoT‑Integration zur Zustandsüberwachung, mehr Predictive Maintenance, weitere Automatisierung sowie ein Rollout in ein Schwesterwerk in den USA geplant. Insgesamt dient die Lösung als digitales Fundament für höhere Effizienz, Qualität und Anlagenverfügbarkeit.
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Go-Live: Daten sind nun nutzbar
Seit Ende 2025 ist das neue System produktiv. Und der Unterschied ist spürbar: Störmeldungen werden mobil erfasst, direkt dokumentiert und digital weiterverarbeitet. Prüfpläne laufen automatisiert, GMP-Dokumentationen sind lückenlos nachvollziehbar. Statt Insellösungen gibt es nun ein durchgängiges System, das Transparenz schafft – und Entscheidungen ermöglicht. Durch die Zentralisierung mit SAP sind Instandhaltungskosten direkt in die Geschäftsprozesse mit eingebunden. Die Bereitschaft der Mitarbeiter, Meldungen digital zu erfassen, ist sprunghaft angestiegen. Prozesse wie Ersatzteilmanagement, Stillstandsplanung oder Prüfmittelverfolgung laufen effizienter und strukturierter. Auch die mobile Nutzung zahlt sich aus: Techniker arbeiten direkt an der Anlage – mit Tablet oder Smartphone. Notwendige Informationen stehen direkt zur Verfügung. Papierformulare, doppelte Datenpflege und langwierige Rückfragen gehören der Vergangenheit an.
Predictive, IoT & globaler Rollout
Das neue CMMS legt die digitale Basis – doch das Potenzial ist damit längst nicht ausgeschöpft. In den kommenden Monaten plant SET die Integration von IoT-Systemen zur Zustandsüberwachung, die stärkere Nutzung von Predictive-Maintenance-Ansätzen sowie eine weitere Automatisierung von Wartungs- und Prüfprozessen. Auch ein internationaler Rollout im Schwesterwerk in den USA ist vorgesehen. Oehler blickt optimistisch nach vorn: „Wir haben jetzt das digitale Fundament – nun können wir unsere Daten gezielt nutzen, um das volle Potenzial auszuschöpfen.“ SE Tylose zeigt, wie ein mittelständisches Unternehmen mit SAP PM und Argvis; Maintenance Portal seine Instandhaltung modernisiert – praxisnah, regulatorisch sicher und zukunftsorientiert. Der digitale Wandel ist kein Selbstzweck, sondern ein klarer Hebel für mehr Effizienz, Qualität und Anlagenverfügbarkeit.
1. Transparenz: Alle relevanten Instandhaltungsdaten sind zentral,
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