BMWi: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember

Die deutsche Wirtschaft bleibt auf Expansionskurs. Die Industrie startete positiv in das Jahresschlussquartal und hat begonnen, ihre Schwächephase des 3. Quartals zu überwinden. Nach drei Monaten mit rückläufiger Nachfrage zogen die Auftragseingänge zuletzt wieder etwas an. Impulse kamen sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland. Auch das Geschäftsklima in der Industrie erholte sich im November deutlich. Insbesondere die Geschäftserwartungen haben sich nunmehr drei Monate in Folge merklich verbessert. Die Konjunktur in den stärker binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungsbereichen ist weiter stabil aufwärtsgerichtet. Eine zentrale Rolle für die robuste binnenwirtschaftliche Entwicklung spielt dabei nach wie vor die anhaltend positive Lage des Arbeitsmarktes mit einer hohen und weiter steigenden Beschäftigung und einer guten Einkommensentwicklung. Weitere Stützen der Konjunktur bleiben der niedrige Ölpreis und der für die Exportwirtschaft günstige Wechselkurs des Euro. Insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung in Deutschland auch im Schlussquartal ausgeweitet werden. Die Entwicklung der Weltwirtschaft verlief in diesem Jahr schwächer als erwartet. Insbesondere die Nachfrage aus den Schwellenländern zeigte sich weniger dynamisch. Die Wirtschaft der rohstoffexportierenden Schwellenländer wie Russland oder Brasilien wird nach wie vor durch das niedrige Öl- und Rohstoffpreisniveau belastet. In den Industrieländern war das Wirtschaftswachstum dagegen relativ robust. In den Vereinigten Staaten stieg das Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal auf das Jahr annualisiert um 2,1%. Im Eurogebiet setzte sich die moderate konjunkturelle Erholung fort. Bis September war die weltweite Industrieproduktion im Trend leicht aufwärtsgerichtet. Die deutschen Unternehmen haben ihre Warenausfuhren im Berichtsmonat Oktober merklich reduziert. Schon die Entwicklung im 3. Quartal war schwach verlaufen. Im Vergleich zum Vormonat sanken im Oktober die nominalen Ausfuhren um 1,2%. Die Wareneinfuhren waren mit 3,4% noch deutlich stärker rückläufig als die Ausfuhren. Im gesamten 3. Quartal gingen die nominalen Warenausfuhren saisonbereinigt um 0,1% zurück; die Wareneinfuhren legten um 0,8% zu. Mit einem Zuwachs von 385.000 Personen binnen Jahresfrist liegt die Erwerbstätigkeit im Inland im Oktober bei 43,5Mio. Personen. Sie nahm im Monatsverlauf saisonbereinigt um 27.000 Personen zu.