Die neuen HMI-Geräte von Wago bieten mit 17 verschiedenen Modellen ein umfangreiches Produktprogramm zum Bedienen und Beobachten von Prozessdaten an Maschinen und Anlagen. Um den Projektieraufwand so gering wie möglich zu halten, stand und steht bei der HMI-Gerätefamilie Perspecto die nahtlose Integration in das Wago-I/O-System im Vordergrund. Maßgeschneiderte Geräte reduzieren Integrationsaufwand Ausgehend vom Wago-I/O-System mit I/O-IPCs, Feldbuscontrollern und -kopplern entstand ein Produktspektrum, das vom direkt anschließbaren reinen Touch-Monitor über ein Web-Panel bis hin zum programmierbaren Control-Panel reicht. Mit Auflösungen von QVGA bis XGA und Bildschirmdiagonalen von 3,5\“ bis 15\“ findet der Anwender schnell ein für seine Anwendung passendes HMI-Gerät. Alle Typen haben eine Ethernet-Schnittstelle mit 10/100Mbit bzw. 10/100/ 1000Mbit. Neben seriellen Schnittstellen wie RS232 oder RS485 bieten einige Geräte auch einen CAN-Bus-Anschluss, der das CANopen-Protokoll unterstützt. Um ganze Projekte oder projektspezifische Daten zu speichern, haben alle Geräte einen Speicherkarten-Steckplatz, der gängige Speicherkarten wie Micro-SD, SD-Card oder CF-Card aufnimmt. Mit Einbautiefen von 29 bis maximal 46mm benötigen die Geräte nur wenig Einbauraum. Das neutrale Produktdesign ermöglicht es, die Geräte in eigenen Maschinen und Anlagen einzusetzen, ohne dass eine kundenspezifische Frontvariante erforderlich wird. Eine rückseitig zugängliche Batterie sorgt für den Datenerhalt, wenn die Geräte ausgeschaltet sind. Touch-Monitore für intelligente I/O-IPCs Um den programmierbaren Industrie- PC, den I/O-IPC von Wago, zu bedienen und Daten zur Anzeige zu bringen, wird ein Touch-Monitor (TM) über DVI-D- und USB-Schnittstelle angeschlossen. Der Monitor ist in drei Bildschirmgrößen 10,4\“, 12,1\“ und 15\“ verfügbar und unterstützt die Standardauflösungen VGA, SVGA und XGA. Eine für viele Anwendungen interessante Erweiterung ist der im Gerät integrierte USB-Hub. Er ermöglicht den Anschluss weiterer USB-Geräte wie beispielsweise eine externe Tastatur, eine Maus oder einen externen Speicher. Die Monitoreigenschaften werden direkt am Gerät über ein On-Screen-Display (OSD) eingestellt. Zur Einstellung dieses Modus dienen Tasten auf der Rückseite des Gerätes. Web-Panel für Controller mit Web-Server Das Web-Panel (WP) ist mit einer speziellen Software ausgestattet, wodurch es sich als Web-Client an einem Controller mit eigenem Web-Server konfigurieren lässt. Die Applikationsprojekte können im Vollbild-Modus dargestellt werden. Der Bediener erhält dann keinen Zugriff auf spezifische Programme oder Einstellungen des Betriebssystems. Mit dem Service-Taster wird dieser Modus beim Neustart verlassen. Er befindet sich auf der Rückseite des Gerätes und ist damit in der Anwendung üblicherweise nicht frei zugänglich. Um Einstellungen an den Geräteparametern vorzunehmen, ist auf den Geräten die Konfigurationssoftware Wago-Control-Center installiert. Mit dieser Konfigurationssoftware können neben den üblichen Einstellungen im Betriebssystem auch applikationsspezifische Einstellungen vorgenommen werden: beispielsweise die Projektierung von verschiedenen Web-Servern, auf die das Web-Panel zugreifen soll. Intelligentes Visu-Panel erlaubt schnelle Zugriffe Das Visu-Panel (VP) ist mit einer speziellen HMI-Runtime ausgestattet, wodurch schnelle Maskenwechselzeiten und kurze Reaktionszeiten bei der Anzeige erzielt werden. Bei der Konfiguration der Datenpunkte bzw. Speicherstellen wird der Anwender durch die Entwicklungsumgebung Automation Cockpit unterstützt. Bei der Projektierung entsteht automatisch eine Web-Visualisierung. Mithilfe des im VP internen Web-Servers kann die Visualisierung zusätzlich auf einem angeschlossenen Web-Panel angezeigt werden. Die erstellten Projekte können mehrsprachig angelegt werden. Dazu wird die Sprache entweder aus schon hinterlegten Sprachen ausgewählt oder einfach eine neue Sprache hinzugefügt. Die Anzahl der Sprachen kann der Anwender selbst bestimmen. Diese Funktionalität stellt ebenfalls das Automation Cockpit zur Verfügung. Zur Laufzeit – beispielsweise über eine eigene Maske – kann dann die jeweils gültige Sprache angezeigt werden. Eine Besonderheit bei der Verwendung von Datenpunkten sind die indizierten Variablen, mit denen sich Arrays eines bestimmten Datentyps anlegen lassen. Zudem kann über einen Index auf die einzelnen Elemente des Arrays zugegriffen werden. Besonders komfortabel ist die Darstellung von mehreren Fenstern gleichzeitig auf dem Zielsystem. Diese Funktion verringert die Umschaltzeiten erheblich, da ein Fenster nur aus dem Hintergrund in den Vordergrund geschaltet und nicht komplett neu erstellt werden muss. Nachteilig ist hierbei die entsprechende Belegung von Speicherplatz. Eine einfache Möglichkeit der Bedienerführung bieten konfigurierbare, mehrdimensionale und mehrsprachige Menüs. Sie strukturieren die Bedienebenen anwenderfreundlich, wie von modernen Oberflächen bekannt. Das System verwendet Fix- und True-Type-Schriftarten, wodurch zwischen der Schnelligkeit von festen Schriften und der umfangreichen Zeichenvielfalt ausgewählt werden kann. Für die Eingabe über den Touchscreen blendet die Software bei Bedarf verschiedene Numpads und Keypads ein. Die Konfiguration von Ereignissen und Alarmen (Alarmgruppen, Alarmdefinitionen) und die Definition von Rezepten gehören genauso zum Funktionsumfang wie der Datenaustausch der Rezepte mit bekannten Standard-Windows-Programmen. Control-Panel übernimmt Steuer- und Regelungsaufgaben Das Control-Panel (CP) enthält zusätzlich zur HMI-Runtime (s. Visu-Panel) eine integrierte CoDeSys-Runtime. Damit ist das Control-Panel ein vollwertiges Automatisierungsgerät. Neben der Funktionalität des Visu-Panels kann das Control-Panel auch selbstständig Steuer- und Regelungsaufgaben übernehmen. Die SPS-Funktionalität basiert auf einer CoDeSys-Umgebung nach IEC61131 in der Version 2.3. Durch den Einsatz von IEC-Bibliotheken kann auch aus einem SPS-Programm heraus auf die Hardware zugegriffen werden. Die SPS-Programmierung dient somit auch als Script-Sprache und kann für komplexe Visualisierungsthemen verwendet werden. Damit lässt sich beispielsweise das Anzeigen der Masken steuern. Die Frontplatte des Panels kann leicht kundenspezifisch angepasst werden. Diese Individualisierung wird auch auf der Entwicklungsebene unterstützt, von der Laufzeitumgebung bis hin zur Webdarstellung. Automation Cockpit vereinfacht Projektierung Für die einfache Programmierung und Projektierung bietet Wago eine neue Entwicklungsumgebung an, das Automation Cockpit. Seine Bedienoberfläche bietet eine Projektansicht, in der, auf der höchsten Ebene, alle konfigurierten Projekte aufgelistet sind. Alle Einstellungen innerhalb der Projekte sind damit auf einen Blick sichtbar und es kann darin bequem navigiert werden. Bereits erstellte Konfigurationen aus bestehenden Projekten, inklusive kompletter Geräte, können durch die \’Copy-and-paste-Funktion\‘ in ein anderes Projekt übernommen werden. Unterhalb eines Projekts werden alle zu bearbeitenden Geräte in einer logischen Struktur eingetragen. Beim Erstellen von Kommunikationsbeziehungen zwischen verschiedenen Geräten eines Projekts wird der Anwender von einfachen und nachvollziehbaren Dialogen geführt. Durch die Software wird eine konsistente Datenhaltung innerhalb eines Projekts sichergestellt. Alle Datenpunkte müssen einmal eingegeben werden und stehen dann innerhalb des Projekts zur Verfügung. Im Maskeneditor stehen die heute üblichen Controls für Bilder, Ein- und Ausgaben usw. zur Auswahl. Die integrierte Entwicklungsumgebung beinhaltet Tools für die Konfiguration, Projektierung und Programmierung aller Wago-Geräte. Dazu gehören neben den Bediengeräten der Perspecto-Familie auch die Feldbuskoppler und -controller des 750er-Systems sowie zukünftige Geräte. Aus dem Automation Cockpit heraus lassen sich alle verfügbaren Wago-Tools wie IO-Check, Ethernet-Settings usw. aufrufen. Die Software wird damit zum zentralen Einstiegspunkt, wenn es ums Programmieren und Konfigurieren von Automatisierungslösungen geht. Das umfassende Projektmanagement erlaubt die Netzwerk- und Gerätekonfiguration. HMI: Halle 11, Stand C64
Bediengeräte mühelos in die Automation integrieren
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