Die Herrenknecht AG nimmt im maschinellen Tunnelbau weltweit eine führende Marktposition ein. In ihrem Werk in Schwanau, Baden-Württemberg, werden Tunnelvortriebsmaschinen aller Arten und Größen hergestellt. Die Steuerung der Maschinen erfolgt über Simatic S7-Systeme in Verbindung mit Profibus DP. Bei diesen Maschinen ist ein reibungsloser Betrieb von höchster Bedeutung. Da die Maschinen in die zu bohrenden Gesteine vordringen, befinden sich keine Personen in den Maschinen selbst. Somit ist es wichtig, dass Fehler von außen diagnostiziert werden können, um Störungen zu lokalisieren und möglichst schnell zu beheben. Wichtig ist es, die Stillstandszeiten zu reduzieren, weil jede unproduktive Minute viele Tausende Euro kos-tet. Das Servicepersonal von Herrenknecht ist selbst bei den Bohrungen anwesend, um die Bohrvorgänge zu überwachen und Probleme zu beheben. Damit dies mit Hilfe des Einsatzes der Steuerungen effizient möglich ist, führt G+R für Herrenknecht individuelle Schulungen durch, die auf die genannten Anforderungen ausgerichtet sind. Das für Herrenknecht entwickelte Trainingsprogramm ist in drei Stufen unterteilt: Die Mitarbeiter des Service- und Instandhaltungsteams besuchen zunächst den Grundkurs Simatic S7, bei dem sie die Grundlagen von Step 7, wie den Aufbau der Software und die Struktur des Programms kennen lernen. Weitere Inhalte der Schulung sind die Systemübersicht, das Projektieren der Hardware sowie Grundoperationen und Diagnosefunktionen. Wichtig dabei ist es, dem Personal die Handhabung der Programmieroberfläche und das Diagnostizieren einfacher Fehler zu vermitteln. Hierzu wird die Programmierung und Fehlersuche in praktischen Übungen an einem Anlagenmodell geübt. Nachdem die Teilnehmer im praktischen Einsatz die im Grundkurs erworbenen Kenntnisse umgesetzt haben, besuchen die den Servicekurs Simatic S7. Hier wird das Grundlagenwissen vertieft und die Fehlersuche spezialisiert. Es werden Fehler im Programm oder in der Hardware eingebaut. Diese sollen die Teilnehmer lokalisieren und beheben. Hierzu verwenden sie die Diagnosefunktionen des Programmiergerätes, aber auch herkömmliche Methoden wie Stromlaufpläne und Spannungsmesser. Wichtig hierbei ist die systematische Vorgehensweise bei der Fehlersuche. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer die in Step 7 enthaltenen Diagnose-Möglichkeiten kennen. Ziel ist es, die Diagnose im Programm selbst zu verankern, sodass auftretende Fehler dem Bediener automatisch auf einem Operator Panel angezeigt werden. Im Mittelpunkt des Servicekurses stehen praktische Übungen, die den Service-Mitarbeiter qualifizieren sollen, eine Tunnelvortriebsmaschine während dem Betrieb zu begleiten und zu überwachen. Aufbauend auf dem Kenntnisstand aus Grund- und Servicekurs besuchen ausgewählte Mitarbeiter die Schulung \“Profibus DP mit Simatic S7\“. Dort wird auf den Aufbau und die Funktionsweise von Profibus DP eingegangen. Die Teilnehmer lernen die Aufbau-Richtlinien und Komponenten des Feldbusses kennen. Darüber hinaus ist es wichtig, Fehler in Fertigunsgnetzwerken zu diagnostizieren. Für die Diagnose werden neben den in Step 7 integrierten Tools spezielle Profibus-Testgeräte wie BT 200 oder Bustest II verwendet. Nach Abschluss des Trainings ist das Servicepersonal in der Lage, die Tunnelvortriebsmaschinen zu begleiten und eventuell auftretende Fehler systematisch zu lokalisieren und schnell zu beheben. Von der Theorie in die Praxis Besonders wichtig für die Teilnehmer der Schulungen sind die praktischen Erfahrungen der Trainer von G+R mit den Steuerungen. Alle Trainer des bundesweit tätigen Simatic-Dienstleisters sind sowohl in Schulungen als auch in der Projektierung tätig. Dies sichert aktuelles Know-How und Praxisnähe in den Schulungen. Dadurch können die Trainer Fragen praxisgerecht beantworten und Übungen an den im täglichen Betrieb auftretenden Problemstellungen ausrichten. Denn ein Trainer, der selbst nur die Theorie kennt, und noch nie eine Anlage in Betrieb genommen hat, kann keinem Service-Mitarbeiter die praxisrelevanten Tipps geben. Damit das theoretische Wissen bereits während den Schulungen in die Praxis umgesetzt werden kann, arbeiten die Schulungsteilnehmer zu zweit an einem Geräteplatz, der aus einem Programmiergerät, einem Automatisierungsgerät und einem Anlagenmodell besteht. Aufgrund der Beschränkung der Teilnehmerzahl auf acht Personen können die Trainer intensiv auf Fragen und Wünsche der Teilnehmer eingehen. Selbst bei der täglichen Arbeit im Betrieb stellen die ausführlichen Kursunterlagen eine wertvolle Hilfe dar. Wenn dennoch Fragen oder Probleme auftreten, stehen die Mitarbeiter von G+R den Teilnehmern von Schulungen auch im Nachhinein zur Verfügung. Die bisherigen Schulungscenter in Hochheim am Main, Halle/Saale und Mönchengladbach werden seit September 2006 durch eines in Stuttgart ergänzt. Um den Kunden einen flächendeckenden Service bieten zu können, werden ab 2007 auch Schulungen in den neuen Trainingscentern in Nürnberg, Berlin und Dresden durchgeführt. Kundespezifische Schulungen werden in ganz Europa angeboten. Kasten: Über G+R Grollmus + Ripp GmbH Seit über 20 Jahren schult G+R für zahlreiche namhafte Kunden wie DaimlerChrysler, Bosch und Nestlé. Durch ihre hohe und beständige Qualität wurde sie von Siemens als Solution Partner für Automation zertifiziert. Die Schulungen umfassen die Systeme Simatic S7, PCS 7, WinCC und WinCC flexible, sowie die Kommunikationstechnologien Profinet, Profibus und Industrial Ethernet. SPS/IPC/DRIVES: Halle 7A, Stand 125
Individuelle Schulungen für maximalen Trainingserfolg
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