Von Profibus zu Profinet – Umsteigen leicht gemacht!

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Bild: Murrelektronik GmbH

Die Vorteile von Profinet liegen auf der Hand: Die Zahl der Teilnehmer für das gesamte Netz ist unbegrenzt und nicht wie bei Profibus auf 126 beschränkt. Bei Profinet können allein schon an einer Steuerung 256 Teilnehmer eingebunden werden.

  • Bei Profinet können IT-Dienste problemlos in die Topologie eingebunden werden, das war bei Profibus nicht möglich. Diese Funktion ermöglicht die unkomplizierte Vernetzung mit der Office-Ebene.
  • Bei Profibus haben alle Daten die gleiche Priorität, bei Profinet hingegen können wichtige Informationen wie Alarme oder Diagnosedaten priorisiert und auf der ‚Überholspur‘ transportiert werden.
  • Die Adressierung erfolgt in Profinet-Installationen nicht mehr über einen DIP-Schalter oder über ein Telegramm, sondern durch eine einfache Namensvergabe im Projekt.
  • Die Topologie wird flexibler, nicht nur Linie ist erlaubt. Auch Stern-, Baum und Ringaufbauten sind in Profinet-Installationen durch den Einsatz von Switchen möglich. Das erhöht die Flexibilität und reduziert den Verdrahtungsaufwand.
  • Profibus-DP-Programme lassen sich einfach in Profinet-Anlagen übernehmen. Die bewährten Programme müssen nicht neu geschrieben und getestet werden, das spart Aufwand und Zeit. Wer auf Profinet setzt, kann außerdem von zwei hochinteressanten Profilen profitieren:
  • Profinet/ProfiSafe ermöglicht die Integration von Sicherheitskomponenten in Installationskonzepte und löst das Thema ‚Schutz von Mensch und Maschine‘ auch dann wirtschaftlich, wenn höchste sicherheitstechnische Levels zu erreichen sind.
  • Profinet/ProfiEnergy unterstützt das Energiemanagement in Produktionsanlagen. Es steuert den Energieverbrauch, wenn Teile von Anlagen nicht für die Produktion genutzt werden, sowohl bei geplanten wie auch bei ungeplanten Stillständen.
Zentrale Schnittstelle: Leistungsstarke Switche von Murrelektronik nehmen eine wichtige Zentralfunktion in Profinet-Installationen ein. Sie ermöglichen neben Linienstrukturen auch Stern-, Baum und Ringaufbauten.
Zentrale Schnittstelle: Leistungsstarke Switche von Murrelektronik nehmen eine wichtige Zentralfunktion in Profinet-Installationen ein. Sie ermöglichen neben Linienstrukturen auch Stern-, Baum und Ringaufbauten.Bild: Murrelektronik GmbH

Einfacher Wechsel mit Hilfe des Cube-Systems

Murrelektronik bietet leistungsfähige Devices für hochverfügbare Profinet-Netzwerke, die den Gedanken von Plug&Play unterstützen oder über die IODD-on-Board-Technologie die komfortable Integration von IO-Link-Devices ermöglichen. Besonders einfach geht der Wechsel mit dem Cube-System. Bei dieser kompakten und modularen und flexiblen Installationslösung mit einer großen Vielfalt an Schnittstellen in die Sensor-Aktor-Ebene wird einfach der Busknoten ausgetauscht. Damit ist die Topologie in das Profinet-System eingebunden. Die gesamte Installation unterhalb des Busknotens bleibt unverändert.

Solid67 für die ‚Arbeit‘ direkt im Feld

Interessant ist auch Solid67, ein kompaktes Feldbusmodul mit Profinet-Funktionalität. Es ist mit der neuesten Profinet-Version 2.3 ausgestattet. Die Module stellen acht IO-Link-Steckplätze in unmittelbarer Prozessnähe zur Verfügung, binden aber auch klassische IOs in das System mit ein.

Parametrierbare Steckplätze mit Impact67

Ein Kennzeichen der Impact67-Feldbusmodule ist die Flexibilität durch parametrierbare Steckplätze. In Abhängigkeit davon, wie der Bedarf in der unmittelbaren Umgebung ist, werden Steckplätze als Ein- oder Ausgang genutzt. Der gleiche Steckplatz kann auch die Rolle eines IO-Link-Masters einnehmen. Die Module bieten die spezifische Profinet-Performance und Funktionen der Version 2.3.

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