Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Geballte Innovation im hohen Norden
Bereits seit 17 Jahren finden in Emden die Automatisierungstage statt. Am 01. und 02. Februar war es das achte Mal soweit: Über 300 Teilnehmer und 30 Aussteller diskutierten über die neuesten Entwicklungen in der Automatisierungstechnik. Namhafte Unternehmen und hochkarätige Referenten machten die Veranstaltung wieder zu einem interessanten Branchentreff.

Die Automatisierungstage in Emden haben wieder ein breites thematisches Spektrum der Automatisierungstechnik abgedeckt. Etwas zu kurz gekommen ist die Antriebstechnik, diese war eher am Rande ein Thema, z.B. im Zusammenhang mit der Vernetzung. Bei einem der Vorträge ging es um Systeme der Gebäudeautomatisierung im Bezug zum demographischen Wandel. Hier die Themen im Überblick. Software und Engineering Gleich bei einer der Keynotes der Firma Beckhoff ging es um das Softwareengineering. Das Unternehmen sieht eine Entwicklung hin zu objektorientierter Programmierung, auf Basis der neuen Fassung der Norm IEC61131-3. Themen wie Toolintegration, Debugging, Diagnose, Versionierung, Bug-Tracking und Projektmanagement waren weitere Schwerpunkte des Vortrags. IBM hat einen Vortrag mit dem etwas sperrigen Titel \’Entwicklung heterogener Systeme mit SPS, C/C++ und Regelungstechnik in UML/SysML und Codegenerierung für Multicore Systeme\‘. Der Vortrag von Siemens über das TIA Portal war leider etwas werblich geraten, auch wenn ein guter Überblick über das Tool gegeben wurde. 3S hatte die Zukunft der Programmierung in der Automatisierungstechnik zum Thema. Aspekte wie Bibliothekskonzepte, Aufteilung komplexer Projekte, OOP und Modularität, Versionsverwaltung, UML und die automatisierte Applikationserzeugung wurden präsentiert. Kommunikation mit Ethernet und Feldbus Die Kommunikationstechnologien sind und bleiben Schwerpunkt der Automatisierungstage in Emden. Bei Phoenix Contact ging es um die Integration von Profinet-Schnittstellen in Automatisierungsgeräte. Es wurde der Profinet Asic \’Tiger\‘ TPS-1 (Renesas) vorgestellt, ein Chip, der ein günstiges Verhältnis von Platz, Preis und Leistung bietet. Rockwell Automation hat eine Referenz-Architektur für EtherNEt/IP für die durchgängige Nutzung der Netzwerktechnologie präsentiert. Auch bei Harting ging es um durchgängige Kommunikationsnetzwerke für Office und Produktion mit Profinet. Dass der Feldbus lebt, ist hinlänglich bekannt, dies kam auch bei dem Vortrag von Softing mit dem Titel \’Profibus Diagnose mit einem Mausklick\‘ zum Ausdruck. Die Vorträge von SEW und Beckhoff hatten beide die Vernetzung von Antriebsverstärkern zum Thema, einmal mit Profibus und Profinet, das andere mal, wie nicht anders zu erwarten, mit Ethercat. Bei Hirschmann ging es dann um das moderne Design industrieller Netzwerke, u.a. mit einer Checkliste für ein gutes Netzdesign. Funktionale Sicherheit Drei Vorträge der Firmen CE-CON und Siemens haben sich auf praktische Weise mit der \’Funktionalen Sicherheit\‘ auseinandergesetzt. Themen waren der \’Sicherheitsgerichtete Umbau von Maschinen, \’Risikobeurteilung im Maschinenbau\‘ und \’Vorgehensweise bei der Risikobeurteilung\‘. Security \’Datenmanipulation in Automatisierungsnetzwerken\‘ war das Thema der Hochschule Emden. Hirschmann hat ergänzend dazu zum Thema \’Netzwerksicherheit\‘ referiert und die zugehörigen Produkte vorgestellt. Von Siemens wurde die Strategie des Unternehmens in Sachen Security präsentiert. Energieeffizienz Bei den Vorträgen von Siemens, Phoenix Contact, Wago und der Hochschule Emden ging es um verschiedene Aspekte der Energieeffizienz: Von der Elektromobilität, bis zum intelligenten Energieeffizienzmanagement. SCADA, MES und IT-nahe Software Fraunhofer, Softing und Wonderware hatten die \’Vertikale Integration\‘ zum Thema. Durchgängiges Datenmanagement von der Automatisierung bis zur MES-Ebene mit IT in der Fabrik 4.0, so das Thema des Fraunhofer-Instituts. Bei Softing ging es um das \’Prozessdatenmanagement – vom Sensor in die Datenbank\‘. Ähnlich bei Wonderware, dort die Themen MES Anbindung und Prozessdatenmanagement. Die OPC Foundation hat mit dem Thema \’OPC-UA – vom Embedded Device bis zur MES/ERP IT Enterprise Ebene\‘ die Technologie noch einmal neu schmackhaft gemacht. Hardware und hardwarenahe Software Sehr spannend sind aktuell die \’hardwarenahen Themen\‘. Beim Vortrag von Profimatics ging es um den Multicore-Einsatz im Automatisierungsbereich. Bei Texas Instruments ging es tief in die Hardware, dort wurden Halbleiter für die Automatisierungstechnik vorgestellt. Die Firmen Tenasys und Real Time Systems beschäftigen sich mit Virtualisierung und gaben dazu spannende Beiträge in Emden. Tenasys hat zum Thema \’Embedded Virtualisierung\‘ referiert, bei Real Time Systems ging es um Virtualisierung unter erhalt der Echtzeiteigenschaften, wie sie für die Automatisierungstechnik erforderlich ist. Den Abschluss des ersten Tages der Veranstaltung bildete eine spannende Podiumsdiskussion zum Thema \’iPad statt SPS? Was bedeutet der Einsatz vom Consumerelektronik für die Automatisierung\‘. Moderiert wurde diese von SPS-Magazin Chefredakteur Martin Buchwitz. (mbw)

Thematik: Allgemein
Ausgabe:
TeDo Verlag GmbH
http://www.sps-magazin.de
Anzeige

Das könnte Sie auch Interessieren

Weitere Beiträge

Automatica findet nicht statt

Die für den 8. bis 11. Dezember geplante Messe Automatica findet aufgrund der Corona-Pandemie nicht statt. Für Mitte 2021 ist jetzt ein an die Begebenheiten der Corona-Zeit angepasstes, neues Präsenzformat geplant.

mehr lesen
Anzeige