die Schrittmotoren lassen sich grundlegend in Reluktanz- und Permanentmagnet-Schrittmotoren einteilen. Die Reluktanz-Schrittmotoren waren die ersten Schrittmotoren. Mittlerweile – und das zeigt unsere Tabelle deutlich – gibt es kaum noch reine Reluktanz-Schrittmotoren. Der Begriff Reluktanz stammt übrigens von der magnetischen Kraft, die z.B. einen Eisenstab in einem Magnetfeld bewegt, und zwar in Richtung des geringsten magnetischen Widerstands. Reluktanz-Schrittmotoren haben einen Rotor aus gezahntem Weicheisenkern. Die Bewegung wird erzeugt, indem Strom durch die Motorwicklungen des Stators fortgeschaltet wird. Dabei werden die Polzähne des Rotors durch die Polzähne des Stators angezogen. Bei einem Permanentmagnet-Schrittmotor besteht der Stator aus Weicheisen und der Rotor aus Dauermagneten. Über das Stator-Magnetfeld wird der Rotor dann ausgerichtet und bewegt. Aufgrund der verwendeten Dauermagnete ist die Anzahl der Schritte pro Umdrehung jedoch begrenzt – und damit die Auflösung des Steppers. Die Hybrid-Schrittmotoren haben die Reluktanz-Schrittmotoren fast vollständig abgelöst. Sie verbinden die Eigenschaften der Reluktanz- und Permanentmagnet-Schrittmotoren. Allein unsere Marktübersicht enthält von 61 Einträgen 45 dieser Modelle und damit mehr als zwei Drittel. Phasenansteuerung Eine wichtige Eigenschaft der Schrittmotoren ist der Phasenstrom: Die Geräte können unipolar und bipolar betrieben werden. Der unipolare Schrittmotor hat zwei Spulen und jeweils einen Mittelabgriff. Je zwei Anschlüsse werden mit Spannung versorgt, zwei werden auf 0V gelegt. Durch die Zahn-Konstruktion von Rotor und Stator bewegt sich der Rotor dann weiter. Wird der bipolare Phasenstrom verwendet, arbeitet der Motor mit vier Spulen. Die Spannung wird dabei ständig umgepolt, damit eine Schrittbewegung des Rotors erfolgt. Wie groß diese Bewegung ist, bestimmt die Auflösung des Schrittmotors. Auflösung und Drehmoment Oft haben die Geräte einen Schrittwinkel von 1,8° und benötigen 200 Vollschritte für eine Umdrehung. Aufgrund dieser Schritte kann der Stepper genaue Positionen anfahren, ohne dass eine Wegstreckenerkennung notwendig ist. In einigen Fällen ist eine Kontrolle bzw. das Bestimmen der Bewegung mit Hilfe von Drehgebern sinnvoll. Die Motoren können nicht direkt angesteuert werden, sondern benötigen eine Endstufe. Welches Modell dafür geeignet ist, zeigt unsere Tabelle ebenfalls. Weitere wichtige Eigenschaften sind das Halte- und Selbsthaltemoment, die maximale Drehzahl sowie das Drehmoment bei maximaler Drehzahl. Außerdem sind für einige Modelle Motoranbau-Getriebe oder ein mechanischer Bremsenanbau möglich. Auf unserer Homepage können Sie weitere Informationen abrufen. In derzeit 92 Einträgen finden Sie viele technische Informationen, Produktbeschreibungen sowie den Link zum Anbieter. (afs)
Marktübersicht: Schrittmotoren
In der folgenden Marktübersicht stehen die Schrittmotoren, die häufig auch Stepper genannt werden, im Mittelpunkt. 61 Modelle stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten ausführlich vor. Meist bieten die Hersteller Hybrid-Schrittmotoren an. Nur ein kleiner Teil sind Permanentmagnet-Schrittmotoren, und die Reluktanz-Schrittmotoren sind fast gar nicht mehr am Markt erhältlich.
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