Anlagensicherung in der Prozessindustrie

Die Richtlinie VDI/VDE 2180 befasst sich mit den Grundlagen der Anlagensicherung per Prozessleittechnik in der Prozessindustrie. Sie wendet sich an Hersteller und Betreiber von Anlagen der Prozessindustrie beispielsweise der chemischen und petrochemischen Industrie. Das Blatt 4 der Richtlinie liefert praxisgerechte Hilfestellungen zur Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit im Anforderungsfall und bei der Beschaffung von Zuverlässigkeitskenndaten für Geräte einer Prozessleittechnik-Schutzeinrichtung. Typische Strukturen für via SSPS miteinander kommunizierende Schutzeinrichtungen aus Sensor- und Aktorgruppe werden dargestellt. Anhand von Beispielstrukturen wird die Bewertung der Hardware-Sicherheitsintegrität von MooN-Strukturen, die Anforderung an die Hardware-Fehlertoleranz und die Ausfallwahrscheinlichkeit im Anforderungsfall und damit die SIL-Eignung unter Verwendung betriebsbewährter Geräte aufgezeigt. Anhand eines Beispiels wird dargestellt, dass – obwohl die PFD-Berechnung SIL3 ergibt – der Einsatz durch die Hardware-Fehlertoleranz-Anforderung jedoch auf SIL2 limitiert ist. Herausgeber der Richtlinie VDI/VDE 2180 ist die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik. Beuth Verlag GmbH 12 Seiten, 40,10 Euro