Sicherheitsbezogene Positionsmesssysteme

Sicherheitsgerichtete Anlagen können mit einem Messgerät pro Achse aufgebaut werden, wenn das verwendete Messgerät den Anforderungen an die Zuverlässigkeit des übertragenen Positionswerts genügt und das Zusammenspiel mit einer sicheren Steuerung gewährleistet ist. Basis für die sichere Übertragung der Position sind zwei voneinander unabhängig gebildete Positionswerte und Fehlerbits, die der sicheren Steuerung bereitgestellt werden. Heidenhain bietet solche sicherheitsbezogene Positionsmesssysteme, die auf Basis einer rein seriellen Datenübertragung über die Schnittstelle EnDat 2.2 in sicherheitsgerichteten Anwendungen eingesetzt werden können, an. Die Messsysteme sind nach den Normen DIN EN ISO 13 849-1 (Nachfolger der EN 954-1) sowie DIN EN IEC 61 508 geprüft. In diesen Normen erfolgt die Beurteilung sicherheitsgerichteter Systeme u.a. auf Basis von Ausfallwahrscheinlichkeiten integrierter Bauelemente bzw. Teilsysteme. Dieser modulare Ansatz soll den Herstellern sicherheitsgerichteter Anlagen die Realisierung ihrer Komplettsysteme erleichtern, da sie auf bereits qualifizierten Teilsystemen aufbauen können. Diesem Konzept wird bei dem Positionsmesssystem mit rein serieller Datenübertragung über EnDat 2.2 Rechnung getragen. In einem sicheren Antrieb bildet das Positionsmesssystem ein derartiges Teilsystem. Das Positionsmesssystem besteht aus einem Messgerät mit EnDat 2.2-Sendebaustein, einer Übertragungsstrecke mit EnDat 2.2 – Kommunikation und Heidenhain-Kabel und einem EnDat 2.2-Empfängerbaustein mit Überwachungsfunktion (EnDat-Master). Laut Heidenhain sind als erste verfügbare Messgeräte die für elektrische Antriebe konzipierten Drehgeber der Baureihen ExN 425/437 und ExN 1325/1337 erhältlich. Zukünftig wird das beschriebene Konzept auch bei absoluten Längen- und Winkelmessgeräten mit EnDat 2.2 zum Einsatz kommen.