Mitsubishi Electric: Sicherheitslösungen für alle Fälle

Eine grundlegende Neuerung der Maschinenrichtlinie ist, dass die Risikobeurteilung die vormals anzuwendende Gefahrenanalyse ersetzt. Sollte bei dieser Risikobeurteilung festgestellt werden, dass sich durch die eingesetzte Steuerungstechnik ein Risiko ergibt, kann der Einsatz von Steuerungen mit integrierter Sicherheit den Aufbau von Steuerungskonzepten für Maschinen wesentlich vereinfachen. Flexible Sicherheitslösungen Mit dem Inkrafttreten der Maschinenrichtlinie hat Mitsubishi Electric sein Safety-Produktportfolio umfassend erweitert. Ziel war es, dem Kunden größtmögliche Flexibilität bei der Auswahl der geeigneten Sicherheitslösung zu bieten. Im Bereich Speicherprogrammierbare Steuerungen stehen drei verschiedene Produkte zur Verfügung. Mit dem Safety Relais, dem Safety Controller und der Safety SPS lassen sich Sicherheitskonzepte für kleine bis große Anlagen je nach Anforderung richtlinienkonform realisieren. Ergänzt wird das Portfolio um Antriebstechnik mit integrierten Sicherheitsfunktionen. Sicherheitsrelais Mit dem Sicherheitsrelais ist Mitsubishi Electric ein Spagat zwischen Sicherheits- und Standard SPS-Technologie gelungen. Hier wird dem Kunden eine flexible und einfache Lösung geboten, um kleine Applikationen ohne separate Sicherheitssteuerung sicher zu gestalten. Durch die Möglichkeit der direkten Anbindung an den Rückwandbus der modularen Steuerung Melsec System Q bzw. als Modul für das CC-Link Netzwerk kann eine schnelle und zielgerichtete Diagnose zur Minimierung von Stillstandszeiten realisiert werden. Eine weitere Funktion des Sicherheitsrelaismoduls ist das einfache Realisieren von Sicherheitszonen ohne zusätzliche Programmierung. Weitere Vorteile ergeben sich aus der Kombination von Grund- und Erweiterungsmodulen, die eine selektive Abschaltung einzelner Teilbereiche im Fehlerfall und damit die Einrichtung zusätzlicher Sicherheitszonen ermöglicht. Auch der Verdrahtungsaufwand sinkt durch die steckbaren Module erheblich. Alles in allem bieten die Sicherheitsschaltgeräte eine kosteneffektive und schnell implementierbare Sicherheitslösung basierend auf Standard SPS-Komponenten. Safety-Controller In vielen Fällen sind jedoch sichere logische Verknüpfungen notwendig, um eine Applikation bzw. Maschine auf den Stand der Technik zu bringen. Dafür bietet Mitsubishi Electric mit dem neuesten Mitglied innerhalb des Sicherheits-SPS-Portfolios, dem Safety Controller, ein auf die Kundenbedürfnisse abgestimmtes Produkt. Durch die extrem kompakte Baugröße (Modulbreite 22,5mm) und die modulare Erweiterbarkeit lässt sich der Safety Controller in Konzepte für kleine bis mittlere Anwendungen einfügen. Die einfache grafische Programmierung, Simulation und Parametrierung erleichtert den Einstieg in die Welt der sicherheitsgerichteten Programmierung. Die CPU kann bis zu 255 Funktionsbausteine verarbeiten und maximal 144 Ein- und Ausgänge miteinander verknüpfen. Safety-SPS Im Bereich von Linienapplikationen, d.h. komplexen dezentralen Automatisierungsstrukturen, muss sich die Sicherheitstechnik weiteren Herausforderungen stellen. Neben der entsprechend dimensionierten SPS-CPU gehört ein sicheres Netzwerk einschließlich der dazugehörigen Safety Remote E/A Module zum benötigten Produktportfolio. Für diese Anwendung bietet Mitsubishi Electric die Safety SPS der QS Serie. Um die sicheren Ein- und Ausgänge fachgerecht und schnell verarbeiten zu können, werden sichere, vom TÜV Rheinland zertifizierte Funktionsbausteine frei zur Verfügung gestellt. Für die Safety Remote E/A Module wurden mehrere verschiedene Modelle entwickelt, um dem Kunden ein hohes Maß an Flexibilität zu bieten. Als sicheres Netzwerk wird CC-Link Safety verwendet. Die Sicherheitsvariante des offenen Feldbussystems CC-Link bietet die Möglichkeit, Sicherheits- und Standardkomponenten gleichzeitig in einem Netzwerk einzusetzen. Selbst bei voller Netzwerkauslastung leistet CC-Link Safety eine konstant geringe Buszykluszeit, was z.B. Vorteile im Bereich der Abstandsdimensionierung bei Lichtgittern bietet. Somit können dezentrale Strukturen applikationsgerecht realisiert werden. Die Sicherheitssteuerung wird mit Hilfe von Ethernet, CC-Link IE oder Melsecnet/H in das Gesamtkonzept integriert. Die Architekturphilosophie mit der hardwaretechnischen Trennung von Standard- und Safety-SPS bietet dem Anwender mehrere Vorteile, wie eine von einander unabhängige Inbetriebnahme oder zielgerichtete Endabnahme der Applikation. Bediengeräte unterstützen Forderungen der Maschinenrichtlinie Die Maschinenrichtlinie beinhaltet umfassende Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen, fordert aber auch Anpassungen bezogen auf die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Die Bediengeräte der GT16-Serie von Mitsubishi Electric mit integrierten Diagnosefunktionen bieten dem Maschinenbauer viele Erleichterungen für eine schnelle Fehlerlokalisierung und -behebung und darüber hinaus umfassende Hilfestellungen zur Umsetzung der Maschinenrichtlinie bezogen auf folgende Kriterien: Ergonomie Die Dokumentenanzeige der GT16-Bediengeräte bietet zu jeder Zeit einen Zugriff auf die gesamte Maschinendokumentation. Neben der Möglichkeit, Maschinendokumentationen, Bedienungs- und Fehlerbehebungsanleitungen in verschiedenen Standardformaten zu speichern und bei Bedarf abzurufen, steht auch eine Videofunktionalität für Anleitungen in Bild und Ton zur Verfügung. Sicherheit und Zuverlässigkeit Um Missbrauch und Fehlbedienungen zu vermeiden, lassen sich die Bediengeräte von Mitsubishi Electric durch eine Benutzeranmeldung mit Name und Passwort vor unberechtigten Zugriffen schützen. Zusätzliche Sicherheit bietet die Vergabe unterschiedlicher Zugriffsrechte für einzelne Bediener oder das Servicepersonal. Sämtliche Benutzeraktionen werden in einem Ereignisprotokoll gespeichert und sind lückenlos rückverfolgbar. Stellteile In Verbindung mit einer Kamera, die direkt an das Bediengerät angeschlossen wird, ermöglichen die Multimediafunktionen der Bediengeräte die permanente Überwachung kritischer Anlagenteile, wie z.B. einer Roboterzelle. Tritt ein Fehler auf, speichert das Bediengerät automatisch eine bis zu 15min lange Videosequenz dieses Ereignisses ab, die sofort zur Fehlerdiagnose bereitsteht. Eine Langzeitüberwachung über 25h ist ebenfalls realisierbar. Hannover Messe 2011 / Halle 17, G06