In der Praxis können hier jedoch Probleme auftreten. So ist das Zielgerät beispielsweise in einer mobilen Einheit installiert oder am geplanten Standort fehlt ein Festnetzanschluss. Außerdem kann es vorkommen, dass der Endanwender dem Maschinen- oder Anlagenbauer die Nutzung seines lokalen Netzwerks untersagt. In derartigen Fällen bietet sich die Kommunikation über das Mobilfunknetz an, weshalb die Anforderungen an dieses Medium permanent steigen. Daher werden ältere Mobilfunknetze modifiziert oder durch neue Lösungen ersetzt. Aktuell unterscheidet man zwischen Mobilfunknetzen der zweiten, dritten und vierten Generation, die weltweit parallel und überlappend betrieben werden. Der Übergang ist fließend (Bild 3). Indirekter Verbindungsaufbau ermöglicht Datenübertragung von der Zentrale In vielen industriellen Applikationen möchte der Anwender aus der Zentrale temporär auf einen entfernten Mobilfunk-Teilnehmer zugreifen, um z.B. Daten auszulesen oder Software-Updates durchzuführen. Wird die Verbindung über das Internet aufgebaut, verhindert der Betreiber des Mobilfunknetzes dies in der Regel. Ein Grund liegt im Schutz der mobilen Teilnehmer vor Angriffen aus dem Internet. Darüber hinaus erzeugt ein Web-basierter Zugriff auf ein mobiles Gerät Datenverkehr im Mobilfunknetz, dessen Ressourcen knapp bemessen sind. Hier stellt sich die Frage, wer diesen Datenverkehr bezahlt: der Besitzer des mobilen Geräts, der die Verbindung aus dem Internet vielleicht gar nicht wollte, oder der unbekannte Internet-User, der sie initiiert hat? Und wie lässt sich einem anonymen User eine Dienstleistung berechnen, deren Wert unter Umständen nur wenige Cent beträgt? Das Problem wird durch folgendes Verfahren umgangen, das nahezu weltweit funktioniert: Die Zentrale baut die Verbindung nicht direkt, sondern indirekt auf. Zu diesem Zweck ruft sie das mobile Endgerät an oder schickt ihm eine SMS. Daraufhin initiiert der mobile Teilnehmer die gewünschte Verbindung zur Zentrale. Sobald die Verbindung steht, können die Daten von der Zentrale über den Mobilfunk-Router an die Steuerung weitergeleitet werden. Der Inhaber der SIM-Karte zahlt den Verbindungsaufbau. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass die Blockade der meisten Mobilfunkanbieter überwunden wird (Bild 2). Einige Endanwender sperren sich dagegen, dass der Maschinen- oder Anlagenbauer ungefragt Daten aus ihrer Produktion abgreift oder eine neue Firmware aufspielt. Deshalb bieten die industriellen Mobilfunk-Router von Phoenix Contact die Möglichkeit, die Verbindung durch das Drehen eines Schlüsselschalters am Gerät aufzubauen. Erst wenn der zuständige Mitarbeiter den Schlüsselschalter betätigt hat, ist der Zugriff für unternehmensfremde Personen freigegeben. Kostenfrei in gedruckter und elektronischer Form erhältlich Weitere nützliche Tipps zum Thema Mobilfunk finden sich in der neuen Fibel \’Mobilfunk – Datenübertragung in der Industrie\‘ von Phoenix Contact. Das Buch richtet sich an Projektplaner, die den Datenaustausch in der industriellen Anwendung erstmals über Mobilfunk umsetzen möchten. Um einen praxisnahen Bezug sicherzustellen, wurden Kundenanfragen aus den unterschiedlichen Fachbereichen des Unternehmens – wie Vertrieb und technische Hotline – zusammengetragen und ausgewertet. Ziel war die kompakte und einfach verständliche Beantwortung der häufigsten Fragestellungen, welche sich bei der täglichen Arbeit ergeben. Die im Anhang der Fibel aufgelistete Fachliteratur erläutert die theoretischen Zusammenhänge dann umfassender. Sollten die Leser den Eindruck haben, dass bestimmte Sachverhalte im Buch nicht behandelt werden, freuen sich die Autoren auf einen entsprechenden Hinweis. Als Ansprechpartner stehen die Vertriebsmitarbeiter die Phoenix Contact Deutschland GmbH zur Verfügung, die unter der E-Mail-Adresse info@phoenixcontact.de erreichbar sind. Neben der gedruckten Version kann die Fibel auch in elektronischer Form von der Homepage des Unternehmens herunter geladen werden. Print- und Online-Ausgabe sind kostenfrei erhältlich. Forum Industrial IT:
Mobilfunk-Kommunikation in der industriellen Automation Fibel gibt praxisnahe Tipps
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