Erweiterung der b maXX Steuerungs-Plattform Mit Skalierbarkeit und Modularität breite Anwendungsbereiche abdecken

Im Zusammenspiel mit dem von der b maXX-controllerPLC-01 bereits bekannten IEC-61131-Laufzeitsystem, der IEC-Programmierung und den Kurvenscheiben steht dem Anwender mit der b maXX-controllerPLC-02 jetzt eine hochperformante Plattform zur Realisierung nahezu aller industriellen Automatisierungsaufgaben zur Verfügung. Im industriellen Einsatz werden mit der b maXX-controllerPLC-01 üblicherweise Automatisierungsaufgaben mit bis zu 25 synchron zu verfahrenden Achsen realisiert, die über elektronische Kurvenscheiben oder elektronische Getriebe einem virtuellen oder realen ­Master folgen. Üblicherweise werden hier Feldbuszykluszeiten zur Vorgabe der Sollwerte von 4ms bis unter 1ms genutzt. Durch Verwendung der High Performance b maXX PLC-02 in Verbindung mit dem Echtzeit Ethernet Feldbus EtherCAT sind Automatisierungslösungen von bis zu 80 synchronen Achsen mit unterschiedlichen Bewegungsprofilen pro Feldbus-Master realisierbar. Bei Point-to-Point Bewegungen kann ein Feldbus-Mas­ter sogar bis zu 1.024 Achsen bedienen. Mit der PLC-Plattform, bestehend aus b maXX-drivePLC, b maXX-controllerPLC-01 und High Performance b maXX-controllerPLC-02, wird mit wenigen Ausbaustufen das nahezu komplette ­Leistungsspektrum moderner industrieller SPS-Systeme abgedeckt. Die Leistungsabstufungen der PLC-Reihe sind dabei hinsichtlich Skalierbarkeit und Modularität so aufeinander abgestimmt, dass Anwender im Bezug auf Komplexität, Kosten und Rechenleistung einfach eine passende Lösung für ihre Automatisierungsaufgabe finden. Die b maXX-controllerPLC-Reihe ist in einem kompakten und funktionell aufgebauten Gehäuse untergebracht. Das modulare Design wird ergänzt durch die optionale Anschaltung von bis zu fünf verschiedenen Feldbusmodulen wie Echtzeit Ethernet EtherCAT oder CANopen. Mit EtherCAT als Echtzeit Ethernet Feldbus sind Reaktionszeiten unterhalb einer Millisekunde für Steuerungsaufgaben im Automatisierungssystem realisiert. Zudem stehen zum direkten Anschluss an die b maXX-controller-PLC-Reihe verschiedene digitale oder analoge Ein- und Ausgangs-Module (I/O-Module) zur Verfügung. Durchgängiges Engineering mit ProMaster Über das durchgängige Engineering Framework ProMaster wird die gesamte b maXX PLC-Reihe unabhängig von der genutzten Systemhardware konfiguriert, parametriert und programmiert. Dies wird durch den Einsatz von vor- und fertigkonfigurierten Modulen aus Katalogen und Anwender-Bibliotheken erreicht, die zur mehrfachen Verwendung abrufbar sind. Mit der Durchgängigkeit im Engineering ergibt sich eine Vereinfachung und Transparenz im Automatisierungssystem, die von einer konsistenten Datenhaltung mit integrierter Archivierungsfunktion der aktuellen Projektstände über Kommunikation bis hin zu vereinfachter Diagnose für den Anwender reicht. Via Drag und Drop wird die Anlagentopologie aus bestehenden Katalogelementen aufgebaut. Während der Erstellung der Anlagentopologie wird parallel die Kommunikationstopologie mittels Feldbus-Konfigurator zeitgleich parametriert. Den einzelnen Automatisierungselementen wird die zur Lösung der Automatisierungsaufgabe nötige Applikationssoftware wie IEC-61131 Programmierung – Motion Control nach PLCopen sowie umfangreiche Technologiebibliotheken – oder Antriebsparametrierung zugeordnet. Innerhalb des Engineering Framework ProMaster erfolgt ein automatischer Datenabgleich der zur Realisierung der Automatisierungslösung verwendeten Applikationen. Die aus Maschinenmodulen erstellte Automatisierungslösung wird bei der Archivierung in der Struktur aus den verwendeten Maschinenmodulen mit allen relevanten Daten inklusive aller Konfigurationen und IEC-Programmierungen abgelegt. Diese strukturierte Archivierung ermöglicht das entwickelte Know-how in Maschinen- und Technologiebibliotheken zu archivieren. Darin enthalten sind die entwi­ckelten, getesteten, erprobten und standardisierten Module, die als Baukastensystem hinterlegt sind. In bestehenden Maschinen, bei der Variantenbildung und der Weiter- und Neuentwicklung werden diese wieder genutzt und sorgen so für einen erheblichen Rückgang des Aufwands. Nicht zuletzt wird auch die Pflege und Wartung der Software durch diese standardisierten Module deutlich vereinfacht. Unabhängig von den verschiedenen Steuerungstopologien wie zentralen, dezentralen oder hybriden Architekturen liegt das Hauptaugenmerk auf den Anforderungen des Maschinenbauers. Die Programmierung ist konsequent auf die für den Prozessablauf wichtigen Bewegungsfunktionalitäten entkoppelt. Der auf die technologische Sichtweise des Maschinenbauers gerichtete Fokus wird durch die Implementierung der nach PLCopen definierten Motion Control-Funktionen erreicht. Fazit Das Steuerungssystem von Baumüller ist platzsparend, schnell zu montieren und skalierbar. Die Hardware ist leis­tungsfähig und kostenoptimal an die zu bewältigende Automatisierungslösung anpassbar. Mit dem Engineering Framework ProMaster steht dem Anwender eine umfangreiche Software mit zahlreichen Lösungsbausteinen zur Verfügung, die ein zeitsparendes Engineering ermöglicht.