sens:Control – Sichere Steuerungslösungen mit erweiterten Funktionen

Mit dem sicheren Steuerungs-Portfolio sens:Control verfolgt Sick das Ziel, komplexe Technologien durch die Verlagerung der Intelligenz in die Sensoren und Steuerungen einfach zu machen. Der Slogan \’10 minutes to green\‘ beschreibt dabei eine entscheidende Randbedingung für den Erfolg sicherer Steuerungstechnik: Sicherheitslösungen müssen bezogen auf die jeweilige Applikation migrationsfähig und gleichzeitig so einfach zu projektieren und zu konfigurieren sein, dass Grundfunktionalitäten in zehn Minuten eingerichtet, getestet, in die Automatisierungswelt integriert und im Betrieb nutzbar sind. In diesem Sinne wurde die sens:Control-Plattform weiter ausgebaut. Fokus auf Integration Komplexe Maschinen oder Anwendungen können heute nur noch sicher betrieben bzw. umgesetzt werden, wenn die Sicherheitslösungen kommunikations- und datentechnisch in die jeweilige Automatisierungswelt integriert werden können. Für den Bereich der Netzwerklösungen sind heute Anbindungen an Standardbusse wie Profibus, CANopen oder DeviceNet und an sichere Feldbusse, z.B. ASI-Safety, DeviceNet Safety oder Profisafe normal. Die Netzwerklösungen von Sick erfüllen diese technische Anforderung und ermöglichen darüber hinaus via FDT/ DTM-Technologie eine schnelle und durchgängige Integration in übergeordnete Engineeringtools. Mit neuen bidirektionalen Gateways für Ethernet TCP/IP, Ethernet IP, Profinet IO, Modbus TCP und Profibus ist jetzt auch die durchgängige und vollständige Integration der Sicherheitssteuerung Flexi Soft in die jeweilige Automatisierungswelt gewährleistet. Über Ethernet TCP/IP ist der datentechnische Durchgriff von der überlagerten Steuerungsebene bis hinab zum Sensor, z.B. einem sicheren Laserscanner S3000, möglich – u.a. zum Download von ­Parametern, zu Diagnosezwecken oder zur Remote-Behebung von Fehlern. Sicherheitskonfiguration vom Schreibtisch aus Eine weitere Stärke der Flexi Soft ist neben der Integrationsfähigkeit die Anwendungsentwicklung: Statt zu programmieren werden die einzelnen Module komfortabel verschaltet und parametriert. Das Ergebnis ist eine sichere Steuerungslösung, die genau auf die Bedürfnisse der Applikation angepasst ist. Möglich macht dies die kostenlos downloadbare (www.sens-control.com) Software Flexi Soft Designer für die Projektierung beliebiger Sicherheits-Applikationen. Module und Sensoren können per Mausklick ausgewählt, frei positioniert, namentlich bezeichnet (Tag Names) und per Drag&Drop verdrahtet werden. Der Bediener wird dabei durch die Anzeige von Verdrahtungslogik und Anschlussbildern zusätzlich unterstützt. Parallel zur Konfiguration erstellt der Flexi Soft Designer das Anschlussdiagramm und erzeugt eine mehrsprachig nutzbare Maschinendokumentation. Der Simulationsmodus ermöglicht Test und Diagnose der Konfiguration am Schreibtisch, aber auch im Onlinemodus direkt an der Anlage. Während der Inbetriebnahme ist es sogar möglich, die Ein- und Ausgänge auch ohne angeschlossenen Sensor zu aktivieren und so das Schaltverhalten zu simulieren. Dadurch geht keine wertvolle Zeit durch das Warten auf Komponenten verloren. Neuer Drehzahlwächter Inbetriebnahme ist auch eines der Stich­worte bei Motion Control, einer weiteren Neuheit im sens:Control-Portfolio: Speed Monitor UE47. Dieser Antriebs-Drehzahlwächter ermöglicht die sicherheitsgerichtete Überwachung von Stillständen oder sicher reduzierten Geschwindigkeiten beispielsweise im Einricht- oder im Wartungsbetrieb einer Maschine. Hierzu wird der Speed Monitor über die Gerätefront einfach mit einem Schraubendreher konfiguriert, das heißt die gewünschte zu überwachende Drehzahlgrenze wird über zwei Drehschalter festgelegt. Über die Software-Konfigurationstools ist der Speed Monitor integrierbar in die modularen Sicherheitssteuerungen Flexi Classic und Flexi Soft. Die Anbindung an die Sicherheitssteuerung erfolgt über eine Verbindungsleitung. Die Projektierung wird durch die Softwaretools Flexi Classic Configurator und Flexi Soft Designer unterstützt. Hierbei können u.a. die Impulsauflösung pro Umdrehung und eventuelle Getriebeübersetzungen berücksichtigt werden. Speed Monitor UE47 erfüllt Anforderungen bis PL \’e\‘ nach EN ISO13849-1 und SIL3 nach IEC61508 bzw. EN62061. Als Signalquelle sind unterschiedliche – auch nicht sicherheitsgerichtete – Sensoren einsetzbar, z.B. induktive Näherungsschalter, optische Sensoren, aber auch Inkremental-Encoder mit 24V-Pegel. So­mit kann die Drehzahlüberwachung über zwei unabhängige Sensoren erfolgen, aber auch diversitär, indem neben nur einem Sensor mit einem weiteren, nicht sicheren Signal aus dem Antrieb oder der Steuerung gearbeitet wird. Der Vorteil für den Anwender ist nicht nur, dass verschiedene Sensor-Technologien unterstützt werden, sondern auch, dass durch die Nutzung der diversitären Drehzahlüberwachung ein Sensor eingespart und bei der Verdrahtung auf eine Sensorleitung verzichtet werden kann – was gerade bei verteilten Maschinen und Anlagen ein enormes Einsparpotenzial beim Arbeitsaufwand bedeutet. Schließlich können in Kombination mit Flexi Classic oder Flexi Soft durch die Nutzung der Logik der Steuerungen auch komplexere Probleme wie das Überwachen von Auslaufzeiten realisiert werden. Dies ist bei Anwendungen wichtig, die ein kontrolliertes Stillsetzen des Prozesses und somit des Antriebs erfordern. Vielfältige Applikationslösungen im Handbuch gebündelt Die integrierten, sicheren Steuerungs­lösungen sens:Control bieten für alle Automatisierungsumgebungen ausgereifte Technologien für vielfältige Applikationen und alle Arten von Sicherheitssensoren. Wie Maschinensicherheit jeweils umgesetzt werden kann, zeigt das Appli­kationshandbuch Flexi Soft. Hier werden fast zwei Dutzend verschiedenartige Maschinen gezeigt, die das breite Anwendungsgebiet der Sicherheitssteuerung Flexi Soft aufzeigen. Die ausgesuchten Anwendungsgebiete reichen vom Zeitungspalettierer über einen Doppelzellen-Schweißroboter bis hin zur Testmaschine für Computerchips. Neben der entsprechenden Grafik wird nicht nur die Sicherheitsanforderung der Maschine gezeigt, sondern auch der Aufbau der Konfiguration und die Realisierung mittels einer Flexi-Soft-Sicherheitssteuerung. Die jeweils flexibel miteinander kombinierbaren Module werden aufgezeigt, ihre jeweilige Parametrierung und Logikfunktionen beschrieben, und ggf. die erfolgte Integration in einen Feldbus erläutert. In den Beispielen wird deutlich, welchen positiven Einfluss eine einfache Konfiguration mit der intuitiv bedienbaren Software, der Zugriff auf alle Sicherheitskomponenten über einen Verbindungs­punkt, kürzere Reaktionszeiten und vernetzte Sicherheits- und Automatisierungsebenen für den Anwender haben. Der Aufbau der gezeigten Applikationen ist zusätzlich auf der dem Applikationshandbuch Flexi Soft beiliegenden CD zu sehen und zu verfolgen. Eine Auswahl gelöster Sicherheitsapplikationen in animierter Form sowie sämtliche Informationen bezüglich sens:Control ist auch unter www.sens-control.com verfügbar. Verbindung von Automatisierungs- und Sicherheitstechnik Mit dem Ausbau der sens:Control-Plattform sind die Bereiche Automatisierungs- und Sicherheitstechnik weiter zusammengewachsen. Die Integration in alle gängigen IT-Welten trägt hierzu ebenso bei wie die ständige Erweiterung der Funktionalitäten bei sicheren Relais, Steuerungen und Netzwerklösungen. Ein Ende der Weiterentwicklungen ist nicht in Sicht – im Gegenteil: Die sichere Vernetzung von Flexi-Soft-Stationen wird künftig ebenso ein Thema sein wie der weitere Ausbau der Drehzahlüberwachung, die Integration neuer Funktionalitäten oder die Unterstützung zusätzlicher Netzwerkprotokolle. Kasten 1: Control: Sensorik, Steuerungen, Engineering und Service als integrierte Sicherheitslösungen