Steuerung aus dem Baukasten

Die Hirschmann Automation and Control GmbH stellte mit dem Scalable Mobile Control System eine modulare Produktfamilie vor, die sowohl zur Steuerung und Überwachung von Maschinenfunktionen als auch zur Lastmomentbegrenzung eingesetzt werden kann. Die Produktfamilie umfasst Steuerungen aus der iFlex-Serie und iScout-Bedienkonsolen, die mit mehreren hundert Kombinationsmöglichkeiten maßgeschneiderte Lösungen ermöglichen. Außerdem gewährleistet das modulare Konzept, dass die jeweilige Lösung jederzeit an neue Anforderungen angepasst werden kann. Aufgrund seiner Vielseitigkeit und der robusten Ausführung der Komponenten lässt sich das System ebenso in Kranen und anderen Hebevorrichtungen wie auch in einer Vielzahl weiterer Anwendungen einsetzen. Hierzu gehören beispielsweise Windkraftanlagen, Eisenbahnzüge oder Landmaschinen. Die Steuerungen, die unter Berücksichtigung der neuen Norm EN ISO13849-1 und der neuen Maschinenrichtlinie entwickelt wurden, werden in den Schutzarten IP20, IP66/67 und optional IP6k9k angeboten. Außerdem besitzen sie einen erweiterten Temperaturbereich von -40 bis +70° C und sind zudem für hohe Anforderungen hinsichtlich Schock- und Vibrationsfestigkeit ausgelegt. Durch unterschiedliche 32Bit-CPUs wird der Leistungsbereich von Low-End- bis hin zu High-End-Steuerungen abgedeckt. Aufgrund einer integrierten Sicherheitsarchitektur erfüllt das System zudem die Performance Level c (SIL 1) oder d (SIL 2) gemäß EN ISO13849-1. Diese Sicherheitsarchitektur besteht aus einem Sicherheits-Controller, einem vom Hersteller entwickelten Sicherheitsprotokoll sowie einer Safety Task, die den Hauptprozessor und den Hauptregelkreis des Anwendungsprogramms überwacht. Alle Steuerungen des Systems besitzen eine kompakte Bauform und bieten über 200 Ein-/Ausgänge, die flexibel kombiniert werden können. Zu den integrierten Kommunikations-Schnittstellen gehören ein Ethernet-Port (10/100 Base-TX), ein CANopen/CANopen-Safety-Port und eine USB-Schnittstelle. Optional werden weitere Schnittstellen wie FBAS- oder Zigbee-Ports angeboten, mit denen sich die Steuerungen auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung anpassen lassen. Außerdem können auch Software-Module wie beispielsweise Funktionsblöcke für die Lastmomentbegrenzung integriert werden. Da die Steuerungen eine einheitliche Software-Plattform besitzen, lässt sich ein und dasselbe Anwendungsprogramm auf allen CPUs verwenden.