\“Beginn einer neuen Ära\“

Wer eine neue Ära ankündigt, scheut sich nicht, eine Idee über Jahre hinweg zu verfolgen und in die Tat umzusetzen. Das war beispielsweise 1996 der Fall, als Siemens zusammen mit den Simatic-S7-Controllern das Konzept der Totally Integrated Automation einführte und so Hardware, Software und Kommunikation zu einer Gesamtlösung verbunden hat. Nachdem wir die Entwicklung der integrierten Automation in den vergangenen 14 Jahren kontinuierlich vorangetrieben haben, steht mit der Vorstellung des TIA Portals nun erneut ein Paradigmenwechsel an. Doch was hat es mit dem TIA Portal eigentlich auf sich? Zunächst ist es die neue Grundlage für alle Engineering-Softwarewerkzeuge von Siemens, die zugleich die Anforderungen der Anwender nach mehr Effizienz und Produktivität konsequent erfüllt. Im TIA Portal gehen erstmals bisher separate Anwendungen in einem System mit einheitlicher und intuitiver Bedienung sowie konsistenter Datenbasis auf. Innerhalb dieses Systems werden beispielsweise alle Geräte und Feldbusse nur noch mit einem gemeinsamen Geräte- und Netzwerkeditor konfiguriert. Das TIA Portal vereinheitlicht Projektnavigation, Bibliothekskonzepte, Datenhaltung, Projektablage, Diagnose und Onlinefunktionen und stellt diese dem Anwender über eine gemeinsame und übersichtliche Rahmenapplikation bereit. Ebenso kann der Anwender Steuerungen und HMI-Geräte zukünftig mit ein- und derselben Applikation projektieren. Kurz: Das TIA Portal bietet intelligentes Engineering per Drag&Drop. Die Vorteile für den Nutzer liegen auf der Hand. Und sie lassen sich mit konkreten Zahlen belegen. Bei einem Testprojekt in der Automobilindustrie konnte Siemens die Engineering-Kosten um 25% und damit den Block der Automatisierungskosten um insgesamt 10% senken. Damit ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Denn mit der Einführung des TIA Portals stellt Siemens zugleich die Weichen für eine Verschmelzung des digitalen Automatisierungs-Engineering mit dem computergestützten Produkt- und Produktionsengineering. PLM-Anwendungen sowie Anlagenplanung und Automatisierung werden perspektivisch in einem durchgehenden Informationsfluss aufgehen. Hier werden den Entwicklern und Ingenieuren langfristig alle Informationen in einem einheitlichen, optimierten System zur Verfügung stehen: Von den ersten CAD-Designentwürfen und der digitalen Planung der Produktion über das Engineering bis hin zur Auswertung der Daten aus der Fertigung. In Zahlen ausgedrückt ermöglicht diese nächste Integrationsstufe weitere 20% Kostenreduktion im Engineering. Doch die Kosten sind nur ein Aspekt. Ebenso wichtig für die Unternehmen dürfte die zusätzliche Dynamik und Flexibilität bei Design und Weiterentwicklung von Produkten und deren Produktion sein. Letztlich erschließt der von Siemens mit dem TIA Portal vorgegebene Weg großes Potenzial für seine Kunden in der Industrie, um auf den globalen Märkten wettbewerbsfähig zu sein.