Profactor live in München

Wenn von 10. bis 13. Juni die Automatica ihre Pforten öffnet, ist unter den rund 900 Ausstellern aus knapp 40 Ländern auch Profactor mit dabei. Die Steyrer wollen sich in München wieder mal als kreativer \’Sparringspartner\‘ der Industrie präsentieren. \’Die Lösungen, die wir für unsere Kunden erarbeiten, müssen vor allem eines können: Nutzen stiften. Bildlich gesprochen, trainieren wir mit unseren Auftraggebern und entwickeln mit ihnen gemeinsam Strategien, damit sie im Wettbewerb erfolgreich sein können\‘, erklärt Friedrich Mader, Geschäftsführer bei Profactor. Diesen Worten lassen die Forscher auf der Fachmesse in München natürlich gleich Taten bzw. Produkte wie beispielsweise konkrete Ergebnisse aus dem EU-Forschungsprojekt \’DynaVis\‘ folgen. Ziel dieses Projekts ist es, Lernverfahren für Oberflächeninspektionssysteme zu entwickeln, die in der Qualitätssicherung eingesetzt werden können. Ein mögliches Einsatzgebiet wäre laut Christian Eitzinger, Fachbereichsleiter Bildverarbeitung bei Profactor, die Inspektion von bearbeiteten Gussteilen, bei der es um die Analyse von Oberflächen und das Aufspüren von Kratzern, Graten, Spänen oder Ausbrüchen geht. In einer Kooperationsphase, in der Mensch und Maschine die zu prüfenden Teile gleichzeitig bewerten, lernt das System nach vergleichsweise kurzer Zeit die Entscheidungen des Menschen mit hoher Genauigkeit zu reproduzieren. Dazu werden Technologien wie regelbasierte Klassifikationsverfahren, neuronale Netze oder fuzzy logic eingesetzt. \’Wir lösen das Problem mit Methoden des maschinellen Lernens. Konkret sind da Entscheidungsbäume und andere Arten von Klassifikatoren drin, die lernfähig sind und die sich dann an die Infos vom Menschen anpassen. Die Eingangsdaten für diese Gut-Schlecht-Entscheidung kommen aus der Bildvorverarbeitung, die applikationsabhängig implementiert werden muss\‘, beschreibt Eitzinger. Ein weiterer Ausstellungsschwerpunkt der Steyrer auf der Automatica ist die videobasierte Prozessüberwachung. Damit sind auch komplizierte Prüfungen, wie zum Beispiel \’Teil nicht vollständig gegriffen\‘, möglich, die durch herkömmliche Sensoren nur schwer bzw. mit enormem Aufwand zu realisieren sind.