ABB auf der Hannover Messe

Die Version 5.1 des seit fünf Jahren am Markt befindlichen Systems 800xA erweitert die Integrationsmöglichkeiten um weitere Applikationen für mehr Effizienz in der Produktion. Ein Schwerpunkt der neuen Version liegt auf der weiter verbesserten Integration der elektrischen Ausrüstung in das Prozessleitsystem. Ziel ist es, eine einheitliche Systemlandschaft für Energiemanagement, Stromverteilung, Prozesselektrifizierung und -instrumentierung zu ermöglichen und damit die Produktivität und Verfügbarkeit einer Produktionsanlage weiter zu erhöhen. Die durchgängige Anlagenvisualisierung ist dabei nur ein Beispiel für die verringerten Investitions- und Betriebskosten, die sich aus dem Einsatz einer einheitlichen Systemplattform ergeben. Auch das System selbst erfährt durch den verstärkten Einsatz von Virtualisierungstechniken eine deutliche \’Verschlankung\‘ bei der Hardware. Virtuelle Maschinen (VMs) reduzieren die Anzahl von Servern, was zu verringerten Geräte-, Installations- und Betriebskosten führt. die Steigerung der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Controller durch neue CPUs (Central Processor Units), Online-Upgrades und neue IP-Sicherheitsmechanismen sowie ein erweitertes intelligentes Alarmmanagement gehören ebenfalls zu den neuen Features der Version 5.1. Das Leitsystem Freelance erhält in der aktuellsten Version 9.2 neue S700 Remote-I/Os mit 12 unterschiedlichen Modulen. Gleichzeitig unterstützt der \’kleine\‘ Controller AC 700F jetzt auch den Profibus und die DigiVis-Leitebene arbeitet auch als OPC-Client. Für ein verbessertes Engineering sorgt ein neues Bulk-Data-Management-Tool, mit dem sich Massendaten handhaben lassen. Dies wiederum beschleunigt die Dateneingabe und damit die Projektbearbeitung. Abgestimmte Engineering-Arbeitsabläufe und eine Reduzierung kostenintensiver Routineprogrammierarbeiten steigern die Effektivität und Sicherheit im Projektmanagement. Mittelspannungsfrequenzumrichter Das Unternehmen präsentiert auch einen weiteren Frequenzumrichter für die Mittelspannung. Die Produktserie ACS 2000 (Bild 1) gibt es mit Nennleistungen von 400 bis 1.000kVA und Spannungen bis 6,9kV. Der Frequenzumrichter ermöglicht einen flexiblen Netzanschluss und beinhaltet geringe Netzrückwirkungen und einen reduzierter Energieverbrauch. Die Produktserie wurde speziell für Lüfter, Pumpen, Kompressoren und andere Anwendungen in den Bereichen Zement, Baustoffe und Bergbau, Metallverarbeitung, Papier- und Zellstoffindustrie, Wasser, Stromerzeugung sowie Chemie, Öl und Gas entwickelt. Der Mittelspannungsfrequenzumrichter kann mit oder ohne Eingangstransformator eingesetzt werden. Die Möglichkeit des Direktanschlusses (Direct-to-Line) und des \’Drei Eingangs-/drei Ausgangskabel-Konzepts\‘ ist gegeben. Beim Direktanschluss muss das vorhandene Motorkabel aufgetrennt werden und der Frequenzumrichter kann zwischen Netz und Motor geschaltet werden. Bei Anwendungen, die einen Zwischentransformator am Eingang oder eine Potenzialtrennung von der Einspeisung benötigen, kann der ACS 2000 an einen konventionellen Zwei-Wicklungs-Öl- oder Trockentransformator angeschlossen werden. Als Motorregelung kommt die direkte Drehmomentregelung (DTC) zum Einsatz. Die AFE-Technologie reduziert durch den Vier-Quadranten-Betrieb, bei dem die Bremsenergie in das Netz zurückgespeist wird, den Energieverbrauch. Ultraschallschneller Erdungsschalter Der Erdungsschalter UFES (Ultra Fast Earthing Switch) (Bild 2) für Mittelspannungs-Schaltanlagen ist eine Kombination der Produkte Vakuum-Schaltkammer und Is-Begrenzer. Mit der kurzen Schaltzeit der speziellen Vakuum-Schaltkammer von weniger als 1,5ms in Verbindung mit der Detektion von Fehlerstrom und Licht stellt dieses System das sofortige Verlöschen eines Störlichtbogens sicher. Der Schnellerdungsschalter kann für Bemessungs-Spannungen bis 40,5kV und Bemessungs-Kurzschlussströme bis 63kA thermische und mechanische Schäden in der Schaltanlage vermeiden. Der Schnellerdungsschalter umfasst die drei Primär-Schaltelemente und die Elektronik QRU, die die Strom- und Lichterfassung sowie das Auslösen innerhalb kurzer Zeit sicherstellen. Die Elektronik überwacht die Funktionstüchtigkeit des Zündelements. In Kombination mit dem Lichterfassungssystem TVOC können bis zu 54 Schaltanlagenräume aktiv vor Schäden durch Störlichtbögen geschützt werden. HMI, Halle 11, Stand A35