Modbus in S7 Automatisierungsplattform integriert

Durch Anwendungsprojekte mit Energiemessgeräten wurden die Insevis-Ingenieure mit der Modbus-Problematik konfrontiert und ermutigt, neben den bestehenden Schnittstellen wie Ethernet, CAN, RS232 und RS485 auch noch die Protokolle Modbus-RTU und -TCP in den Basisumfang aller Insevis-S7-SPSen zu integrieren. Eine wichtige Kundenforderung war die Vereinfachung der Zuordnung von Modbusregistern und S7-Operanden durch wenige Mausklicks in einem logisch aufgebauten und einfach zu bedienenden Konfigurationstool. Zusätzlich sollen Kommunikationseinstellungen auch durch den zugangsberechtigten Operator selbst am Panel vorgenommen werden können, um Inbetriebnahmen zu vereinfachen. Die Ausstattung der Insevis-S7-CPU kommt dem Vorhaben entgegen; Ethernet (mit den Protokollen RFC1006, UDP und TCP) sowie eine RS485-Schnittstelle (mit einem freiem ASCII-Protokoll) sind bereits auf allen Baugruppen vorhanden. Die Konfigurationssoftware ConfigStage ermöglicht es bereits, viele andere Protokolle einfach zu parametrieren. Technologie und Wirtschaftlichkeit Die S7-SPSen von Insevis sind einfach zu programmierende und leicht zu handhabende S7-Steuerungen für kleine und mittlere Maschinen und Anlagen, welche die Mehrheit der Automatisierungs­lösungen ausmachen. Besonders die S7-Steuerungen mit integ­riertem TFT-Farb-Touchpanel von 3,5\“ bis 10,2\“ ermöglichen in diesem Gebiet neue Lösungen unter Step7, die bislang nicht denkbar waren. Egal, ob auch Onboard-Peripherie verwendet wird, immer sind verschiedene dezent­rale Lösungen möglich. Auch im Bereich intelligente Antriebe ist die Schnittstelle durch CANopen mit S7-Treiberbausteinen sauber definiert und dokumentiert. Insevis ist es damit gelungen, den neuesten Stand der Technik mit komplexen Steuerungsfunktionen für die breite Masse der S7-Programmierer verständlich zu erschließen. Damit können Anwender einen technologischen Produktvorsprung erreichen, ohne ihre Kalkulation zu gefährden oder sich von externen Technologieberatern abhängig zu machen. Diese Zusatzfunktionen, die den hohen Nutzen aller Insevis-Steuerungen ermöglichen, können effektiv nur wirtschaftlich genutzt werden, wenn deren Parameter für S7-Anwender leicht verständlich eingestellt und die Daten transparent übergeben bzw. übernommen werden. Genau das ist mit einem neuen Insevis-Tool möglich. Konfigurationssoftware Insevis hat mit dem Konfigurationstool ConfigStage eine Lösung gefunden, die neue Maßstäbe für Ergonomie setzt. Es ermöglicht das Einbinden von Modbus RTU und TCP in die S7-Programmierung fast ohne Expertenwissen. Für die Anbindung von Modbus RTU-Partnern können die Insevis-S7-Steuerungen wahlweise als Master oder Slave fungieren. Für die Verwendung als Modbus RTU/TCP Master (Client) steht je ein S7-Treiberbaustein zum Datenaustausch mit einem Modbus-Server zur Verfügung. Für die Verwendung als Modbus RTU/TCP Slave (Server) werden in der ConfigStage mit wenigen Klicks die Baudrate, das Datenformat und Knotennummer bzw. die TCP/IP-Verbindungsparameter eingestellt und die S7-Operandenbereiche den Modbus-Eingangs- und Ausgangsbits und -registern zugeordnet. Neben Modbus-TCP können die S7-SPSen auch via CAN, RFC1006, TCP und UDP kommunizieren. Auch hier werden die Verbindungsparameter einfach in die ConfigStage eingetragen. Fazit Die einfache und transparente Integration zusätzlicher Protokolle durch die Software ConfigStage ist die Realisierung des unternehmenseigenen Anspruchs, durch Wirtschaftlichkeit die Verwendung neuer Technologien dem S7-Anwenderstamm zu ermöglichen, ohne seine angestammte S7-Programmierumgebung zu verlassen. Zusammen mit dem ebenfalls einfach zu bedienenden und umfangreichen Visualisierungstool VisuStage kann die Performance von S7-Panel-Steuerungen auch im preissensitiven Massenmarkt gesteigert werden, ohne dass es ein Verlustgeschäft wird.