Lösungen für die Märkte der Zukunft

Die Zahl der Mitarbeiter von Phoenix Contact stieg im Laufe des Jahres allein an den zwei Standorten des Headquarters, in Blomberg und Bad Pyrmont, um 500 MitarbeiterInnen. Derzeit sind ca. 11.000 Mitarbeiter bei Phoenix Contact beschäftigt. Die Wachstumsdynamik des Jahres 2010 sowie des ersten Halbjahrs 2011 hatte zu zahlreichen baulichen Erweiterungen geführt (wir berichteten). Am Standort Nanjing in China steht der Bezug des größten je errichteten Gebäudes in der Phoenix Contact-Gruppe unmittelbar bevor. In Nanjing konnte Phoenix Contact in diesem Jahr das fünfjährige Bestehen der lokalen Entwicklungsgesellschaft feiern. Mit mehr als 25.000m² zusätzlicher Produktions- und Logistikfläche erhält der Standort Raum für das Wachstum der nächsten Jahre. In der Türkei hat Phoenix Contact seine Präsenz, neben der schon mehr als 25 Jahre alten Vertriebsgesellschaft, mit einer Produktionsgesellschaft verstärkt. Seit Mai dieses Jahres werden in Bursa auf rund 625m² Fläche Produkte für den türkischen Markt gefertigt. Produktneuheiten auf der Messe Auf der Messe präsentierte das Unternehmen zahlreiche neue Produkte, darunter auch Entwicklungen auf Basis des mit Siemens gemeinsam entwickelten Profinet Chip TPS-1 (Tiger Chip). Auf dem Messestand war erstmals eine Montagemaschine, die den Profinet IRT-Standard nutzt, um eine komplette Synchronität beim Einlesen, Verarbeiten und Ausgeben von Prozesssignalen sicherzustellen. Die Produktfamilie der Kleinsteuerungen der 100er Leistungsklasse hat Phoenix Contact um weitere fünf Mitglieder verstärkt. Sämtliche Geräte besitzen einen SD-Karten-Slot, sodass sich ihre Flash-Speicherkapazität auf bis zu 2GB erhöht. Damit eignen sich die Controller, die in das Inline E/A System integriert sind, insbesondere für Datenlogging-Applikationen. Alle neuen Steuerungen unterstützen jetzt Modbus/TCP in der Firmware. Ein Schwerpunkt der Neuheiten 2011 ist die komplette Produktfamilie unterbrechungsfreier, intelligenter Stromversorgungen (Quint-UPS mit IQ-Technology). Die Intelligenz der Stromversorgung zeichnet sich dadurch aus, dass sie zu jeder Zeit zu 100% den Zustand ihrer Speichermedien kennt und die Restverfügbarkeit ihrer Anlage genau bestimmt werden kann. Die Besonderheit ist, dass sämtliche verfügbare Speichertechnologien wie Pufferkondensatoren, Akkubatterien und erstmals auch Lithiumbatterien damit kombiniert werden können. Das 2010 eingeführte Axioline System hat Phoenix Contact erweitert. Neben dem Profinet-Buskoppler gibt es jetzt auch eine Sercos III-Anschaltung. Axioline ermöglicht dabei die volle Ausnutzung auch der kurzen Sercos Zykluszeit von 31,25ms über mehrere E/A-Stationen hinweg.