Im Rahmen eines Feldtests hat die Evonik Goldschmidt GmbH in Essen das xEPI 2 von Trebing & Himstedt und seine Funktion als Diagnoseeinheit und Konfigurationszugang auf Herz und Nieren überprüft. Dazu setzte das Chemieunternehmen das vielseitige Gateway, das im Diagnosemodus völlig rückwirkungsfrei arbeitet, in drei Anlagen an unterschiedlichsten Profibus-Systeme bzw. Master ein: Einem DeltaV Leitsystem von Emerson, einer Simatic S7 von Siemens und sogar an einer 12-15 Jahre alten A250-Steuerung von Schneider Electric, die über eine 3rd-Party Profibus-Karte an die digitale Kommunikation angekoppelt ist. Schon nach kurzer Zeit lieferte das Diagnosetool erste wertvolle Erkenntnisse. \“Profibus ist nichts, was grundsätzlich ständig ausfällt. Wenn er läuft, läuft er\“, sagt Dirk Deckers, Mitarbeiter der Serviceabteilung Elektro- und Prozessleittechnik im Geschäftsbereich Consumer Specialities der Evonik in Essen. \“Obwohl der Bus 1a funktioniert hat, sahen wir zum ersten Mal, was auf dem Bus alles los ist und haben etliche Unregelmäßigkeiten erkannt.\“ Die Fehler konnten zum größten Teil sofort durch kleine Umkonfigurationen bei den Kanaldiagnosen abgestelllt werden. Der Standortservice, der neben der Projektabwickung auch für die Betreuung aller Anlagen am Standort zuständig ist, will bei nächster Gelegenheit die verbliebenen Diagnosetelegramme abarbeiten, damit der Bus ein wenig entspannter ist und sich nicht ständig mit sich selbst beschäftigen muss. Fehler in null Komma nichts aufspüren Im weiteren Testbetrieb kristallisierte sich schnell ein absolutes \“Lieblings-Feature\“ von Deckers heraus: Die automatische Email-Alarmierung. Nach dem Hochfahren seines Rechners weiß er sofort, ob es ein Problem gibt oder nicht – manchmal sogar schneller als der Betrieb selbst. \“Das Beste daran ist, dass ich überhaupt nur nachzusehen brauche, wenn eine Email kommt. Ich will nur wissen, wenn ein Problem oder eine Veränderung am Bus aufgetreten ist. Mehr interessiert mich nicht\“, so der Ingenieur. \“Außerdem erlaubt mir die integrierte Diagnosefunktion, die Fehlersuche extrem einzugrenzen.\“ Das clevere Tool meldet dem Anwender nämlich, ob es sich um ein Problem am Bus handelt oder ob ein Kanal ausgefallen ist. Er muss sich also nicht mit Bus-Fehlern belasten, wenn es nur an einem einzigen Kanal liegt. Als Fehlerquellen bleiben dann lediglich Karte und Gerät. Die Anlagen von Evonik sind ständigen Optimierungsprozessen unterworfen. An ihnen wird immer etwas verändert oder erweitert. Der Bus läuft stabil, aber kaum unangetastet. Bei dieser \’Operation am offenen Herzen\‘ besteht auch die Gefahr, Fehler zu machen. Wurde z.B. ein Busstecker unsauber angeschlossen, könnte die DP-Leitung zu einer Antenne werden und es kann zu einem (Teil-) Anlagenausfall kommen. Solche Fehler sind sehr schwer zu finden. Es passiert äußerst selten etwas, aber wenn, haben Deckers und seine Kollegen ein wirkliches Problem. Mit der Fehlersuche können wertvolle Produktions-Stunden vergehen. Durch die permanente Überwachung des Profibus-Netzwerkes können die Verantwortlichen verfolgen, an welchen Stellen, wann, was gemacht wurde. Dadurch kommen sie Fehlern viel schneller auf die Spur. Vor kurzem wurde z.B. im Rahmen einer Inbetriebnahme an einer laufenden Anlage ein neuer Busteilnehmer angeschlossen, der sich nicht automatisch angemeldet hat. Ohne großen Aufwand betreiben zu müssen, wusste Deckers, was Sache ist: \“Es war ziemlich klar, dass wahrscheinlich das Profibus-Interface des Gerätes defekt ist. Wir haben es ausgetauscht und fertig. Mit dem Werkzeug von Trebing & Himstedt gewinne ich bei jeder Inbetriebnahme.\“ Im Falle eines Falles erwarten die Betriebe auch nachts, dass die Ingenieur-Bereitschaft schnell reagiert. Wenn der Kollege aber erst nach einer Stunde in der Firma ist, ist schnell schon relativ. Die Lösung: Der Kollege der Bereitschaft hat fährt zuhause sein Notebook hoch, wählt sich über eine sichere so genannte Demilitarisierte Zone (DMZ) auf einen Terminal-Server ein, startet die Webinterfaces und kann auf das Produktionsnetz diagnostizieren. So kann er dem Elektriker ruck zuck sagen, wo er suchen muss. \“Das xEPI 2 hat die Reaktionszeit extrem verkürzt. Fällt eine Batchanlage einen paar Stunden lang aus, kostet das je nach Produkt schnell 50.000 Euro und mehr\“, unterstreicht Deckers. \“Über ein Gerät, das man für einen Bruchteil dieses Betrages anschaffen kann, brauche ich überhaupt nicht nachzudenken.\“ Auch die Firma Turck setzt auf das Kosten sparende Gateway und hat die Lösung in das eigene Produktportfolio integriert. Das pfiffige Diagnosetool lässt sich einfach bedienen und der Anwender muss dafür keinerlei Software installieren – ein unschätzbarer Vorteil. \“Alles, was webbasiert ist, erleichtert uns die Arbeit. Wir müssen keine Updates durchführen und bekommen dementsprechend auch keine Probleme mit den Softwareständen\“, freut sich Deckers. Auch in puncto IT-Sicherheit haben Tools, die auf Basis von Webbrowsern arbeiten die Nase eindeutig vorn. Vom Schreibtisch aus direkt ins Gerät Doch die ursprüngliche Basisfunktion des Ethernet-Profibus-Interfaces ist eigentlich eine andere: Die Gateways der ersten Generation dienten, wie der Name vielleicht verrät, Produktionsnetzwerk und Feldbus-Ebene zu koppeln. Dies ermöglicht eine zentrale und herstellerübergreifende Konfiguration der Feldgeräte. \“Einen reinen Profibus-Zugang bieten auch andere Hersteller an\“, erläutert Deckers. \“Das ist ja ganz nett, aber der Knaller an dem xEPI 2 ist doch, dass es noch den Bus permanent überwacht. Das Gerät ist immer in Aktion, liefert mir Informationen und hält mich auf dem Laufenden.\“ Zwischen den verschieden Funktionen, die das Gateway unterstützt, können die Anwender einfach online hin- und herschalten. Trotzdem weiß die Serviceabteilung Elektro- und Prozessleittechnik, was sie an dem Buszugang hat. Denn dieser erlaubt es den Mitarbeitern bei Bedarf vom Büro aus direkt in den Messumformer zu \’sehen\‘. Selbst Skalierungsbereiche anzupassen oder einen Nullabgleich vorzunehmen wäre möglich. \“Durch die Vernetzung können wir relativ viel vom Schreibtisch diagnostizieren und die MSR-Elektriker vorab detailliert informieren. Das ist sehr bequem und äußerst komfortabel. Allerdings fehlt uns allen jetzt etwas die Bewegung\“, schmunzelt der Ingenieur. Früher sah das alles noch ganz anders aus: Laptop unter den Arm klemmen, auf das Fahrrad, in die Anlage rennen, Kabel checken. Was habe ich? Kann ich mich über Hart einkoppeln oder muss ich direkt an den Messumformer? Habe ich den richtigen Laptop dafür, sprich die richtige Software dabei? Erst dann konnten die Betreuer an das entsprechende Gerät heran, es konfigurieren oder auf Fehler überprüfen. Mit dem xEPI 2 können sie nun über die Geräteintegrationstechnologie FDT vom Schreibtisch aus auf alle Hart-fähigen Sensoren zugreifen. \“Das ist eine saubere Sache. Erst heute habe ich diese Möglichkeit wieder genutzt. In einer Anlage wurden Pumpen höher gesetzt. Dann stimmt das Niveau des Behälters nicht mehr. Wir haben sogar nach Freigabe durch den Betrieb die Parameter vom Büro aus angepasst. 10 Minuten später war die Sache erledigt\“, erläutert Deckers. So kann man Zeit und viel Geld sparen. Bald will Evonik eine Anlage fertig stellen, die komplett Hart-fähig ist und sich durchgängig über die frei erhältliche FDT-Rahmenapplikation PACTware konfigurieren lässt. Dabei geht das Chemieunternehmen keine Kompromisse ein. Können Lieferanten die benötigten Gerätetreiber (DTMs) für ihre Geräte nicht bereitstellen, wechselt das Unternehmen auch schnell mal zu einem anderen, vergleichbaren Anbieter, der mit der Zeit geht. Werkzeug mit echtem Mehrwert Die Funktion als zentraler Zugangspunkt für eine herstellerübergreifende Feldgerätekonfiguration ist für das Chemieunternehmen ein zusätzlicher Benefit. Doch im Vordergrund steht für Evonik Goldschmidt die Diagnose. \“In Neuanlagen werden wir das xEPI 2 zukünftig konsequent zur permanenten Überwachung unserer Profibus-Netze einsetzen und bestehende Anlagen so bald wie möglich sukzessive nachrüsten\“, sagt Deckers. Die Diagnoseeinheit ist die erste Lösung seiner Art, die eine große Anzahl von Profibus-Strängen parallel und kontinuierlich im laufenden Betrieb überwachen kann. Dadurch lassen sich ohne großen Aufwand und spezielles Know-how Probleme frühzeitig erkennen und Ursachen von Störungen innerhalb kürzester Zeit aufspüren. Bei den Anlagen der Essener, die an 363 Tagen im Jahr rund um die Uhr laufen, trägt das clevere Gateway dazu bei ungeplante Stillstände zu minimieren, die Verfügbarkeit zu steigern und viel Zeit und Geld sparen. Das xEPI 2 von Trebing & Himstedt ist ein kostengünstiges Multitalent, auf das Decker nicht mehr verzichten möchte. Hannover Messe: Halle 17, Stand D49
Fehlersuche in Rekordzeit Überwachen und Konfigurieren in einem
-
Endress+Hauser eröffnet zwei neue Gebäude in den USA
Endress+Hauser hat zwei neue Vertriebsgebäude in den USA eröffnet.
-
Neue Doppelspitze am Fraunhofer FKIE
Prof. Christoph Igel ist mit Wirkung zum 15. August zum Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE berufen worden.
-
Maschinenbau Ost mit kräftigem Auftragsplus im zweiten Quartal
Nach einem schwachen Jahresauftakt hat der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau im zweiten Quartal deutlich mehr Aufträge verzeichnet, real 27% über dem Vorjahresniveau.
-
Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe +3,1%
Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juni gegenüber Mai saison- und kalenderbereinigt um 3,1% gestiegen.
-
Intelligente Antriebslösungen für Pressen
Die leistungsstarke Servopressen-Systemlösung von Baumüller besteht aus einem DST2-High-Torque-Motor, einem B Maxx-Netzwechselrichter, einem B Maxx-Servoumrichter, Steuerungstechnik sowie einem umfangreichen Softwarepaket.
-
Erfolgreicher Pharma Tech Talk von Pepperl+Fuchs
Am 1. und 2. Juli brachte Pepperl+Fuchs in Mannheim Experten aus der Pharma-,…
-
Erfolgreiche Veranstaltung von Gemü, IHK & VDMA
Gemü setzte mit der IHK Heilbronn-Franken und dem VDMA bei einer gemeinsamen Veranstaltung…
-
Für Bahn-Anwendungen
Kabeldurchführungen aus TPE
Kabeldurchführungs-Systeme werden nach den strengen branchenspezifischen Normen geprüft und zertifiziert.
-
Bietet IE5-Wirkungsgrad
Induktionsmotor
WEG hat den W22 Prime auf den Markt gebracht, die nächste Generation seiner…
-
Mit 8-poligem M12-Anschluss
Not-Halt-Schalter
Georg Schlegel erweitert seine Baureihe Shortron Connect um drei neue Not-Halt-Geräte mit 8-poligen…
-
Schlüsselkomponente für IEC61800-5-2-konforme Antriebssysteme Sicherheitszertifizierte Drehgeber
Funktionale Sicherheit im Maschinenbau beginnt nicht im Antrieb, sondern am Sensor.
-
Für Rechenzentren, Edge-Umgebungen und Enterprise-IT
Gemanagte Rack-Stromverteilung
Panduit gibt den Produktlaunch der ES2P Power Distribution Unit bekannt, eine gemanagte Rack-PDU,…
-
Für 24V-Anwendungen
Unterbrechungsfreie Stromversorgung
Weidmüller erweitert das Portfolio um die unterbrechungsfreie Stromversorgung Duramax.
-
Steuerungstechnik
SPS ermöglicht dezentrale Echtzeitkommunikation über CAN UDS
Die Arcon-SPS ist eine IEC61131-kompatible Steuerung für räumlich verteilte Automatisierungssysteme.
-
Inlandsbestellungen ziehen kräftig an
Elektroindustrie mit Auftragsplus zur Jahresmitte
Im Juni verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Plus von 13,3% gegenüber dem Vorjahr…
-
Auch Importe gestiegen
Exporte im Juni lagen bei +0,9%
Im Juni sind die deutschen Exporte gegenüber Mai kalender- und saisonbereinigt um 0,9%…
-
Neue Automation-Einheit bei Siemens
Rainer Brehm übernimmt Leitung
Siemens stärkt sein Automatisierungsgeschäft und bündelt dazu die bisher vier Geschäftsbereiche in einer…
-
Ifo-Umfrage
Unternehmen erwarten eher sinkende Löhne durch KI-Einsatz
Viele Unternehmen in Deutschland erwarten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz eher sinkende…
-
Zur Modernisierung von Werkzeugmaschinen
Bügelclips für Energieketten
Wollen Konstrukteure von Werkzeugmaschinen bei einer Modernisierung größere Schläuche einsetzen, erfordert das häufig…
-
Neuer Muttertyp sorgt für mehr Leistung
Bosch Rexroth erweitert die Performance Line seiner Kugelgewindetriebe um eine Lösung für vertikale…
-
Flexible Ethercat-Architektur
Der duale Ansatz von Dunkermotoren bei der Ethercat-Architektur ermöglicht es OEMs, die Antriebsarchitektur…
-
Physical-AI an der Edge
Das applikationsfertige Modul aReady.COM Conga-HPC/cRX1 mit AMD Ryzen AI Embedded X100 Series Prozessoren…
-
… den aktiven Verteilern und Passivverteilern von Bihl+Wiedemann?
Unter dem Titel ‚Sichere Sache‘ stellte Bihl+Wiedemann in der Titelstory der Ausgabe 7/2016…
-
Geschäftsführerwechsel bei Alphitan
Alphitan gibt im 25. Jubiläumsjahr der deutschen Tochtergesellschaft Antecs einen Wechsel bekannt: Geschäftsführer…
-
Neue Fachmesse: All About Electronic Solutions
Mit der All About Electronic Solutions startet Easyfairs eine neue Messereihe.
















