Mit einer Flexibilität bei der Konzeption versucht die SMB International GmbH als Hersteller von Abfülltechnik, die unterschiedlichsten Lösungen zu konstruieren und den vorhandenen Gebäudegegebenheiten anzupassen (Customised). Schwierigkeiten verursacht dabei neben der korrekten Materialauswahl auch das Installieren der neuen Anlage unter Zeitdruck, um den Produktionsausfall so kurz wie möglich zu halten. Ein weiterer Problempunkt ist die Integration der neuen Anlage in die teils vorhandene Fördertechnik und die integration der entsprechenden Schnittstellen zu vorhandenen Datenerfassungssystemen. Abfüllen chemischer Produkte Mit ihrem Geschäftsschwerpunkt in der Planung, Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von komplexen Abfüll- und Förderanlagen versteht sich SMB als kompletter Systemlöser. Bis dato entwickelten die Ingenieure die Abfüllanlage GFA 6 für ein großes Chemieunternehmen in Deutschland. Hier war eine hohe Ausbringleistung bei den vorhandenen Pumpen – 100 Fässer à 200l in der Stunde – gewünscht. Das Mischen der Produkte soll unter Vermeidung von Crosskontamination erfolgen – kontaminierte Luft darf nicht am Arbeitsplatz austreten. Neben der ausgefeilten Konstruktion, die für das Abfüllen chemischer Produkte notwendig ist und den Kundenanforderungen entspricht, schufen die Entwickler eine Technik, die die Geschwindigkeit der Maschine bei größerer Sicherheit sogar noch erhöht. Vollautomatischer Hochleistungsfüller Das Quickborner Unternehmen realisiert im Bereich Flüssigkeitsabfüllung Koordinatenabfüllsysteme, Fassabfüllsysteme, Kanisterabfüllsysteme und Fassfüllanlagen. Unterschieden werden Standard-, halbautomatische und vollautomatische Füllmaschinen. Der neue vollautomatische Hochleistungsfüller ist in drei Bereiche unterteilt: Fassvorbereitung, Fassfüllung und Fassnachbereitung. Nach dem Einfahren des Fasses oder Gebindes mithilfe eines Kettenförderers schließt die Tür der Anlage – signalisiert durch eine Lichtschranke – automatisch. Das Gebinde fährt in die Maschine hinein, wird dort ausgerichtet. Ein automatischer Schrauber öffnet den Deckel, der auf einem Förderband durch die Maschine transportiert wird, um am anderen Ende wieder auf den jeweiligen Behälter geschraubt zu werden. Der eigentliche Füllprozess wird in zwei Stationen durchgeführt. Station 1 dient zum Vorfüllen, Station 2 zum Fertigfüllen. Dazwischen befindet sich ein Warteplatz, an dem sich der Schaum setzen kann. Die Anlage ist in der Lage, mehrere Produkte nacheinander oder auch gleichzeitig zu befüllen. Dazu sind auf einem Schlitten oberhalb der Waage bis zu drei Fülllanzen montiert. Diese werden mit einem Pneumatikzylinder in die gewünschte Position gebracht. Ein Mitarbeiter wählt am Bedienpult den hinterlegten Produktdatensatz an und bringt dadurch das Füllventil automatisch in die erforderliche Position. Sollte ein Mischkonzept angewählt werden, so werden die Produkte nacheinander in das jeweilige Gebinde gefüllt. Vermieden wird hierbei eine Crosskontamination der Produkte. \“Dieser vollautomatische Ablauf ermöglicht eine fehlerfreie Bedienung. Auch ist das Füllen dokumentierbar, sodass stets ein Nachweis für die richtige Dosierung erbracht werden kann\“, erklärt Dipl.-Ing. Jens Hachmann, Technischer Direktor bei der SMB. Ein weiterer Vorteil dieser Füllweise ist das Vermeiden von Produktdruckspitzen. Damit wird das kundenseitige Leitungssystem wie auch das Pumpensystem geschont, was eine längere Lebenszeit sowie einen geringeren Wartungsaufwand bedeutet. Nach der Tarierung des Behälters dosiert eine der Fülllanzen, die im Chemie-Bereich aus reinem Edelstahl besteht, die Flüssigkeit und lässt sie in das Gebinde ein, bis dieses das vorgesehene Gewicht erreicht hat. Eine elektronische Waage ermittelt entsprechende Abschaltsignale, die zum Beenden des Füllvorganges führen. Eine der Fülllanzen in der 1. oder 2. Station ist stets geöffnet, sodass die Förderpumpe mit vollem Produktdruck füllt. Da dieses auch während des Fördertaktes geschieht, ist eine deutlich erhöhte Füllleistung möglich. SMB verfügt über eine entsprechende Eichzulassung für das System, die ein kontrolliertes wie auch protokolliertes Füllen ermöglicht. Besonderheiten in der Chemie Aus hygienischen Gründen arbeiten die Fülllanzen bei chemischen Produkten sortenrein. Abstreifer und Tropfschale, die dafür sorgen, dass die Gebinde nicht verunreinigen, tauschen Mitarbeiter nach dem Produktwechsel aus. Anschließend transportiert ein Kettenförderer den Behälter durch eine Tür weiter in den letzten Bereich, wo der Deckel wieder aufgeschraubt und gegebenenfalls noch zusätzlich versiegelt wird. Als Dichtungsmaterial für ihre Fülllanzen werden Polytetrafluorethylen (PTFE, gelegentlich auch Polytetrafluorethen) genutzt – ein vollfluoriertes Polymer, das sehr reaktionsträge ist, sodass selbst aggressive Säuren PTFE nicht angreifen können. \“Bei der Verarbeitung von chemischen Produkten gelten besondere Vorschriften: Diese Anlage ist allseitig geschlossen und mit einer Auffangwanne versehen, die ein gegebenenfalls auslaufendes Produkt auffängt. Ein Liquiphant erfasst dabei den Flüssigkeitsstand der Wanne und dient als Überfüllsicherung mit Zulassung nach dem WHG\“, erläutert Hachmann. Die GFA 6 ist mit diversen Sicherheitsfunktionen ausgerüstet. Es liegt eine komplette Kapselung der Anlage mit Schleusentoren sowie Zugangstüren mit Türverriegelung vor. Das System lässt sich nur öffnen, wenn zuvor eine Öffnungsanforderung per Knopfdruck signalisiert wurde. Ein Messinstrument überprüft automatisch die Luftqualität: Nur wenn die Luft sauber ist, lassen sich die Türen öffnen, was dem Personenschutz und dem Umweltschutz dient. Diese Technik ist durch ein entsprechend dimensioniertes Abluftsystem möglich, bei dem zunächst die Füllstelle und zusätzlich die Kabinenteile abgesaugt werden, sowie durch entsprechenden Einsatz von Messwerkzeugen zur Kontrolle der Luftwerte. Im Innenbereich der Anlage herrscht ein leichter Unterdruck, sodass keine verunreinigte Luft aus der GFA 6 gelangt – alles unter Einhaltung der MAK-Werte. Die indviduelle Abfüllanlage Eine Anlage kann individuell zur Kommunikation mit Betriebsdatenerfassungssystemen angepasst werden. Vorzugsweise wird das über eine Schnittstelle mit Profibus DP oder Ethernet mit einem TCP/IP-Protokoll als standardisierte Protokollierung geregelt. Auch gibt es eine Lösung für den Fall, dass keine Datenleitung existiert: Hier werden die Werte mittels eines USB-Sticks vom Bediengerät abgenommen und in einen PC eingelesen. In einem vorab geführten Kundengespräch klärt SMB, welche Daten ausgetauscht werden und welche Technik zusätzlich installiert werden muss. Auftragsinformationen zu Füllmengen, zum Füllprodukt, zu Soll- und Ist-Gewichten sowie Hinweise, die nach der Abfüllung mittels Tintenstrahldrucker auf das Gebinde gedruckt werden, oder auch Informationen für ein zu bedruckendes Etikett bearbeitet die installierte Software. \“Wir haben für den zukunftsträchtigen Markt verschiedene Abfüllanlagen entwickelt, die wir speziell an Bedürfnisse unserer Kunden anpassen und gegebenenfalls in deren vorhandene Produktionsketten integrieren\“, erklärt Andreas Heckel, Geschäftsführer und Gesellschafter der SMB-Gruppe. Kasten 1: Funktionsablauf der Abfüllanlage – Anwahl des hinterlegten Produktdatensatzes am Bedienpult durch einen Mitarbeiter – Einfahren des Fasses oder Gebindes mithilfe eines Kettenförderers – Automatisches Schließen der Tür durch eine Lichtschranke – Ausrichtung des Gebindes in der Maschine – Öffnung des Deckels mithilfe eines automatischen Schraubers und dessen Transport durch die Maschine mithilfe eines Förderbandes – Füllprozess an zwei Stationen: Station 1 dient zum Vorfüllen, Station 2 zum Fertigfüllen (Warteplatz zwischen den Stationen zum Setzen des Schaums) – Positionierung der Fülllanzen durch einen Pneumatikzylinder – Tarierung des Behälters und Dosierung der Flüssigkeit durch eine der Fülllanzen – Beenden des Füllvorgangs durch Abschaltsignal der Waage – Transport der Behälter durch einen Kettenförderer durch eine Tür in den letzten Bereich – Aufschrauben des Deckels und gegebenenfalls dessen Versiegelung
Automatisiert abfüllen: Vollautomatischer Hochleistungsfüller für die Chemiebranche
-
Hohe Reinheit auf langen Wegen
Reinraum-Energieführung
Ob in der Mikroelektronik, der Halbleiter- oder der Batteriefertigung, überall geht es um Partikelfreiheit und maximale Prozesssicherheit.
-
Mit integrierter Statusanzeige
Beleuchteter RFID-Kartenhalter
Für seine RFID-Systeme hat Georg Schlegel einen beleuchteten Kartenhalter entwickelt, der funktionale Anforderungen und Gestaltung miteinander verbindet.
-
Habia stellt Führung neu auf
Habia gibt zwei bedeutende Veränderungen in der Unternehmensführung bekannt: Zum 1. April übernimmt Axel Barnekow Widmark (l.) die Position des Chief Executive Officers.
-
Sieb & Meyer erweitert Fertigungskapazitäten in Lüneburg
Im zweiten Quartal verlagert Sieb & Meyer Teile seiner mechanischen Fertigung in eine externe Produktionshalle.
-
All-in-Pakete ohne Zusatzkosten
Integrierte Engineering-Lösungen
Unternehmen im Schaltschrank-, Maschinen- oder Anlagenbau benötigen heute nicht einzelne Werkzeuge, sondern integrierte…
-
Für flexible Automatisierungsanwendungen
Robuste Leitungen
Die Ölflex Robot 909 ist als zentrales Serienprodukt der Performanceklasse Basic Line speziell…
-
Energie- und Auslastungsmonitoring
Strommesseinheit
Mit der neuen Strommesseinheit CMU DC bietet Phoenix Contact eine eindeutig verständliche und…
-
Für den Schaltschrankbau
Robuste Schaltnetzteile
Die Schaltnetzteil-Serie SNT94 von Feas ist für den Einsatz in industriellen Schaltschränken ausgelegt.
-
Phoenix Contact: Umsatzplus von 10% im ersten Quartal
Phoenix Contact ist mit einer starken Wachstumsdynamik in das Jahr 2026 gestartet.
-
MVO und CRA: Was Maschinenbauer jetzt wissen und tun müssen
Zwei Fristen, eine Verantwortung
Ab Januar 2027 löst die neue EU-Maschinenverordnung (MVO) die bisherige Maschinenrichtlinie ab -…
-
Sensorlose Sicherheitsfunktionen für die Antriebstechnik
Werkzeugmaschinen & Co sicher betreiben – ohne Drehzahlgeber
Bei Bearbeitungszentren und Werkzeugmaschinen bestehen für den Bediener oder Servicetechniker Gefahren durch rotierende…
-
Für kleinere bis mittlere Anlagenbauer
Drahtkonfektionier-Vollautomat
Rittal den Wire Terminal WT L vor, der besonders die Anforderungen kleinerer und…
-
Kompakte und präzise Kit-Encoder
Megatron bietet die Drehgeber ETx25K und HTx25K in unterschiedlichen Ausführungen an – als…
-
Miniatur-Absolutdrucksensor mit Kühladapter
Kistler präsentiert einen neuen Adapter mit integrierter Wasserkühlung (Typ 7547A) für den Miniatur-Absolutdrucksensor…
-
Robuste Sensoren für maritime Anwendungen
Die Sensoren der Full-Inox-Maritime-Serie von Contrinex bieten hohe Schutzarten (IP68/69K), sind korrosions- sowie…
-
Multifunktionale Stromverteilung für Power-to-X-Pilotanlage
„Wir können jederzeit umbauen oder erweitern“
Das Startup Greenlyte Carbon Technologies treibt mit neuartigen Power-to-X-Pilotanlagen die Energiewende voran. Mittendrin…
-
Deutsche Elektroexporte ziehen im Februar kräftig an
Im Februar konnten die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie kräftig zulegen: Sie…
-
SPS erschließt Automatisierungsmärkte in Asien und Amerika
Eine Marke, viele Märkte
Die SPS ist längst mehr als eine Messe in Nürnberg. Nach den Standorten…
-
Programmierbare Relais schließen die Lücke zwischen SPS und Steuergerät
Das richtige Maß für moderne Automation
Mit einer Serie einfach programmierbarer Relais schließt Akytec die Lücke zwischen komplexen SPSen…
-
Bereitstellung der Ethercat-Funktionalität über den PLCnext Store
Ethercat in PLCnext
Mehr Performance, mehr Offenheit, weniger Integrationsaufwand: Moderne Automatisierung verlangt nach durchgängigen, flexibel erweiterbaren…
-
Middleware-Plattform für die industrielle Datenintegration
IT/OT-Datenintegration in der Praxis: Deployment zwischen Windows, Containern und Edge
Heterogene IT/OT-Landschaften sind in der Industrie die Regel – und mit ihnen unterschiedliche…
-
Prozessüberwachung im Food-Bereich
Kreislaufwirtschaft statt Einwegverpackungen
Das von CM-Automation und Ifco Systems gemeinsam entwickelte SmartGuardian-System standardisiert und überwacht weltweit…
-
Induktiver Präzisionswegsensor
Der mechanisch induktive Präzisionswegsensor Typ 8742 von Burster ist in Messbereichen von 0-2…
-
Lagerlose Safety Kit Encoder
TWK ergänzt seine Reihe der lagerlosen Drehgeber um die nach Herstellerangaben weltweit ersten…
















