2016 wird für Unternehmen in zahlreichen Branchen hart werden, so die Analyse des weltweit führenden Kreditversicherers Euler Hermes. Die aktuelle Studie ‚Let the Sector Games begin‘ untersucht die kurz- und langfristigen Herausforderungen in rund 1.300 Einzelbranchen weltweit und, inwiefern sich Branchenrisiken verändern. Demnach sind zum Jahresende 2015 Risiken nochmals erheblich angestiegen. Die einzelnen Sektoren stehen jedoch vor unterschiedlichen Hindernissen. Die Euler-Hermes-Volkswirte haben 2015 insgesamt 148 Branchen aufgrund steigender Risiken in ihrer Bewertung herabgestuft – dem gegenüber standen gerade einmal 76 Hochstufungen bei verbesserter Lage. „Der Maschinenbau muss sich im Hürden- oder Hindernisslauf messen“, so Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Euler-Hermes-Gruppe. Das Versicherungsunternehmen prognostiziert, dass die niedrigen Ölpreise zu einer Abschwächung der ölbezogenen Investitionstätigkeit um schätzungsweise 25% führen werden. Dies setze wiederum die Maschinen- & Anlagenbauer stark unter Druck. Zudem liegt die Verschuldungsquote im Maschinen- & Anlagenbau bei 92%. Die aufstrebenden Volkswirtschaften der Schwellenländer erlebten 2015 eine noch nie da gewesene Anzahl von (122) Herabstufungen verglichen mit einer nur begrenzten Anzahl von Hochstufungen. Afrika und der Nahe Osten sowie Lateinamerika waren durch 39 beziehungsweise 34 Herabstufungen der Branchenrisiken gekennzeichnet. Brasilien liegt mit 15 von 18 Branchen quasi im Auge des Sturms. Dort muss man sich auf ein gesteigertes bzw. hohes Risiko von Zahlungsausfällen einstellen. Im Gegensatz dazu hat die Entwicklung in Westeuropa innerhalb der weltweiten Risikoprofile mit 24 Hochstufungen bei den Branchenrisiken ausgleichend gewirkt. Mit Klick auf den Button können Sie ein PDF der Studie downloaden.
Studie von Euler Hermes zeigt weltweiten Anstieg von Branchenrisiken
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