Fujitsu entwickelt supraleitenden Quantencomputer

Fujitsu hat den Start eines Projekts bekanntgegeben, im Rahmen dessen ein supraleitender Quantencomputer mit einer Kapazität von über 10.000 Qubits entwickelt werden soll. Er soll außerdem auf Fujitsus ‚Star-Architektur‘ basieren, die speziell für fehlertolerantes Quantencomputing im Frühstadium (Early-FTQC) entwickelt wurde. Fujitsu möchte Quantencomputing insbesondere in Bereichen wie der Materialwissenschaft praktisch nutzbar machen. Die Fertigstellung ist für das Geschäftsjahr 2030 geplant. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung einer Maschine mit 1.000 logischen Qubits im Geschäftsjahr 2035 – unter Berücksichtigung der Möglichkeit, mehrere Quantenchips miteinander zu vernetzen.

Schwerpunkte der Technologieentwicklung

Die Forschungsarbeiten von Fujitsu konzentrieren sich auf die Entwicklung der folgenden Skalierungstechnologien:

  • Hochdurchsatzfähige, hochpräzise Qubit-Fertigungstechnologie: Verbesserung der Fertigungspräzision von Josephson-Kontakten, kritischen Komponenten supraleitender Qubits, die Frequenzschwankungen minimieren.
  • Chip-to-Chip Interconnect Technologie: Entwicklung von Verdrahtungs- und Verpackungstechnologien, die die Verbindung mehrerer Qubit-Chips ermöglichen und so die Herstellung größerer Quantenprozessoren erleichtern.
  • Hochdichte Verpackung und kostengünstige Qubit-Steuerung: Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit Kryokühlungs- und Steuerungssystemen, einschließlich der Entwicklung von Techniken zur Reduzierung der Bauteilanzahl und der Wärmeabgabe.
  • Decodierungstechnologie für die Quantenfehlerkorrektur: Entwicklung von Algorithmen und Systemdesigns zur Decodierung von Messdaten und zur Korrektur von Fehlern in Quantenberechnungen.