11. VDMA Ethernet-Tag \’Ethernet und Energie\‘: Kein Energiestandard in Sicht

Ein Fazit schon vorweg: Der 11. VDMA-Ethernet-Tag \’Ethernet und Energie\‘ hat gezeigt, dass den Anwendern in nächster Zukunft sicherlich kein protokollübergreifendes Energieprofil zur Verfügung stehen wird. Nach wie vor setzen die Nutzerorganisationen auf unterschiedliche Konzepte. Doch mit neuen Ethernet-basierten Maschinen-Konzepten können Maschinen- und Anlagenbauer bereits heute Energiespar-Potenziale für die Betreiber erschließen. Während der Veranstaltung diskutierten die Teilnehmer ganz unterschiedliche Ansätze, mit denen Energie eingespart werden kann. Zunächst stellte Prof. Dr. Frithjof Klasen (Bild l.), Fachhochschule Köln, Institut für Automation und Industrial IT, und Vorstand der Profibus Nutzerorganisation e.V., Energieeffizienz in der Produktion mit Profienergy vor. \“Mit Profi­energy wollen wir erreichen, dass entsprechende Anlagenelemente sicher in einen Energeisparmodus geschaltet werden und sicher wieder anlaufen\“, erklärte er. Außerdem sei häufig eine Änderung der Anlagenkonzepte notwendig, um Profienergy optimal nutzen zu können – Anlagenbereiche müssen einzeln abschaltbar sein. Ähnlich wie bei Profinet bietet sercos international e.V. ein Energieprofil für sercos III an: sercos Energy. Wie Peter Lutz erklärte, umfasst dies das standardisierte Ansteuern von Energiesparzuständen und -funktionen in Pausen, auch mit automatischem Wiedereinschalten, sowie die direkte Vorgabe von Energiemodi und Energiesparfunktionen. Grundlage: Energieverbrauch ermitteln Wie kann der Energieverbrauch kompletter Maschinen überhaupt ermittelt werden? Diese Frage beantwortete Günter Grimm (Bild r.), Leiter Software/Steuerungstechnik der KraussMaffei Technologies GmbH anhand einer Varan-basierten Lösung. Für die Erfassung und Darstellung aller Energieverbraucher in der Steuerung für das jeweilige Produkt wurden im präsentierten Beispiel mehrere über Varan vernetzte Messmodule von Sigmatek eingesetzt, um den Produktionsprozess anschließend mit dem BluePower Energie-analysetool zu optimieren. Auf einen ganzheitlichen Ansatz zum Energie-Management wies auch Christoph Behler Senior Business Development Manager bei Mitsubishi Electric Europe BV hin. Er stellte eine Lösung vor, die CC-Link IE und das Energy Control Pack verwendet. Mehr als Abschalten: optimierte Prozesse