Was sich hier an diesem Montag trifft, ist die virtuelle Entwicklungsabteilung für eine innovative Medikamentenzuführung eines der führenden internationalen Pharmahersteller. Der Part von Bühler Motor: Die Entwicklung des kompletten Teilsystems zur Applikation des Wirkstoffs inklusive Antriebsmotor, Getriebe, Elektronik und Medikamentenzuführung, punktgenau abgestimmt auf das sensible Umfeld einer Healthcare-Anwendung. Vor nicht einmal dreißig Jahren wären mit der Entwicklung solch komplexer Anwendungen in großen Industrieunternehmen ganze Etagen voller Zeichenmaschinen auf Jahre hinaus beschäftigt gewesen. Heute entwickeln wechselnde Teams aus Spezialisten verschiedener Systemlieferanten und Zulieferer im Rahmen des Simultaneous Engineering solche Produkte in weniger als einem Jahr. Time to Market – Zeit ist Geld Schon am Abend desselben Tages reisen alle Teilnehmer weiter quer durch den Kontinent zu ihren eigenen Teams um mit neuen Erkenntnissen, Vorgaben und Anforderungen parallel an der Entwicklung dieser hochintegrierten Applikation zu arbeiten. In wenigen Wochen wird sich diese Zusammenkunft wiederholen, irgendwo in Europa, an einem für alle Teilnehmer möglichst verkehrsgünstig gelegenen Ort. Time to market heißt das alles beherrschende Stichwort. Während in unserer gewohnten Welt in der Regel spätestens zwölf Monate vor dem Produktionsanlauf der \’Design Freeze\‘ greift, muss diese Zeit hier für die komplette Entwicklung ausreichen, von der ersten Skizze bis zum serienfallenden Teil. Ohne Flexibilität ist alles nichts Geschwindigkeit also, ist die eine große Herausforderung. Flexibilität, die Zweite. Bei einem hochintegrierten Handheld Device bedeutet nämlich jede Änderung einer Teilkomponente, Auswirkungen auf eine Vielzahl anderer Bestandteile des Produkts. Das einzige, was wirklich konstant bleibt, ist das Lastenheft mit den Anforderungen, die das fertige komplette Endprodukt am Point of Care leisten soll. Ach ja, nicht zu vergessen auch der Zeitrahmen ist fix und ebenso das ehrgeizige Kostenziel. Während also die Entwicklung auf dem Weg zum Ziel Schritt für Schritt voranschreitet, ändern sich gerade in der Anfangsphase die Spezifikationen für die einzelnen Komponenten in höchst dynamischer Art und Weise. Jede Änderung aber hat zwangsläufig Auswirkungen auf unzählige weitere Faktoren, auf Einzelkosten, auf Material- und Energieverbrauch, auf das Qualitätsmanagement, aber auch auf Industrialisierung und Serienfertigung. Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation Was hier nicht von ungefähr so klingt, wie eine hochkomplexe Jonglage bei der ständig ein Dutzend Bälle in der Luft sind, erfordert von den beteiligten Entwicklern besondere Fähigkeiten und Eigenschaften. Diese wiederum brauchen ein entsprechendes Unternehmensumfeld um zu voller Blüte kommen können. Starke Hierarchien, Abteilungsdenken und Dienst nach Vorschrift sind hier nämlich höchst kontraproduktiv. Täglicher Austausch, Telefonkonferenzen, Webex-Meetings: Permanente und rückhaltlos offene Kommunikation mit dem Kunden, mit allen am Projekt beteiligten Entwicklungspartnern und Zulieferern, aber auch mit allen inhouse betroffenen Funktionen ist der zentrale Schlüssel zum Erfolg. Klar definierte Schnittstellen zwischen den Simultaneous Engineering Teams sind die Voraussetzung und alle Partner haben sich zum Start commited, mit welchen CAD-Systemen in welcher Version gearbeitet wird, wie die Daten und wo abgelegt werden, etc. Professionelles Projektmanagement Eine entsprechend hohe Verantwortung fällt dem Projektleiter zu, der den ständigen Austausch gewährleisten muss. Wichtig ist auch, dass von Anfang an wirklich alle Funktionen, wie Einkauf, Qualität, Industrialisierung und Produktion mit am virtuellen Tisch sitzen. Denn auch intern erfolgt die Arbeit parallel und nicht konsekutiv. Die Anforderungen müssen immer wieder in die Hard- und Softwarespezifikationen für das jeweilige Teilsystem heruntergebrochen werden. Nur so ist gewährleistet, dass keine Details außer Kontrolle geraten und Risiken übersehen werden. Ein nicht zu unterschätzendes Detail: Der Projektleiter muss wirklich Entscheidungen treffen können und nicht auf den Gang durch die Institutionen angewiesen sein. Bei Bühler Motor setzen wir auf professionelle Projektleiter und schieben die Projektleitung nicht wie einen Wanderpokal im Kreis herum. Mit Simulationen schneller zum Ziel Wichtigstes Werkzeug bei der Entwicklung selber sind komplexe FE-Simulationen. Mit ihrem Einsatz können Änderungen schnell auf ihre Auswirkungen hin untersucht und verschiedene alternative Ideen gründlich durchgespielt werden. Auch unzählige Testschleifen lassen sich mit den Simulationen einsparen. Ohne die Simulationen wären so kurze Entwicklungszeiten überhaupt nicht denkbar. Eigenes Testing: Mehr als ein gutes Gefühl Bei Bühler ist man in der glücklichen Situation, über einen eigenen Musterbau und ein umfangreiches Inhouse-Testing zu verfügen. Das Testing ist sozusagen die Stunde der Wahrheit und gibt endgültig Sicherheit darüber, ob alle Simulationen und Überlegungen richtig waren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Anforderungen an Geschwindigkeit und Flexibilität in den letzten Jahren deutlich verändert haben. Bei Bühler hat man sich früh auf diese Entwicklung eingestellt und die Prozessfähigkeit systematisch in Richtung des Simultaneous Engineering ausgebaut. Mit der Übernahme der Komplettverantwortung für ganze Systemlösungen oder Teilsysteme kann das Unternehmen seine Kunden wirkungsvoll entlasten. Das Entwicklungsprojekt wurde übrigens inzwischen erfolgreich abgeschlossen und das Produkt befindet sich aktuell in der klinischen Erprobung.
In zwölf Monaten von der Idee zum fertigen Produkt Bühler Motor: Simultaneous Engineering für innovative Lösungen in Medizintechnik und Pharma
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