Integriertes Engineeringtool für Maschinenbauer

Zahlreiche Neuheiten hat ABB mit nach Nürnberg gebracht. Wir haben für die Vorstellung in unserer Messenachberichterstattung das integrierte Engineeringtool PS501 Control Builder Plus ausgewählt. Hier sollen im ABB-Automatisierungssystem alle Fäden zusammenlaufen, also ist der Control Builder Plus das Werkzeug für Steuerungen, Frequenzumrichter, Bedienpanels, Feldbus, Netzwerk und Webdienste. Selbst die Safety-Teile eines Projektes werden im Control Builder Plus erstellt. Es vereint in sich demnach alle Tools, die für das Konfigurieren, das Programmieren, die Fehlerdiagnose und die Wartung benötigt werden. Erstmals sind die Parametrierung und die Diagnose von ABB-Frequenzumrichtern in ein SPS-Projekt integriert. Tunnelung von seriellen Schnittstellen (z.B. Bedienpanels) und sofortiger Zugriff auf Frequenzumrichter und Steuerungen via Profibus- oder Profinet sind möglich. Für die Parametrierung kann der Bediener von jeder Stelle im Netzwerk aus per Laptop oder PC auf die vernetzten Geräte zugreifen. Gegenüber herkömmlichen Systemen werden so Zeit und Engineeringkosten eingespart. Programmiert wird im Control Builder Plus entweder in einer der fünf Programmiersprachen nach IEC 61131-3 oder aber in CFC (frei grafischer Funktionsplan). Auch die Programmierung in der Hochsprache \’C\’ wird von dem Tool unterstützt. Integriert ist eine Visualisierung, die auch der Erstellung der Webseiten und der Applikation für die Bedienterminals CP600-WEB dient. Weiterhin sind diverse Funktionsbibliotheken für Motion Control, Fernwirkprotokoll, Kommunikation u.v.a.m. erhältlich, die die Applikationsentwicklung vereinfachen. Eine Datenschnittstelle zu Softwaretools von Drittanbietern ist durch den Import und Export über das CSV-Tabellenformat gegeben. Der Ethernetanschluss der CPU-Module ist die Schnittstelle für den Programmier-PC und zugleich Brücke zu vielen Internetservices, die auf dem CPU-Modul laufen können. Der PS501 Control Builder Plus konfiguriert die CPU der AC500-Steuerung für die Ausführung IP-basierter Protokolle und Dienste. So können mithilfe des FTP-Servers Massendaten-Transfers zu einem Rechenzentrum durchgeführt werden. Ein FTP-Client wie Internet Explorer unterstützt den Zugriff auf die AC500-Disk. Mithilfe des SMTP-Maildienstes können Emails mit bis zu zehn Anhängen zur automatischen Information des Personals versendet werden. Der Webserver ist in der CPU integriert und lässt sich ebenfalls mit dem Engineeringtool konfigurieren. Via Profibus DP oder Profibus kann über die SPS direkt auf den Antrieb zugegriffen werden. So ist sowohl die Diagnose als auch die Konfiguration zentral von einem Punkt aus möglich.