Bei unserem bodennahen System zur einachsigen Nachführung von bis zu 36kWp installierter Leistung je Einzelanlage spielt neben der geringen Windanfälligkeit die geringe Bauhöhe eine wesentliche Rolle\“, erklärt Dipl.-Ing. (FH) Andreas Fleischmann, Managing Direktor der RWenergy GmbH in Schwandorf. Wie er hinzufügt, haben die Behörden gerade in Spanien aus den Bausünden der Vergangenheit gelernt. \“In Bezug auf das landschaftliche Erscheinungsbild sind sie sehr sensibel geworden. Die Hürden für die Genehmigung von Baumaßnahmen werden immer höher. Da unsere Nachführung unter 2m bleibt, haben wir hier Wettbewerbsvorteile. Bis Mitte des Jahres werden wir allein in Spanien mindestens 300 Anlagen installiert haben\“, erklärt Fleischmann. Auch in weiteren Anrainerstaaten im Mittelmeerraum interessiert man sich mittlerweile für das zum Patent angemeldete Nachführsystem s:wheel. Energiekette frei liegend Die Nachführung basiert auf tausendfach in der Automobilindustrie eingesetzten Komponenten und Konstruktionsprinzipien. Im Grunde handelt es sich um bewegten Stahlbau. Die Energiezuführung muss dabei einfach in der Handhabung und unempfindlich sein. \“Da die Energiekette weitgehend ungeschützt im Freien liegt, dürfen ihr Staub, Sand, Regen und Hitze nichts ausmachen\“, sagt Dipl.-Ing. (FH) Gerhard Dirscherl, Leiter der Entwicklung. \“Dazu kommt ein Drehmechanismus, dem sie auf Dauer gewachsen sein muss.\“ Deshalb werden in den Photovoltaik-Anlagen die mehrdimensional beweglichen Triflex R-Energiezuführungen in der geschlossenen Ausführung TRC 70 verwendet. Sie wurden von der igus GmbH für Roboteranwendungen entwickelt. Auch tribo-optimierte Polymergleitlager von igus kommen zum Einsatz. \“Wir sind von unserem System so überzeugt, dass wir in Kombination mit einem Wartungsvertrag eine Gewährleistung von 25 Jahren geben. Damit bieten wir auch Investmentfonds die geforderte Sicherheit\“, erläutert Andreas Fleischmann. Erneuerbare Energien im Kommen Die RWenergy GmbH gehört zur Josef Rädlinger-Unternehmensgruppe in Cham und hat sich auf dem Gelände eines ehemaligen Kraftwerks angesiedelt. Dort betreibt das Unternehmen auf dem Dach einer ehemaligen Rauchgasentschwefelungslage in 66m Höhe seine Versuchsanlage. Im Juli 2006 gegründet, konnte bereits im Dezember 2006 das erste Projekt in Spanien realisiert werden. Verteilt über ganz Spanien sind mittlerweile vier Projekte mit über 300 s:wheel-Anlagen realisiert worden. Eine Anlage besteht aus einem Rad mit einem Durchmesser von je 25m. Sie wird auf Fundamente oder Erdnägel montiert. Das bodennahe und damit Wind-unempfindliche System ist für viele Modultypen geeignet. Bei einer installierten Leistung bis 36kWp hat es eine bis zu 30% höhere Ausbeute als stationäre Anlagen. Während die erste kleine Photovoltaik-Anlage mit insgesamt 200kWp installierter Leistung in einem spanischen Weingut in Betrieb gegangen ist, ist die eigentliche Zielklientel der Kraftwerksbau. \“Wir bauen Anlagen, die 5 bis 8MW groß sind, das bedeutet, dass allein die Grundstücksflächen zwischen 80.000 und 150.000m² betragen müssen\“, so Andreas Fleischmann. \“Zurzeit realisieren wir noch keine Sonderwünsche, sondern bewegen uns im Gleichteilbereich, werden unsere Produktpalette aber weiter ausbauen, um beispielsweise sonnige Hanglagen nutzen zu können.\“ Das Unternehmen blickt mehr als optimistisch in die Zukunft. Zu dritt gestartet, sind heute am Standort in Schwandorf und im Mutterhaus in Cham etwa 300 Leute beschäftigt. Anlagen folgen dem Sonnenverlauf Jedes Kind lernt schon in der Schule, dass die Sonne im Osten aufgeht und im Westen untergeht. In diesem Fall handelt es sich um einen Sonnenverlauf von 180°. \“So genau stimmt das allerdings nicht\“, erzählt Gerhard Dirscherl. \“Das ist abhängig von der Jahreszeit. Beispielsweise am Standort in Schwandorf haben wir im Juni einen maximalen Sonnenverlauf von 240° im Azimut. In der Höhenbewegung, der Elevation, kommen wir auf max. 60°. Beide Bewegungen führen zwar in den Anlagen zu mehr Ertrag, rechnen sich aber nicht mit den Mehrkosten, sodass wir die zweite Achse meist nicht mitbewegen.\“ Die einachsigen Nachführungssysteme können bis maximal 270° schwenken. \“Pro Tag haben wir ca. 25 Schaltungen. Die Energiekette bewegt sich also mit einer ganz geringen Geschwindigkeit. In ihr werden die Solarleitungen, die den Strom von den Solarmodulen wegleiten, sicher geschützt und geführt. Je nachdem, wie die Anlage geschaltet ist, handelt es sich um Wechsel- oder Solar- bzw. Gleichstromleitungen\“, erläutert Gerhard Dirscherl das Prinzip. Der Strom kann nur am Drehzentrum weggeführt werden. Hier kommt es zur stärksten Beanspruchung der Triflex R-Energiekette. Während das komplette Gehäuse starr bleibt, erfährt die Energiezuführung mit jeder Schaltung eine radiale Bewegung, sodass sie im Verlauf immer stärker beansprucht wird. An einer Stelle wird sie mit einer Art Balancer auf Zug gehalten und schleift nicht zu stark am Boden, wenn die Anlage nachts in ihre Ausgangsposition zurückdreht. Zugfeste Energiezuführung
Zwischen Staub, Sand, Hitze und Regen: Energiekette bringt Bewegung in Photovoltaik-Anlage
-
-
Skalierbare IPC-Plattform
Spectra bietet mit der MD-3000-Serie von Cincoze eine modulare Embedded-Computer-Plattform an, die speziell für Machine-Vision-Anwendungen ausgelegt ist.
-
Retrofit für die Industrie 4.0
So lassen sich alte Steuerungen wirtschaftlich OPC-UA-fähig machen
Viele Produktionsanlagen arbeiten noch mit Steuerungen, die seit Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst verrichten. Für Industrie-4.0-Anwendungen müssen diese Systeme jedoch zunehmend in moderne Datenarchitekturen eingebunden werden. Retrofit-Lösungen ermöglichen es,…
-
KI perfektioniert Phishing-Angriffe – von personalisierten Mails bis zu Voice Cloning
Wenn Maschinen Vertrauen imitieren
Die KI generiert nicht nur immer neue Hacker-Tools, sondern verbessert die Glaubwürdigkeit von Phishing Mails durch perfide Tricks. Doch auch die Gegenseite rüstet sich mit KI-Tools gegen digitale…
-
Interview: Wie neue EU-Regularien Maschinenbauer zu sicheren Kommunikationsarchitekturen zwingen
„Cybersecurity ist heute keine Option mehr“
Mit neuen regulatorischen Vorgaben wie dem Cyber Resilience Act steigt der Druck auf Maschinenbauer und Gerätehersteller, Cybersecurity systematisch in ihre Produkte zu integrieren. Gleichzeitig eröffnet eine sichere Kommunikationsinfrastruktur…
-
ABB Robotics ernennt neuen Cluster-Manager für DACH-Region
ABB Robotics hat Marc-Oliver Nandy zum Cluster-Manager für die DACH-Region ernannt.
-
Für sichere Maschinennetzwerke
Industrial Security-Gateway und Maschinenfirewall
Sichere Maschinennetzwerke werden mit den aktuellen Vorgaben der Europäischen Maschinenverordnung und der IEC62443…
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible…
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der…
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
das könnte sie auch interessieren
-
Warum KI im Mittelstand einen neuen Ansatz braucht
Vom Hype zur Wirkung
-
Klaus Conrad – Unternehmer, Visionär, Möglichmacher
90 Jahre Pioniergeist
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
















